"Dieses Abenteuer vergessen wir nie"

Gemeinsam mit ihrem Sohn Niklas kreuzte das Ehepaar Mike Peuker und Katja Vaupel durch die Karibik
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„Am liebsten würde ich sofort wieder in See stechen“, sagt Mike Peuker (49) aus Brackel. Gemeinsam mit seiner Frau Katja Vaupel (39) und Sohn Niklas (3) ist er von einer Reise zurückgekehrt, um die ihn viele beneiden. Im Mai vorigen Jahres begann für das Trio ein gut einjähriger Segeltörn in die Karibik.

mum. Brackel. „Alles begann mit Büchern“, erinnert sich Berufspilot Peukel. Er habe die Literatur von Weltumseglern verschlugen. Das Ehepaar liebt besondere Reisen. Unter anderem überquerten sie während einer fünfmonatigen Mountainbike-Tour
die Anden. Auf das Karibik-Abenteuer hatte sich das Paar gut vorbereitet. Ihr Schiff - die
„Nubia“, ein kleines neun mal drei Meter großes Stahlschiff (Baujahr 1993) - erwarben sie bereits 2009. Ein Jahr später starteten sie zu einem zweimonatigen Probetörn nach Stockholm. „Eigentlich ging bei dieser Reise alles schief“, erinnert sich Katja Vaupel. Unter anderem litt sie an Seekrankheit, zudem verloren sie unterwegs die Schiffsschraube. „Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen“, sagt die Soziologin.
Am 20. Mai vorigen Jahres war es dann endlich soweit. Nach einer Abschiedsfeier im Hamburger City-Sporthafen ging es die Elbe aufwärts. Helgoland, die Niederlande, Belgien, Frankreich, das spanische Festland, Portugal, Madeira und die Kanaren lauteten die nächsten Ziele. Zugleich trafen die Eheleute auch ein wichtige Entscheidung. „Ursprünglich wollten wir gemeinsam den Atlantik überqueren“, sagt Peuker. Doch nach dem die Biscaya-Überfahrt aufgrund meterhoher Wellen und Windstärke 9 zu einem echten Abenteuer wurde, stand fest, dass Katja Vaupel mit Sohn Niklas nach Barbados fliegt und Mike Peuker den Seeweg allein antritt. „Ich hatte Angst um meine Familie und wollte sie nicht in Gefahr bringen.“ 29 Tage benötigte Peuker für die etwa 4.400 Kilometer. „Ich schlief kaum und kam selten dazu, mir etwas Warmes zu essen zumachen.“
Am 2. Januar wurde auf Barbados das große Wiedersehen gefeiert. Gemeinsam kreuzten sie den Karibik-Bogen entlang. Grenada, Tobago, St. Vincent, St. Lucia und Martinique lauteten unter anderem die Stationen. „Wir ankerten in malerischen Buchten und genossen die viele Zeit, die wir miteinander verbringen durften“, so Katja Vaupel. Auf dem „Stundenplan“ standen Schwimmen, Schnorcheln und Natur pur.
Auch für Sohn Niklas war die Reise ein Erlebnis. „Er kam in den Genuss einer 24-Stunden-Betreuung“, sagt Peukel. „Wenn wir auf See waren, wurde ihm vorgelesen oder wir haben stundenlang mit Lego gespielt.“ Zurück nach Deutschland ging es für die Familie übrigens mit dem Flugzeug. Die „Nubia“ wurde per Frachtschiff nach Deutschland gebracht. „Wir haben auf dieser Reise viele Menschen kennengelernt, mit denen wir noch immer in Verbindung stehen“, so Peukel. „Ich denke, dass das in der
Rückschau den Reiz der Reise ausgemacht hat.“
Und was kommt jetzt? „Nach so einem Erlebnis kam es uns falsch vor, wieder in unsere alten Berufe zurückzukehren“, sagt Peuker. Er suchte nach einer beruflichen Herausforderung, bei der ihm seine Segel-Erfahrung zugute kommt. Aus diesem Grund hat Peuker das Unternehmen „Klassisch am Wind“ gegründet. Interessenten können bei ihm so genante Folkeboote chartern oder Törns buchen (www.klassischam-wind.de).
Wer die Reise der Brackeler Familie nacherleben möchte, sollte einen Blick in deren Blog werfen. Unter http://nukamini.blogspot.de/ findet sich ein spannender Reisebericht mit vielen sehenswerten Fotos.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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