Sanierung der Marxener Ortsdurchfahrt erst im Herbst 2021 fertig?

Die Marxener Ortsdurchfahrt lädt aktuell nicht zu einem Besuch ein. Eigentlich sollten die Arbeiten Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

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Starke Nerven benötigen die Marxener: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt wird sechs Monate länger dauern als gedacht. Ursprünglich sollten die Arbeiten Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein.

mum. Marxen. Das sind keine guten Nachrichten: Die ohnehin schon sehr zeitaufwändige Sanierung der Marxener Ortsdurchfahrt könnte sich weiter verzögern. "Ich gehe aktuell davon aus, dass wir erst im Herbst kommenden Jahres fertig sein werden", sagt Bürgermeister Christian Meyer. Ursprünglich war die Fertigstellung für das Frühjahr geplant. Meyer versucht die Situation mit Humor zu nehmen. "Wir haben hier eine interessante, aber leider auch sehr anstrengende Baustelle." Er sei froh, dass sich die Bürger gegenseitig unterstützen. "Niemand beschwert sich, wenn Autos vor fremden Grundstücken abgestellt werden", sagt der Bürgermeister. "Ich habe das Gefühl, alle im Dorf möchten diese schwierige Phase gemeinsam meistern."

Hintergrund für die Verzögern ist, dass die Versorgungsleitungen komplizierter verlegt werden müssen als ursprünglich gedacht. "Zwar hat es Probebohrungen gegeben", so Meyer. "Allerdings wohl an Stellen, die wenig problematisch waren." Erst als die Leitungen offen lagen, sei das Ausmaß deutlich geworden. Konkret gehe es um Telefon, Strom, Gas und Wasser. Zusätzlich erschwert wird das Projekt, weil die Ortsdurchfahrt extrem schmal ist. Die Häuer stehen nah an der Straße. "Dies wiederum macht es erforderlich, dass die unterschiedlichen Leitungen in unterschiedlichen Höhen verlegt werden müssen", so Meyer. Die Koordination der einzelnen Baufirmen sei sehr kompliziert - und aufgrund von Corona zusätzlich schwierig, da Arbeiter unterschiedlicher Unternehmen nicht zeitgleich im Einsatz sein dürfen.

Gesamtkosten:  3,4 Millionen Euro

Der Startschuss für die Dorfsanierung fiel im November vorigen Jahres. Für die gesamte Maßnahme ist eine Summe von 3,4 Millionen Euro aufgerufen. Das Amt für regionale Landesentwicklung übernimmt 1,75 Millionen Euro. Die restliche Summe teilen sich die Gemeinde und der Landkreis. Durch die Verzögerung könnte auch der Zuschuss in Gefahr geraten. Dieser ist zeitlich gebunden. "Wir hoffen aber, dass wir einen Aufschub bekommen", so Meyer.

Fast auf der gesamten Länge der 1,3 Kilometer langen Ortsdurchfahrt wird das etwa 60 Jahre alte System der Straßenentwässerung erneuert. Und in dem Zuge an die aktuellen Bestimmungen angepasst, so der Bürgermeister. Auch die Fahrbahnoberfläche werde verändert. Ein Teilbereich zwischen den beiden Kreuzungen Hauptstraße, Lindenallee und Zum Silberkamp sowie Hauptstraße und Moorburg wird gepflastert. Außerdem erhält Marxen an den beiden Ortseingängen sowie im Bereich Dorfteich Fahrbahnteiler. "Wir hoffen, dass dies zu einer Geschwindigkeitsverringerung führt", erklärt der Bürgermeister. Gehwegflächen und Beleuchtung werden im Zuge der Maßnahmen ebenfalls erneuert.
Aufgrund der Arbeiten ist die Ortsdurchfahrt voll gesperrt. Pendler, die gewöhnlich durch Marxen fahren, werden gebeten, die Umleitung zu nutzen.

Die Marxener Ortsdurchfahrt lädt aktuell nicht zu einem Besuch ein. Eigentlich sollten die Arbeiten Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein
Ein Blick in die offene Baugrube Höhe des Dorfteichs zeigt, 
wie viele Versorgungsleitungen auf engstem Raum 
verlegt werden müssen
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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