Auf Initiative des "‘Forum für Demokratie"
Gut besuchte Kandidatenbefragung zur Kommunalwahl
- Die Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten Christian Sauer (v. li.), Alberto Baptista, Gunnar Hofmeister und Lars Heuer
- Foto: Judith von Witzleben-Sadowsky
- hochgeladen von Heidi Goch-Lange
Das “Forum für Demokratie in Hanstedt und Umgebung” hatte für Mittwoch, 19. August, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in den Hanstedter Geidenhof eingeladen. Dabei standen zum einen die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl für die Samtgemeinde Hanstedt am 13. September im Mittelpunkt, nämlich Alberto Baptista (parteilos), Lars Heuer (SPD), Gunnar Hofmeister (unabhängig), Christian Sauer (UWG).
Zum anderen hatten fünf Parteien – CDU, SPD, Grüne, FDP und UNS – jeweils einen Vertreter geschickt, um deren Ziele für den Kreistag, die Gemeinde- und Samtgemeinderäte vorzustellen. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse, sodass einige der Zuhörenden die Gespräche nur stehend verfolgen konnten.
Zunächst gab es einführende Worte der Moderatoren – Pierre Weiss vom Forum betonte das Engagement dieser Gruppe für die Förderung demokratischer Verhältnisse. Prof. Heinke Schlünzen stellte die wesentlichen Aufgaben eines Bürgermeisters der Samtgemeinde Hanstedt dar. Danach hatten die vier Kandidaten Gelegenheit, sich zu gleich bemessener Zeit von jeweils drei Minuten zu präsentieren. Pierre Weiss stellte an jeden Kandidaten drei vorab bekanntgemachte Fragen. Es ging darum, welche Ziele die Kandidaten für die nächsten acht Jahre mit welchen Mitteln erreichen, was sie für die Verwirklichung der Klimaziele tun und wie sie Miteinander, Respekt und Zusammenhalt in der Samtgemeinde weiter stärken wollen.
Tiefgreifende Gegensätze taten sich in den Antworten nicht auf, allenfalls unterschiedliche Schwerpunktsetzungen. Stärkung der Infrastruktur durch bessere öffentliche Verkehrsmittel, mehr Radwege, eine transparente und gut zusammenarbeitende Verwaltung, bezahlbarer Wohnraum, gute Bildungsmöglichkeiten – insgesamt herrschte Einigkeit darüber, wie das Leben in der Samtgemeinde für Junge und Alte auch und gerade in der Zukunft lebenswert gestaltet werden könnte.
So blieb es auch bei den anschließenden Fragen aus dem Publikum. Hier ging es unter anderem um die bessere Unterstützung kleiner Unternehmen gerade in der Entwicklungsphase, um das Trassenproblem der Bundesbahn, um Finanzierungsfragen – ein schwieriges Thema auch angesichts der Verteilung knapper Gelder. Dazu äußerten sich Lars Heuer und Christian Sauer besonders ausführlich.
Die Atmosphäre war von Sachlichkeit und gegenseitigem Respekt geprägt, was auch daran lag, dass die Kandidaten die knappen Zeitvorgaben gut zu nutzen wussten. Die Zeit selbst war mittlerweile so weit vorgerückt, dass die Befragung durch das Publikum beendet werden musste, damit sich die Kandidaten für Gemeinde-, SG-Rat und Kreistag noch vorstellen konnten.
Katharina Moll sprach für die SPD, Simon Thompson gab ein kurzes, improvisiertes Statement für die FDP ab (der ursprünglich vorgesehene Kandidat war verhindert), Angela Sanchez repräsentierte die Grünen, André Schrader die CDU und Wolfgang Witte trat für die UNS ans Mikrophon. Die Linke und die Basis hatten keine Vertretung geschickt.
Nach dieser Vorstellung gab es an den für die Parteien aufgestellten Stehtischen noch lebhafte Diskussionen mit wissensbegierigen Publikumsgästen, bis Heinke Schlünzen um 22 Uhr das Ende der informations- und einsichtsreichen Veranstaltung verkündete.
Das Forum für Demokratie zog eine positive Bilanz, nicht nur, weil die Verwaltung die kostenfreie Nutzung des Geidenhofs gewährleistet hatte. Immer wieder wurde von den Kandidaten betont, dass hier Demokratie beispielhaft lebendig werde. Und das Forum selbst könne stolz darauf hinweisen, dass die Organisation der Veranstaltung und sämtliche anfallenden Kosten von den Mitgliedern des Forums selbst getragen wurden.
Redakteur:Heidi Goch-Lange aus Buchholz |
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