Blick in den Taubenschlag: Züchter aus der Region beteiligen sich am "Tag der Brieftaube"

Hier hat Hans-Wilhelm Glüsen mal die Taube in der Hand statt auf dem Dach. Der passionierte Brieftaubenzüchter gibt am kommenden Sonntag Einblicke in seine Arbeit
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  • Hier hat Hans-Wilhelm Glüsen mal die Taube in der Hand statt auf dem Dach. Der passionierte Brieftaubenzüchter gibt am kommenden Sonntag Einblicke in seine Arbeit
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jd. Harsefeld. Einen "Tag der Brieftaube" richten die deutschen Taubenzüchter am Sonntag, 15. April, aus. An der bundesweiten Aktion beteiligen sich auch Mitglieder der "Reisevereinigung Harsefeld". Elf Züchter öffnen an diesem Tag von 12 bis 16 Uhr die Pforten ihrer Taubenschläge. Sie möchten für ihr traditionsreiches Hobby werben und den Besuchern zeigen, wie vielfältig der Brieftaubensport ist. Auch der Vorsitzende der Harsefelder Vereinigung, Hans-Wilhelm Glüsen, macht mit: Der Bliedersdorfer präsentiert am kommenden Sonntag seine schönsten "Täubchen" und erläutert, was alles dazugehört, um eine Brieftaube auf Reise zu schicken.

Glüsen und seine Vereinskameraden freuen sich auf viele neugierige Gäste und hoffen, dass es an diesem Tag hinsichtlich der Besucherzahlen wie im Taubenschlag zugeht: "Bei uns kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie wir die Tiere halten." Kinder erhalten die Gelegenheit, den Jungtieren im Nest über den weichen Flaum zu streichen. Er stehe gern Rede und Antwort zu den verschiedensten Fragen, so Glüsen.

Wer schon immer wissen wollte, wie sich Brieftauben unterwegs orientieren und wie schnell sie überhaupt fliegen, ist bei dem Tauben-Experten an der richtigen Adresse. So mancher wird sicher staunen, wenn Glüsen über die Leistungen seiner Tiere berichtet. Nicht ohne Grund werden Brieftauben als die "Rennpferde des kleinen Mannes" bezeichnet.

"Ende April beginnt die diesjährige Reisesaison für die Brieftauben", berichtet der Hobby-Züchter. Zunächst stünden ein paar Trainingsflüge an. Danach beteilige sich die Harsefelder Reisevereinigung mit ihren 36 Züchtern an den Wettkämpfen und Meisterschaften, die immer an Wochenenden ausgetragen werden. Mit einem großen Käfigwagen geht es für die Brieftauben zum Startort, wo sie auf einen Schlag ins Freie gelassen werden, um zurück nach Hause zu fliegen. "Unsere Tauben legen dabei Distanzen zwischen 150 und 700 Kilometern zurück", so Glüsen.

Der erste Start findet im 180 Kilometer Luftlinie entfernten Rheine statt. "Höhepunkt wird Ende Juli ein Wettflug sein, der im französischen Ort Sézanne östlich von Paris beginnt", sagt Glüsen: "Dann müssen die Tauben eine Strecke von 700 Kilometern zurücklegen. Bei solchen Wettbewerben gehen laut Glüsen nur Tauben an den Start, die topfit sind: "Auf eine gute Vorbereitung wird im modernen Brieftaubensport großer Wert gelegt. Wir möchten schließlich, dass unsere Tiere gesund und unversehrt zurückkommen."

Züchter aus der Region machen mit

Elf Züchter der „Reisevereinigung Harsefeld“ öffnen am Tag der Brieftaube ihre Taubenschläge:
Uwe Martens (Helmste, Heideweg 2, Tel. 83737); Heinz Oldenburg (Buxtehude-Dammhausen, Volkmannsweg 6, Tel. 04161 - 52858); Werner Risch, Jork, Koenigsmarckweg 10, Tel. 04162 - 6348); Wilhelm Engelken, Grundoldendorf, Haus Nr. 8, Tel. 04163 - 6222); Reinhard Wichern, Buxtehude-Hedendorf, Mühlenkampstr. 3, Tel. 04163 - 6430); Hans-Wilhelm Glüsen, Bliedersdorf, Taubenkamp 14, Tel. 04163 - 5256); Horst Pribnow, Nottensdorf, Am Brink 2, Tel. 04163 - 3701); Wilhelm Bredehöft, Harsefeld, Feldstraße 17, 21698 Harsefeld, Tel. 04164 - 4982; Ewald Lührs, Bliedersdorf, Zum Hohen Moor 18, Tel. 04163 - 4306; Hans-Hinrich Bredehöft Oersdorf, Heerstraße 10, Tel. 04166 - 844533.

• Die Züchter bitten um kurze telefonische Anmeldung.

Hier hat Hans-Wilhelm Glüsen mal die Taube in der Hand statt auf dem Dach. Der passionierte Brieftaubenzüchter gibt am kommenden Sonntag Einblicke in seine Arbeit
Hans-Wilhelm Glüsen öffnet am kommenden Sonntag 
seinen Taubenschlag für Besucher  Foto: jd
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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