Zeichen gegen Rassismus
Demo mit Menschenkette für Toleranz in Harsefeld

Auf dem Weg zur Herrenstraße: 40 Menschen beteiligten sich an der Menschenkette
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jab. Harsefeld. Rund 40 Menschen kamen am Freitag zum Harsefelder Rathaus, um an der Demonstration teilzunehmen und sich mit den "Black lives matter"-Protesten zu solidarisieren. Mit einer Menschenkette wollten sie ein Zeichen gegen Rassismus weltweit und für Toleranz setzen. Aufgerufen hatten der Arbeitskreis Asyl/Integration Harsefeld, die Bürgerinitiative Menschenwürde im Landkreis Stade, die evangelische Kirche Harsefeld, das MachMitZentrum für ehrenamtliche Integrationsarbeit im Landkreis Stade/Diakonieverband Buxtehude und Stade sowie der Flüchtlingsrat Niedersachsen.

Mit der Demonstration wollten die Organisatoren die Protestbewegung in den USA zwar unterstützen, die vor allem durch die Tötung des Schwarzen George Floyd während einer Festnahme in den USA Aufwind bekam. Doch man solle den Blick auch vor die eigene Haustür werfen, denn auch in Deutschland gebe es Rassismus. In allen Institutionen, allen voran der Polizei, komme er zum Ausdruck. Jeder Fall von Polizeigewalt, wie etwa beim erschossenen Flüchtling in Stade-Bützfleth, müsse vollständig aufgeklärt werden.

Auch auf die "prekären Zustände" in den Unterkünften der Flüchtlinge sowie auf die Diskriminierung in Ämtern und Behörden machten sie aufmerksam. Zu diesen Vorwürfen wollte sich Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann auf WOCHENBLATT-Nachfrage aber nicht äußern, da er sich nicht direkt angesprochen fühle.

Mit einer Menschenkette, bei der sich die Teilnehmer mit Absperrband zwar auf Abstand hielten, aber gleichzeitig auch verbunden blieben, ging es vom Rathaus zur Herrenstraße. Auf mehreren Hundert Metern standen sie so für acht Minuten und 46 Sekunden schweigend auf dem Bürgersteig - so lang wie George Floyd unter dem Knie eines Polizisten nach Luft rang. Danach ging es für weitere Redebeiträge zurück zum Rathaus.

Hier sprach auch Kananelo Litheko aus Südafrika, der sich derzeit als FSJler der Kirchengemeinde in Harsefeld befindet. Er weiß sehr gut, was es heißt, schwarz zu sein. "Es ist ein Kampf", so Litheko. Doch er glaubt an die Gleichheit und fordert alle auf, sich zu bilden. Denn Bildung sei die mächtigste Waffe, mit der die Welt verändert werden könne. Er machte zudem deutlich, dass die Prostestbewegung in den USA nie gesagt habe, dass nur das Leben der Schwarzen wichtig ist. Dafür hatten die Protestler immer wieder Kritik erhalten. "Alle Leben sind wichtig."

"Wir bestimmen, wie wir miteinander umgehen", so die Organisatoren. "Dort, wo uns im Alltag Rassismus begegnet, dürfen wir nicht untätig bleiben."

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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