Harsefeld-Fahne weht bald in "Down Under"

Theresa (li.) und Szòfia (re.) überreichten Jörli (2.vli.) und Vanessa zum Abschied die Harsefeld-Fahne   Fotos: jd
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Rund anderthalb Jahre will das Frauen-Duo durch Fernost reisen. "Um das Geld dafür zusammenzubekommen, haben wir unsere Klamotten auf Flohmärkten verkauft und neben unserem Beruf abends und an Wochenenden gekellnert", berichtet Vanessa. Unterwegs wollen sie ihre Reisekasse mit Gelegenheitsjobs aufbessern. Das restliche Hab und Gut haben Vanessa und Jörli bei ihren Eltern eingelagert: "Das sind nur noch ein paar Umzugskartons." Ansonsten sei das bisherige Leben ad acta gelegt, so wie die Arbeitsplätze: Beide haben ihre sichere Stellung aufgegeben.

"Ursprünglich war es nur eine Schnapsidee", sagt Jörli: "Wir saßen in einem Hamburger Beachclub und träumten davon, irgendwann auf Weltreise zu gehen." Der feste Entschluss reifte dann im Sommer heran: "Wir sagten uns: Wenn wir es jetzt nicht machen, dann werden wir es gar nicht mehr machen."

So gingen die angehenden Abenteurerinnen in die konkreten Planungen. Um schon mal eine Miete einzusparen, zogen die beiden Freundinnen, die sich seit ihrer Schulzeit am Harsefelder Gymnasium kennen, zusammen. Ihre Freundinnen Zsòfia Polyak und Theresa Voigt hatten schließlich die Idee mit der Harsefelder Fahne: Die Fahne, die Vanessa und Jörli auf der Abschiedsfeier überreicht bekamen, soll sich wie ein roter Faden durch die Blogeinträge ziehen, die die angehenden Abenteuerinnen regelmäßig unter der Internet-Adresse noanchor.blog posten wollen. "Die beiden haben von uns Daheimgebliebenen den Auftrag erhalten: Lasst die Harsefelder Fahne um die weite Welt ziehen und postet Bilder davon, damit wir hier zu Hause an euren tollen Erlebnisse teilhaben können", erklärt Zsòfia.

Die Geschichte kam auch Harsefelds Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann zu Ohren: Der reagierte spontan und lud die jungen Frauen ins Rathaus ein, um sie offiziell zu verabschieden und ihnen alles Gute für ihre Reise zu wünschen. "Lassen Sie zwischendurch mal von sich hören", gab Schlichtmann den jungen Frauen mit auf den Weg. "Und machen Sie den Namen Harsefeld in der Welt bekannt."

• Das WOCHENBLATT wird vermelden, sobald der Blog freigeschaltet ist, und dann regelmäßig über Vanessas und Jörlis Erlebnisse berichten.

Theresa (li.) und Szòfia (re.) überreichten Jörli (2.vli.) und Vanessa zum Abschied die Harsefeld-Fahne   Fotos: jd
Bürgermeister Rainer Schlichtmann wünschte den beiden jungen Frauen alles Gute für die Reise
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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