Letzte Maßnahme der Dorfentwicklung
Sanierung des Hollenbecker Friedhofs für 160.000 Euro

Neue Pflasterung und neue Wege: Der Friedhof in Hollenbeck soll unter anderem durch Fördermittel aufgehübscht werden
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jab. Harsefeld. Das letzte große Projekt der Dorfentwicklung in Hollenbeck steht an. Es handelt sich dabei um die Friedhofssanierung. Die Kostenschätzung der geplanten Arbeiten beträgt rund 160.000 Euro. Doch wer denkt, dass hier eine Luxus-Ruhestätte entsteht, der irrt. Neue Wege, Büsche und Tore sind die primären Maßnahmen, die dort umgesetzt werden sollen. Darüber informierte die Samtgemeinde in einer Infoveranstaltung in der Harsefelder Eishalle.

Seit zehn Jahren befindet sich die Gemeinde Hollenbeck in der Dorfentwicklung. Inzwischen seien hier drei Millionen Euro umgesetzt worden, berichtet Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann. Für den Friedhof, auf dem sich rund 100 Grabstellen befinden, gab es bereits eine Förderung über 40.000 Euro. Damit wurde der Platz rund um die Friedhofsglocke neu gepflastert. Über Spenden finanziert wurde zudem die Kapelle für 5.000 Euro renoviert. Nun folgt der letzte Schliff.

Die Zufahrt sowie der Zugang zur Kapelle soll mit Granitsteinen neu gepflastert werden. Der Palisadenzaun, der als Windschutz am Eingang dient, wird durch eine noch nicht feststehende Lösung ersetzt. Der Platz neben der Kapelle soll für Zelte bei Trauerfeiern weiterhin nutzbar bleiben.

Die Hauptwege sollen gepflastert werden, die übrigen Zuwegungen erhalten eine wassergebundene Decke. Diese ist nur in der Anfangszeit pflegeintensiv, sobald der Weg erhärtet ist, nicht mehr. Die historischen, aber sehr pflegeintensiven Feldsteine vor dem Denkmal werden durch Pflastersteine ersetzt, die zudem Barrierefreiheit gewährleisten.

Der Weg zum Kompostplatz wird neu gestaltet, die dortigen nicht mehr belegten Grabparzellen fallen weg. Die Hecken, die den Friedhof umgeben, werden teilweise neu gepflanzt. Der Blick in die Auenlandschaft aber soll frei bleiben. Aus Stahl werden neue Pforten gefertigt, die auch das große Problem mit den Rehen auf dem Friedhof lösen sollen.

Von der Samtgemeinde können die Hollenbecker mit einer Summe von 42.000 Euro rechnen. Die zunächst im Haushalt angegebenen 80.000 Euro sind nicht mehr nötig. Durch die Förderung der Dorfentwicklung stehen weitere 100.000 Euro zur Verfügung. Auf die Eigenleistung von 20.000 Euro durch die Hollenbecker sind alle sehr stolz, zeigt die Beteiligung von 100 Spendern doch die Bedeutung für die Bürger. Um zusätzlich Kosten einzusparen, schlug der Heimatverein vor, beispielsweise das alte Pflaster in Eigenleistung aufzunehmen sowie die Hecken gemeinschaftlich zu bearbeiten.

Mit der Umsetzung muss sich die Samtgemeinde beeilen. Die Arbeiten müssen bis zum 31. Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein, sonst verfällt die Förderung. Schlichtmann kündigte an, gegebenenfalls einen Verlängerungsantrag zu stellen. Um die Frist einhalten zu können, wurde der Auftrag bereits ausgeschrieben und vergeben. Änderungen und Vorschläge könnten aber sicher noch eingebracht werden, hieß es auf der Infoveranstaltung.

Neue Pflasterung und neue Wege: Der Friedhof in Hollenbeck soll unter anderem durch Fördermittel aufgehübscht werden
Das historische Kopfsteinpflaster soll einer barrierefreien Pflasterung weichen
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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