Hollenstedt oder Trelde?
Drestedter wünschen sich Wahlfreiheit für Grundschüler

Angeline Walters (li.) und Annelen Wilbrandt kämpfen für die Wahlfreiheit der Drestedter Eltern, wo ihre Kinder eingeschult werden | Foto: privat
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  • Angeline Walters (li.) und Annelen Wilbrandt kämpfen für die Wahlfreiheit der Drestedter Eltern, wo ihre Kinder eingeschult werden
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Drestedt ist ein kleines idyllisches Dorf mit rund 850 Einwohnern. Historisch gehörte Drestedt bis zum Jahr 1900 mit den Gemeinden Kakenstorf, Trelde und Sprötze zur Gemeinde Vierdörfer. Mit der Gebietstreform 1972 wurde Drestedt der Samtgemeinde Hollenstedt, Kakenstorf der Samtgemeinde Tostedt sowie Sprötze und Trelde der Stadt Buchholz zugeordnet. Das Heimatmuseum "Vierdörfer Dönz" erinnert an diese Zeit.
Genauso zerrissen wie die Geschichte sind auch die persönlichen Verflechtungen der Drestedter. Einige haben ihre sozialen Kontakte eher in Richtung Hollenstedt, arbeiten in die Richtung und kaufen dort ein, andere orientieren sich mehr in Richtung Buchholz. Dennoch müssen bisher alle Kinder in Hollenstedt eingeschult werden, egal, wo sie vorher in den Kindergarten gingen oder wo die Freunde eingeschult werden. Dies ist seit rund sechs Jahren so, damals entschied der Hollenstedter Samtgemeinderat, dass alle Kinder nach Hollenstedt müssen. Einige Eltern und ihre Kinder sind über diese Regelung unglücklich und wünschen sich die Wahlfreiheit zwischen den beiden Grundschulen.

Stellvertretend für die jungen Eltern in der 850-Seelen-Gemeinde kämpfen nun Angelina Walters und Annelen Wilbrandt mit der Elterninitiative "Grundschule Trelde - Drestedt" für die Wahlfreiheit. Jährlich werden rund zehn Kinder in Drestedt schulpflichtig und nur ein kleiner Teil, drei oder vier Kinder, würden gern die Einschulung in Trelde erleben.

Bernd Apel, Bürgermeister in Drestedt, unterstützt diese Initiative. "Als 2020 die Einschulung nach Hollenstedt beschlossen wurde, hat die Gemeinde Drestedt auch alles versucht, dies zu verhindern, ist allerdings gegen die Mehrheitsfraktion (CDU/SPD) in der Samtgemeinde Hollenstedt gescheitert", erklärt Bernd Apel gegenüber dem WOCHENBLATT. Unter anderem liege auch bereits vom 15. Juni 2020 eine schriftliche Erklärung des Drestedter Gemeinderates vor, die finanzielle Unterstützung anbietet.

Die Stadt Buchholz, die für die Grundschule Trelde zuständig ist, zeigt sich offen für Gespräche zur Lockerung der Schulbezirke: "Wenn der Samtgemeinderat Hollenstedt die Änderung der Schulbezirkssatzung beschließen sollte, steht die Stadt Buchholz selbstverständlich für Gespräche zur Verfügung, so wie in der Vergangenheit auch", so der Buchholzer Pressesprecher Oliver Sander.
Hollenstedts Samtgemeindebürgermeister Philip Werk erklärt dem WOCHENBLATT gegenüber allerdings, dass eine erste Rückmeldung aus Buchholz negativ verlaufen sei, nach dortiger Einschätzung befände sich die Grundschule Trelde derzeit an ihrer Kapazitätsgrenze. Trotzdem zeige er sich für weitere Gespräche offen. Die Hollenstedter Grünen haben für die kommende Samtgemeinderatssitzung den Antrag gestellt, dass die Verwaltung prüfen solle, ob und unter welchen Voraussetzungen für Kinder aus Drestedt  eine Wahlmöglichkeit zum Besuch der Grundschule Trelder eingeführt werden kann.

Dieses Thema steht auf der Tagesordnung des Hollenstedter Samtgemeinderates, der am Dienstag, 28. April 2026, um 19 Uhr im Landhaus Drestedt tagt.

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Angeline Walters (li.) und Annelen Wilbrandt kämpfen für die Wahlfreiheit der Drestedter Eltern, wo ihre Kinder eingeschult werden | Foto: privat
Drei oder vier Drestedter Kinder pro Jahr würden gern hier an der Grundschule in Trelde eingeschult werden, anstatt in Hollenstedt | Foto: sh
Redakteur:

Stefanie Hansen aus Tostedt

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