Engagiert für das Klima: Fridays for Futures-Demo in Neu Wulmstorf

In einer kleinen Choreographie wurde die Rolle von "Klimakiller" Donald Trump thematisiert   Fotos: mi
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  • hochgeladen von Mitja Schrader

200 Schüler in Neu Wulmstorf bei "Fridays for Future"-Demo vor dem Rathaus

mi. Neu Wulmstorf. Eine Weltbewegung erreicht Neu Wulmstorf: Rund 200 Schüler nahmen dort am vergangenen Freitag an einer "Fridays for Future"-Demonstration teil.
"Manche Leute sagen, wir kämpfen für unsere Zukunft. Das ist nicht wahr, mit unseren Aktionen kämpfen wir für die Zukunft aller", dieses Zitat der Schwedin Greta Thunberg (16), die als Begründerin der mittlerweile EU-weiten "Fridays for Future"-Demonstrationen gilt, klingt hochtrabend, ist aber die bittere Wahrheit. In der Wissenschaft ist kaum umstritten: Reduziert die Menschheit nicht die Emission klimaschädlicher Gase, wird das massive Auswirkungen haben. Kriege, Hunger, verstärkte Migration - alles Szenarien, die eine menschgemachte Veränderung des Klimas mit sich bringen können. Warum also muss sich die Weltgemeinschaft in Anbetracht dieser Bedrohungssituation immer noch mit humanoiden Klima-Killern vom Schlage eines Donald Trumps herumschlagen, warum gelingt es national und international nicht, verbindliche Klimaziele zu formulieren - von deren Umsetzung ganz zu schweigen? Das fragen sich - ausgehend von den "Fridays for Future"-Demonstrationen in Schweden - immer mehr Jugendliche und - anders als ihre Elterngenerationen - stellen sie sich diese Frage nicht im stillen Kämmerlein, sondern tragen sie jeden Freitag in die Öffentlichkeit. Auch in Neu Wulmstorf beteiligten sich vergangenen Freitag rund 200 Schüler, hauptsächlich vom Gymnasium, an einer "Fridays for Future"-Demonstration. Mit Protestchören wie "Wir sind hier und wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft raubt" oder schlicht "Kohlekraft ist sch..." wollten die Teilnehmer auf das Problem aufmerksam machen.
Organisiert wurde die Demonstration von den Schulsprechern und dem Schulsprecherrat.
"Für uns war das heute erst der Auftakt, wir werden nicht das letzte Mal demonstrieren", sagte Schulsprecherin Veronika Schuler. Die Schülerin zeigte sich zufrieden mit der Resonanz aus der Schülerschaft. Auch aus der Lehrerschaft gebe es, anders als oft behauptet, durchaus Sympatie für die Sache der Schüler.
Hintergrund: Auch im Landkreis wollten Schulleiter die von ihnen als "schwänzen" verstandenen politischen Aktionen der Schüler unterbinden. "Natürlich werden wir von verschiedener Seite mit dem Vorwurf konfrontiert", sagt Veronika Schuler. Allerdings: "Was sind schon einige Stunden schwänzen, wenn wir vielleicht überhaupt keine Zukunft haben?" Auch das klingt hochtrabend - doch ist es auch falsch?

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Zeigten sich zufrieden mit der Protestaktion: Schulsprecherin Veronika Schuler (l.) und Ann-Kathrin Lühr vom Schülerrat

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