Samtgemeinde Hollenstedt: Nur noch ein geringes Haushaltsdefizit

Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers
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Samtgemeinde will unausgeglichenen Haushalt verabschieden

mi. Hollenstedt. Das gab es wohl bisher noch nicht in der Samtgemeinde Hollenstedt: Wenn sich der Samtgemeinderat am kommenden Montag, 25. März, um 19.30 Uhr im Gasthaus Heins in Holvede zur Sitzung trifft, wird dort wohl ein nicht ausgeglichener Haushalt verabschiedet. Im Finanzausschuss am vergangenen Montag gab es bereits grünes Licht für das Zahlenwerk.
"Der Haushalt ist zwar unausgeglichen. Der Fehlbetrag beträgt aber lediglich noch rund 168.000 Euro. Außerdem können wir nach derzeitiger Berechnung bereits 2021 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen", so Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers. Laut Albers wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um den jetzigen Haushalt auf die Beine zu stellen.
Rückblick: Gestartet waren die Haushaltsberatungen noch mit einem Defizit von 1,2 Millionen Euro. Die Kredittilgung war außerdem nur noch über Kassenkredite finanzierbar.
Der Grund für das hohe Defizit sind die Ausgaben für die Kinderbetreuung. Die Kosten in diesem Bereich, so teilte es Kämmerer Wolfgang Raabe mit, seien von 2008 bis 2017 um 26,5 Prozent auf jetzt 2,06 Millionen Euro gestiegen. Es werde bis 2023 mit einer Gesamtsteigerung von über 50 Prozent gerechnet. Dazu kommen Millionen-Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung. So sind u.a. Neubauten in Moisburg und in Hollenstedt geplant. Auch die Beiträge für die Kreisschulbaukasse liegen, mit für 2019 angepeilten 606 Euro pro Schüler, auf einem Rekordwert.
Dass trotz dieser Ausgangslage das Defizit so signifikant gesenkt werden konnte, betrachtet Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers als großen Erfolg. "Wir haben in vielen Bereichen Einsparungen vorgenommen." So seien zum Beispiel im Bereich EDV 400.000 Euro eingespart worden. Auch die 2 Millionen Euro für den Neubau oder die Sanierung des Samtgemeinde-Rathauses seien aus dem Haushalt geflogen. Albers: "Stattdessen haben wir, bis wir wissen, wie es mit dem Rathaus weitergeht, nur 50.000 Euro Planungskosten eingestellt." Ein Glücksfall für die Gemeinde sei außerdem gewesen, dass die geplanten neuen Kitas rund 280.000 Euro günstiger gebaut werden könnten. Zum Schluss habe es auch noch mehr Mittel aus Schlüsselzuweisungen gegeben. Heiner Albers: "Die Beratungen waren sehr konstruktiv. Mit dem jetzt erzielten Ergebnis kann die Samtgemeinde gut arbeiten."

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