Feuerwehrbedarfsplan für Hollenstedt
Vor der MTF-Anschaffung wird ein Konzept erarbeitet

Bereits Ende 2019 machten (v. li.): Sophie Mundt, Claudia Mundt, Tino Buchard und Liane Buchard von der Freiwilligen Feuerwehr Regesbostel darauf aufmerksam, wie dringend 
Mannschaftstransportfahrzeuge benötigt werden
  • Bereits Ende 2019 machten (v. li.): Sophie Mundt, Claudia Mundt, Tino Buchard und Liane Buchard von der Freiwilligen Feuerwehr Regesbostel darauf aufmerksam, wie dringend
    Mannschaftstransportfahrzeuge benötigt werden
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bim. Hollenstedt. Bereits im Jahr 2019 hatte die Freiwillige Feuerwehr Regesbostel gehofft, von der Samtgemeinde Hollenstedt ein (gebrauchtes) Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) finanziert zu bekommen. Die Mittel waren in den Haushalt 2019 eingestellt, wurden dann aber auf Antrag eines CDU-Ratsherrn in einer Finanzausschuss-Sitzung wieder gestrichen. Kürzlich beschloss der Samtgemeinderat bei acht Enthaltungen die Aufstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes durch ein unabhängiges Ingenierbüro. Dafür wurden 17.000 Euro in den Haushalt 2021 eingestellt.
Stiller Protest mit
bedruckten T-Shirts

Ende 2019 hatten Sophie Mundt, Claudia Mundt, Tino Buchard und Liane Buchard von der Feuerwehr Regesbostel mit T-Shirts in einer Ratssitzung still protestiert. Mit Aufschriften wie "Dann bleibt die halbe Feuerwehr halt zu Hause", "Wer mit der Feuerwehr spielt, spielt mit dem Feuer" und: "So geht man nicht mit ehrenamtlichen Brandschützern um" machten sie ihrem Frust über das Warten auf das MTF Luft.
Gemeindebrandmeister Carsten Beneke hatte für die politischen Beratungen die Bedeutung der MTF für den Feuerwehrdienst dargelegt. Unter anderem fahren damit die Einsatzkräfte vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort, sodass Fahrten mit Privat-Pkw entfallen und nur noch eine statt neun Fahrten erfolgen müssen. Manche Einsatzorte auf Autobahnen und Bundesstraßen sind nur mit MTF erreichbar, weil damit Fahrten mit Sonderrechten möglich sind. Außerdem kommen die MTF in der Nachwuchsarbeit bei Fahrten der Kinder- und Jugendfeuerwehren zum Einsatz.
Wegen der Verabschiedung des Feuerwehrbedarfsplanes, mit dem die Bedarfe aller Wehren aufgelistet werden, sah Ingo Schwarz (SPD) die Beratungen über das MTV in der jüngsten Ratssitzung als entbehrlich an. "Wir sollten den Feuerwehren ein Signal geben und das Geld einstellen, aber das Ergebnis des Feuerwehrbedarfsplanes abwarten", empfahl Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers. Manfred Thiel (Grüne) konnte es nicht fassen: "Ich finde, der Umgang bei dem Thema gerät gegenüber den Feuerwehren zur Groteske", sagte er und verwies darauf, dass die Politik der Feuerwehr Regesbostel das MTF schon lange versprochen habe. Es sei selbstverständlich, die Wehren bedarfsgerecht auszustatten, so Manfred Cohrs (CDU). "Es wäre aber widersinnig, jetzt eine Investition auszulösen, deren Sinnhaftigkeit wir dann durch einen Gutachter feststellen lassen." Kay Wichmann (WGH), selbst Feuerwehrmann, erklärte sich damit einverstanden, den MTV-Bedarf im Zuge des Feuerwehrbedarfsplanes zu prüfen. "Aber dann muss der Feuerwehrbedarfsplan auch umgesetzt werden", betonte er.
Jeweils 40.000 Euro für
gebrauchte Fahrzeuge

Zumindest gibt es für die Feuerwehren nun eine Perspektive: Der Samtgemeinderat beschloss, im Haushaltsplan 2021/2022 die Anschaffungskosten für ein MTF mit jeweils 40.000 Euro für die Feuerwehren Regesbostel und Appel im Jahr 2021 und für die Feuerwehr Halvesbostel im Jahr 2022 einzustellen. Die Ausschreibung und Vergabe soll dann nach Vorliegen des Feuerwehrbedarfsplans und nach dessen Maßgaben erfolgen.
In der mittelfristigen Finanzplanung sollen 40.000 Euro im Jahr 2023 für ein MTF für die Feuerwehr Wenzendorf vorgesehen werden.
Wie Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers auf WOCHENBLATT-Anfrage mitteilte, sei der Auftrag für den Feuerwehrbedarfsplan vergeben. Er rechnet damit, dass die Ausarbeitung und die politischen Beratungen sechs bis sieben Monate dauern werden. Und dann vielleicht endlich das MTF für die Feuerwehr Regesbostel angeschafft wird.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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