Freisprechung der Baugewerke
Zwei junge Maurer erhielten ihre Gesellenbriefe
- Der Vorsitzende der Prüfungskommission Bertram Struwe (von links) sowie Berufsschullehrerin Birgit Kahrmann freuten sich mit Timo Ladwig und Bent Frings über die bestandenen Prüfungen. Obermeister Christian Effinger gratulierte ebenfalls
- Foto: ks
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Wenzendorf. „Ihr habt es nun endlich geschafft“, sagte Obermeister Christian Effinger auf der Freisprechung der Baugewerken-Innung des Kreises Harburg. Diese fand traditionell zusammen mit den Zimmerern im Wenzendorfer Hof Oelkers statt. Diesen Moment habt ihr euch hart erarbeitet.“
„In diesem Jahr sind es nicht so viele“, sagte Bertram Struwe der Vorsitzende der Prüfungskommission. Die Zahl der Maurer, die ihren Gesellenbrief erhielten, war mit zwei überschaubar. Bent Frings hatte bei Jörg Steffen in Kakenstorf und Timo Ladwig absolvierte die Ausbildung bei Cassen Cassens in Hollenstedt. Damit bestanden beide ehemaligen Azubis, die zur Prüfung angetreten waren. Wenn man bei Maurer nur an Steine und Beton denkt, widerspricht Bent Frings. „Wir haben es mit den verschiedensten Materialien zu tun. So muss man sich unter anderem auch mit Holz auskennen." Zum Beispiel in der Altbausanierung, wo Frings auch im Einsatz war: „Da musst man flexibel sein und auch mal aufs Dach.“ Durch die große Freisprechungsfeier zusammen mit den Zimmerern wurde auch die beiden mit großem Applaus in der Festscheune gefeiert. Obermeister Christian Effinger machte allen jungen Handwerkern während seiner Rede deutlich, was der Gesellenbrief und die Ausbildung bedeutet: „Es ist die Grundlage Eurer beruflichen Zukunft.“ Unter anderem stehen vom Meister bis zum Ingenieur unterschiedlichste Karrierewege offen.
Sie waren gut drauf“, machte auch Berufsschullehrerin Birgit Kahrmann der Unterricht mit den Handwerkern Spaß. In der Berufsschule hatten sie einige Fächer mit den Zimmerern zusammen und gingen mit ihnen auf die Abschlussfahrt nach Quedlinburg (Sachsen-Anhalt). Dort wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit den Handwerkskollegen über die dort bestehenden Fachwerksbauten diskutiert.
Es war die erste Freisprechung, die Bertram Struwe seit langer Zeit nicht als Lehrlingswart begleitete. 25 Jahre war er in dieser Position für die Innung im Einsatz. Er gehört aber noch der Prüfungskommission an. „Wir hätten uns mehr Auszubildende gewünscht“, blickt er über die Jahre zurück. Jetzt hat er aber die Hoffnung, dass durch die Künstliche Intelligenz wieder mehr junge Menschen das Handwerk zu schätzen wissen und auch den Weg zu den Baugewerken finden. Denn hier kann die KI bei der Umsetzung keine Menschen ersetzen. Dem 67-Jährigen, mit seinem Betrieb in Garlstorf folgte als Lehrlingswart Tobias Lübberstedt.
Redakteur:Karsten Schaar aus Winsen |
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