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Flüchtlinge in die Festhalle? Samtgemeinde Horneburg will Gebäude als Unterkunft und Lagerhalle nutzen

Ist im Moment Hauptgesprächsthema in Horneburg: die Festhalle
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Horneburg. Es ist im Moment das Gesprächsthema Nr 1. in Horneburg: die Zukunft der Festhalle des Schützenvereins. Kürzlich wurde bekannt, dass die Samtgemeinde die Absicht hat, die Halle längerfristig zu pachten, um sie als Notunterkunft für Flüchtlinge und als Depot für gespendete Gegenstände zu nutzen. Im Ort schlugen daraufhin die Wellen hoch: Etliche Bürger halten das für eine nicht hinnehmbare Zweckentfremdung. Andererseits ist aber Fakt, dass das sanierungsbedürftige Gebäude ohnehin nur an wenigen Tagen im Jahr genutzt wird: Zu den Proben- und Aufführungsterminen der Theatergruppe "Hörnborger Pannkoken" und während des Schützenfestes.

Für den Schützenverein stellt die in die Jahre gekommene Halle schon länger eine Belastung dar: Mit eigenen Mitteln können die Schützen die erforderlichen Sanierungsarbeiten nicht bewältigen. Da wären Einnahmen aus einer dauerhaften Verpachtung sicher hilfreich. Ob am Ende aber ein Vertrag zwischen Verein und Verwaltung zustande kommt, ist noch offen: "Es ist unglücklich, dass das Thema jetzt schon an die Öffentlichkeit gelangt ist", sagt Rathaus-Vizechef Knut Willenbockel. Noch gebe es bei dem seit September laufenden Gesprächen mit dem Verein keine spruchreifen Ergebnisse.

Laut Willenbockel hat die Samtgemeinde vor, in der Schützenhalle Mobiliar für die Asylbewerberquartiere sowie Sachspenden für die Flüchtlingsarbeit einzulagern. Außerdem solle ein Bereich abgeteilt werden, in dem bei Bedarf etwa 20 bis 30 Flüchtlinge provisorisch untergebracht werden können. Zudem könnte der Wirtsraum als Flüchtlingstreffpunkt und Unterrichtsraum für Sprachkurse dienen. Weiter sei angedacht, die im Gebnäude vorhandene Wohnung an Asylbewerber zu vermieten, so Willenbockel: "Diese Mieter sollen dann das Objekt betreuen." Das Angebot, die Halle zu pachten, ist dem Schützenverein im Dezember unterbreitet worden.

"Eine Lösung für die Theatergruppe wird sich bestimmt auch finden", meint Willenbockel. Die hatte vom Schützenverein bereits die Mitteilung erhalten, dass die Festhalle im kommenden Jahr für Aufführungen nicht mehr zur Verfügung steht. Auf eine einvernehmliche Lösung hofft auch Horneburgs Fleckens-Bürgermeister Hans-Jürgen Detje: "Die Theatertruppe muss ein vernünftiges Domizil erhalten."

Detje hätte es für sinnvoll gehalten, den Flecken von Anfang an in die Planungen einzubinden. "Schließlich geht es um Gruppen hier in Horneburg." Er zählt nun auf die Zusage aus dem Rathaus, sich mit allen Beteiligten an einem Tisch zusammenzusetzen. "Das wäre gleich am Anfang wichtig gewesen, doch besser verspätet als gar nicht", meint Detje.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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