Bunt, schräg und voller Phantasie
Horneburger Grundschüler gestalten Kunstwerke im Stil von Friedensreich Hundertwasser
- Einige Bilder entstehen auch in Teamarbeit Fotos: sb
- Foto: sb
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Krumm statt gerade, bunt statt uni, bewegt statt starr: All das steht für den bekannten österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928-2000). Seine ganzheitliche Sichtweise auf die Welt, aber auch seine stark naturverbundene Philosophie drückte er u.a. durch Formen und Farben in der Architektur aus. Auf seinen Spuren wandeln seit mehreren Monaten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Horneburg mit einem ganz besonderen Kunstprojekt.
Jeden Mittwoch treffen sich zwölf Mädchen und Jungen zwischen acht und elf Jahren, um gemeinsam mit der Buxtehuder Künstlerin Britta Lange sowie der Motopädin Bärbel Technau im Hundertwasser-Stil zu malen und zu gestalten. Zum Einsatz kommen Acrylfarbe, Wachsmalstifte, aber auch Pappmaché, Leim und vieles mehr.
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"Die Kinder haben sich in dieser Zeit enorm entwickelt", freut sich Britta Lange. "Sie sind offener und freier geworden und haben entdeckt, wie kreativ sie außerhalb der schulischen Norm seien können." Zum Projekt gehörte neben dem künstlerischen Schaffen auch ein Ausflug zum Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, wo sie den Spirit des Künstlers u.a. im Rahmen einer Führung hautnah erleben durften. Zudem erfuhren die Kinder nicht nur in der Praxis, sondern auch in der Theorie viel über Hundertwassers Technik und Denkweise. Vieles erfuhren sie spielerisch in der Bewegung. Hierfür kamen auf Initiative der Motopädin Bärbel Technau auch bunte, schwingende Tücher zum Einsatz.
• Finanziert wird das rund 8.000 Euro teure Projekt vom Bund bildender Künstlerinnen und Künstler im Rahmen des Programms "Wir können Kunst". Für die Schülerinnen und Schüler ist die Teilnahme kostenfrei. Kooperationspartner ist neben der Grundschule Horneburg, das Mehrgenerationenhaus Horneburg. Dorf werden die entstandenen Kunstwerke ausgestellt, die Vernissage ist am Freitag, 29. Mai, 18.30 Uhr. Zu sehen ist die Schau dort bis Freitag, 5. Juni.
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