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Wohin mit den Veranstaltungen?

Die Studie muss zeigen, ob Stechmann's Gasthof die neue Veranstaltungsstätte Horneburgs wird Foto: jab
Bauausschuss spricht sich für die Gaststätte Stechmann aus / Kosten zum Umbau werden geprüft

jab. Horneburg. Der Verkauf der Festhalle in Horneburg ist endgültig besiegelt und somit auch der Abriss im Mai (das WOCHENBLATT berichtete). Schon seit rund zwei Jahren steht im Flecken die Frage im Raum, wo in Zukunft Veranstaltungen stattfinden können. Damit befasste sich kürzlich in einer Sitzung der Horneburger Bauausschuss.

Bereits seit eineinhalb Jahren beschäftigt sich in Horneburg eine Arbeitsgruppe mit dem Thema "Veranstaltungsstätte". In Versammlungen und Workshops wurden dazu einige unterschiedliche Standorte diskutiert. Drei Stätten wurden dabei in die engere Wahl genommen, aber auf ein Endergebnis konnten sich die Beteiligten dennoch nicht festlegen. Stechmann's Gasthof, das jetzige Feuerwehrgerätehaus und ein möglicher Neubau "auf der grünen Wiese" waren die Standorte, die sich als Ersatz für die jetzige Festhalle angeboten haben.

Nun hat sich der Bauausschuss für den Gasthof Stechmann ausgesprochen und eine Machbarkeitsstudie für den Umbau empfohlen. "In dieser Studie sollen Schwachstellen und auch die Kosten für den Umbau geprüft werden", so Frank Irmer (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses Horneburg. Letztendlich müsse aber der Samtgemeinderat entscheiden, bevor es zur Studie und bei einem positiven Ergebnis zu einer Ausschreibung kommen könne.

Irmer setzt sich klar für den Erhalt der letzten ursprünglichen Kneipe in Horneburg ein. Hier könne man einfach mal hingehen und ein Bier trinken. "Das würde außerhalb nicht funktionieren", so der Vorsitzende.

Bisher habe man ergebnisoffen diskutiert und so keine klaren Antworten gegeben. Damit soll nun Schluss sein - daher die Studie, um Fakten zu schaffen. Zu den Standorten gibt es unterschiedliche Meinungen. "Alles hat seine Vor- und Nachteile", so Irmer. Innerhalb des Ortskerns komme es zwar zu Lärmemissionen, aber bei Stechmann's gelte der Bestandsschutz. Auch die Parkplatzsituation sei nicht die Beste, allerdings können Besucher zu Fuß zu dem zentral gelegenen Gasthaus kommen bzw. mit der S-Bahn anreisen, meint Irmer. Die Standorte beim alten Feuerwehrgerätehaus können dagegen mit der Anzahl an möglichen Parkplätzen punkten. Außerhalb "auf der grünen Wiese" wären Gäste allerdings immer auf ein Auto angewiesen. "Außerdem wäre eine Dauergastronomie wie jetzt, die sich von allein trägt, nicht möglich", erklärt er. Falls das Ergebnis der Studie nicht den Erwartungen der Stadt Horneburg entspricht, werde man den zweiten möglichen Standort überprüfen. Irmer sei auch weiterhin ergebnisoffen eingestellt, auch wenn er Stechmann's favorisiere.

Auch der Bürgermeister des Fleckens Horneburg, Hans-Jürgen Detje, spricht sich klar für den Erhalt der historischen Gaststätte im Ortskern aus. Durch die Städtebauerneuerung konnte die Attraktivität Horneburgs bereits enorm gesteigert werden. Nun müsse die Möglichkeit der Erweiterung und des Umbaus der Immobilie Stechmann geprüft werden. "Wir wollen unseren Ort attraktiver machen", so Detje. "Dazu gehören Wohnungen, Gastronomie und Kultur." Und der Gasthof eigne sich als Kulturstätte für Horneburg, weil er klein und gemütlich und somit optimal für Kleinkunst sei. In anderen Orten, wie Harsefeld, habe ein ähnliches Konzept auch schon geklappt, sagt der Bürgermeister und wünscht sich das auch für seinen Flecken.

Noch bis zum Ende des Jahres sollen die Fragen zum Standort geklärt sein, damit das Thema "Veranstaltungsstätte" in Horneburg möglichst zeitnah umgesetzt werden könne, so Detje. "Die Entscheidung muss endlich fallen", sagt er.