Eine Hommage an den „Grünen Pfeil“ - Hansestadt Hamburg schafft DDR-Import ab

Hat der „Grüne Pfeil“ bald ausgedient?

Noch immer gibt es Autofahrer, die fester Überzeugung sind, dass der „Grüne Pfeil“ nur dann zählt, wenn die Ampel ausfällt. Ich unterstelle, manchen ist das Verkehrszeichen wahrscheinlich noch nicht einmal aufgefallen. Offenbar war die Verwirrung am Ende so groß, dass die Stadt Hamburg in den vergangenen Jahren fast 200 der „Grünen Pfeile“ wieder abgebaut hat. Das zumindest berichtet die Wochenzeitung „Zeit“ in ihrem täglichen Newsletter „Elbvertiefung“. Der Hamburger Senat habe demnach mitgeteilt, dass es nur noch 168 „Pfeile“ gibt. 2002 hingen in Hamburg noch 360 Stück.
Das Verkehrszeichen war einer der wenigen DDR-Importe, der es in den Westen schaffte. Im Osten war der „Pfeil“ eine günstige Methode gewesen, den Verkehrsfluss zu steigern. Verkehrsexperten hofften auf diese Wirkung auch im Westen. Doch nun gibt es dafür die verkehrsabhängige Ampelsteuerung. Ob die besser funktioniert? Hunderte Pendler, die jeden Morgen und jeden Abend auf der Canteleu-Brücke in Buchholz im Stau stehend auf „Grün“ warten, sehen das vermutlich anders.
Für alle, die den „Grünen Pfeil“ noch einmal „in freier Natur“ erleben dürfen, hier die Gebrauchsanweisung. Der „Grüne Pfeil“ ist im Grunde wie ein Stoppschild für Rechtsabbieger - man muss kurz halten und darf dann auch bei „Rot“ fahren, aber eben nur, wenn die Straße frei ist.
Sascha Mummenhoff

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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