Bossard-Erweiterung
"Das ist eine einmalige Chance!"

Dr. Reinhard Feldhaus
3Bilder

Jesteburger CDU spricht sich für Bossard-Erweiterung aus / "Allerdings sind noch viele Fragen offen." 

mum. Jesteburg. Zwar hält der Coronavirus gerade die Welt in Atem. Doch Jesteburgs CDU verliert dabei eines der zuvor umstrittensten Projekte im Landkreis Harburg nicht aus dem Blick: die Mega-Erweiterung der Kunststätte Bossard (das WOCHENBLATT berichtete). "Wir befürworten und unterstützen die Kunststätte seit vielen Jahren. Deshalb freuen wir uns über die Idee der Stiftung, den Bossard neu zu denken, und möchten die Stiftung bei diesem Vorhaben konstruktiv begleiten", sagen Dr. Reinhard Feldhaus (designierter Vorsitzender des Jesteburger CDU-Vorstands), Bernd Jost (stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur) sowie Julia Neuhaus (Mitglied im Finanzausschuss und Schatzmeisterin des CDU-Ortsverbands). Die Stiftung ist verantwortlich für das Konzept "Bossard neu denken", für die Finanzierung und auch die laufende Unterhaltung der Kunststätte. Die Räte in Jesteburg hätten dagegen "nur" die Aufgabe, mit der Flächennutzungsplanung und der konkreteren Bebauungsplanung die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung zu schaffen. Außerdem sind die Jesteburger beim Thema Verkehr gefragt. So liegt zum Beispiel der mögliche Ausbau von Straßen in Gemeindehand, ebenso wie die Lenkung des Individualverkehrs. "Hier möchten wir konkret unterstützen und einen zukunftsorientierten mehrgliedrigen Ansatz mitentwickeln, denn der vorliegende Konzeptentwurf der Stiftung beinhaltet einen Vorschlag zur Verkehrserschließung, der hauptsächlich auf eine Anbindung über Pkw setzt: Parken zwischen Kunst und Natur." Das werde dem Lebensentwurf und der künstlerischen Identität von Johann und Jutta Bossard, nämlich Natur und Kunst als etwas Zusammengehöriges zu verstehen, nicht gerecht. "Wir sind der Überzeugung, dass eine autoarme oder vielleicht sogar autofreie Anbindung der bessere Weg ist", so Neuhaus. Deshalb schlägt die CDU vor, Bossard mit einem Mehr-Wege-Modell zu erschließen. "Fußgänger können von Jesteburg aus über den Natur-, Kunst- und Kulturpfad die Kunststätte erreichen. Für Radfahrer können vielfältige und vorhandene Radwege deutlich ausgeschildert werden. In Jesteburg und den umliegenden Gemeinden könnten zusätzlich Radstationen errichtet werden."
Darüber hinaus wünscht sich die CDU einen klug angelegten ÖPNV mit Heide-Shuttle, Bus und Bahn sowie einen Shuttle-Service bei Aktionstagen. "An der Kunststätte selbst wünschen wir uns nur ein spürbar reduziertes Angebot an Parkplätzen", so Neuhaus.
Das CDU-Trio ist sich sicher: "Insgesamt kann diese Investition mit dem großen Zuschuss an Bundesmitteln eine einmalige Chance und enorme kulturelle Aufwertung bedeuten sowohl für die Samtgemeinde wie den Landkreis als auch für die gesamte Lüneburger Heide." Auch die Jesteburger Kunst-und Kulturszene werde durch das Projekt gestärkt, zudem profitieren der Jesteburger Einzelhandel und die Gastronomie.
Der aktuelle Entwurf beinhaltet auch den Neubau eines weiteren Gebäudes in der Art einer Kunsthalle sowie die damit verbundene und veränderte Nutzung des Geländes. "Hierzu gibt es auch bei uns Fragen, genauso wie zur Namensgebung, der Gesamtfinanzierung, der Erweiterung und zur verlässlichen Gewähr für die Unterhaltung des Bossards", so Neuhaus. "Diese Fragen müssen im anlaufenden Planungsverfahren geklärt werden."

Lesen Sie auch:
Knappes Votum für die Bossard-Erweiterung

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Panorama
Coronatests sind noch immer wichtig
  2 Bilder

Wurden Corona-Testzentren viel zu früh geschlossen?

Experten warnen vor neuer Corona-Gefahr durch Urlaubsrückkehrer / Kritik aus der Politik (jab/thl). Sind die Corona-Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die z. B. an den Krankenhäusern Winsen und Buchholz sowie in Stade neben dem Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung standen, zu früh geschlossen worden? Zwar gab es bisher noch keinen großen Ansturm auf die Arztpraxen, in denen die Tests jetzt durchgeführt werden sollen. Doch das kann sich schnell ändern: Die...

Politik
Üppig zeigt sich das Jakobskreuzkraut auf der Ökokontofläche bei Ramelsloh und Ohlendorf

Giftige Pflanze in Seevetal
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Aufregung in Ramelsloh

ts. Ramelsloh. Das Jakobskreuzkraut breitet sich auf der sogenannten Ökokontofläche am Rübenberg und Hinter den Höllen in der Ortschaft Ramelsloh aus. Die giftige, hier heimische Pflanze kann die Gesundheit von Pferden und anderen Weidetieren bedrohen. Nach dem Verzehr können bereits geringe Mengen bei den Tieren zu Leberschäden führen. Bürger haben deshalb die Seevetaler Gemeindeverwaltung in einer E-Mail aufgefordert, das Jakobskreuzkraut auf der nachhaltig bewirtschafteten Fläche...

Politik
Auch bei den aktuell montierten Leitplanken sind die Pfosten dicht an dicht
  2 Bilder

Leitplanken an Bundesstraßen als Todesfalle

(bim). "Beplankung wirft Fragen auf" titelte das WOCHENBLATT (30a/2020) und informierte dabei über den vom Gesetzgeber beabsichtigten Zweck der Leitplanken, die seit 2017 an Bundesstraßen montiert werden. Wie berichtet, sollen dieses an "unfallauffälligen Streckenabschnitten", an denen "der kritische Abstand der Bäume zur Fahrbahn 4,50 Meter und weniger beträgt", für Sicherheit sorgen. Dazu erreichten uns folgende Leserzuschriften, deren Inhalte wir auszugsweise wiedergeben. • "Die Beplankung...

Panorama
  2 Bilder

20 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin und Erfinderin von Nivea soft
Das unbekanntes Doppelleben von Christel Lemm:

sla. Buxtehude. In diesem Monat feiert Christel Lemm ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren übt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende die Funktion der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude ununterbrochen aus. Von 1996 bis 2000 war sie bereits zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Aktuell steht sie dem Kulturausschuss als Ausschussvorsitzende vor, ist Beigeordnete im Verwaltungsausschuss, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen