Nur ein "drittklassiges Kunstding"

FDP-Chef Philipp-Alexander Wagner spricht sich gegen den Standort des "Spiegelhauses" aus
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  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

FDP schaltet Landkreis wegen des geplanten Spiegel-Kubus ein. 

mum. Jesteburg. Kunsthaus-Kuratorin Isa Maschewski hat für den nächsten Paukenschlag gesorgt: Seit bekannt wurde, dass sie einen Kubus ("Spiegelhaus") mit einer Seitenlänge von jeweils drei Metern zwischen Dorfbrunnen und Pastorenteich in der Nähe des Spethmann-Platzes aufstellen will, wird über das Projekt hitzig diskutiert. Kritiker halten vor allem den Standort für fragwürdig. Immerhin: Die Kosten in Höhe von 50.000 Euro trägt laut einer Mitteilung aus dem Rathaus der Jesteburger Kunstverein. Es heißt, ein anonymer Spender würde das Geld zur Verfügung stellen. Nachdem bereits die UWG Jes! das Projekt scharf kritisierte, kommt nun auch von der FDP deutliche Kritik. 
"Wir sind der Auffassung, dass ein solches Objekt eindeutig nicht in das Zentrum von Jesteburg passt", sagt FDP-Chef Philipp-Alexander Wagner. Das Objekt würde eine am Ortsbild orientierte Neugestaltung des Spethmann-Platzes nahezu unmöglich machen. Die FDP hat aber auch rechtliche Einwände: "Nach unserer Auffassung stellt sich die Frage, ob die Baumaßnahme nicht aufgrund der Gestaltungssatzung unzulässig ist", so Wagner. Aus diesem Grund hat er den Landkreis gebeten, diesen Punkt bei der Prüfung des Antrages des Kunstvereins auf eine Baugenehmigung zu überprüfen. "Egal, ob Dachziegel, Klinker oder Fensterrahmen, ob Außenwerbung oder Beleuchtung - das ist alles geregelt. Es kann doch nicht sein, dass wir mit Satzungen und Verordnungen unseren Ortskern vor Verschandelungen schützen und für so ein drittklassiges Kunstding plötzlich alles möglich gemacht werden soll", so Wagner. Mit dem Spiegel-Kubus würde gegen die Gestaltungssatzung in erheblichem Maße verstoßen werden. "Sollte dieses Kultur-Ding aufgestellt werden, wäre die Satzung nur noch ein Witz", ergänzt Frank Gerdes, der für die FDP im Samtgemeinderat sitzt. "Vielleicht sollten die Verantwortlichen ausnahmsweise mal auf die Jesteburger hören und ihre Bedenken ernst nehmen."

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