Der Nachwuchs macht Sorgen

Michael Panten, Obermeister der Innung für Elektrotechnik (re.), hatte mit seinen Vorstandskollegen zu einer Frühjahrsversammlung eingeladen
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Obermeister Michael Panten lud zur Frühjahrsversammlung der Innung für Elektrotechnik ein.

mum. Hanstedt. Michael Panten, der Obermeister der Innung für Elektrotechnik im Landkreis Harburg, ist zufrieden. "Wir haben zwei Mitglieder dazugewonnen." Insgesamt gehören der Innung jetzt 77 Mitglieder an. Dazu kommen noch neun "Gäste" und sieben Ehrenmitglieder. Das berichtete Panten jetzt während der Innungsversammlung im Hotel und Restaurant Sellhorn in Hanstedt. Sorge bereitet den Obermeister allerdings die Zukunft seines Berufsstands. "Der Facharbeitermangel ist bei uns extrem spürbar", so Panten. "Es ist nichts auf dem Markt." Zusätzlich erschwert wird die Arbeit durch neue gesetzliche Regelungen. Als Beispiel nannte Panten die Leiharbeit. "Bereits nach neun Monaten sind wir nun verpflichtet, einem Leiharbeiter den gleichen Lohn zu zahlen, wie unseren festangestellten Mitarbeitern." Eingeschlossen in die Gleichbehandlung seien auch zusätzliche Leistungen wie ein Firmenhandy und ein -fahrzeug.
Auch der Blick auf den eigenen Nachwuchs lässt die Innungs-Mitglieder nicht gänzlich zufrieden sein. Lehrlingswart Karsten Maack berichtete, dass dem vierten Lehrjahr nur noch 14 Auszubildende angehören. Im dritten Jahr sind es 24 und im zweiten 25. "Da wir für das aktuell erste Lehrjahr 40 Anmeldungen hatten, konnten wir sogar zwei Klassen starten", so Maack. Sollte sich jedoch die Zahl reduzieren, würden die Klassen zusammengelegt werden. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Thomas W. Jobmann, wies er allerdings auf die schwachen Prüfungsergebnisse der Auszubildenden hin. Von 19 Schülern haben nur neun die Zwischenprüfungen bestanden", so Jobmann. "Ich habe das Gefühl, dass die jungen Leute ein Problem mit ihrem Zeitmanagement haben und dann nicht rechtzeitig fertig werden." Zudem würden einige der Schüler resistent gegenüber Beratung sein. Er regte deswegen an, die Auszubildenden an den Kosten für die Nachschulung zu beteiligen. "Ich kann mir vorstellen, dass wir als Arbeitgeber die Kosten im Erfolgsfall übernehmen. Geht die Prüfung daneben, zahlen die angehenden Gesellen einen Teil selbst."
Panten äußerte sich positiv gegenüber der Verbandsarbeit. "Unsere Homepage ist auf dem aktuellen Stand. Unter anderem haben die Mitglieder die Möglichkeit, mit wenigen Klicks einen eigenen Flyer zu gestalten." Ebenfalls gelungen sei der Stellenfinder, auf den bereits 13.000 Mal zugegriffen wurde. "Interessenten können dort Zeugnisse und Bewerbungen online hochladen", so der Obermeister. Die Innung für Elektrotechnik sei zudem weiterhin Sponsor der deutschen Junioren-Mannschaft im Handball. "Vielleicht bringt uns das noch zusätzliche Auszubildende", hofft Panten.

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Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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