"Famila" feiert Grundsteinlegung des neuen Warenhauses in Jesteburg
"Mit ganz viel Herzblut"

Setzten den Grundstein für den "Famila"-Markt in Jesteburg (v. li.): Stephan Karstens (Bauunternehmer), Christian Lahrtz ("Famila"-Geschäftsführer), Fritz Philip Langness ("Famila"-Geschäftsführer), Hermann Langness (geschäftsführender Gesellschafter Bartels-Langness), Udo Heitmann (Jesteburger Bürgermeister) und Hans-Heinrich Höper (Samtgmeinde-Bürgermeister)
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  • Setzten den Grundstein für den "Famila"-Markt in Jesteburg (v. li.): Stephan Karstens (Bauunternehmer), Christian Lahrtz ("Famila"-Geschäftsführer), Fritz Philip Langness ("Famila"-Geschäftsführer), Hermann Langness (geschäftsführender Gesellschafter Bartels-Langness), Udo Heitmann (Jesteburger Bürgermeister) und Hans-Heinrich Höper (Samtgmeinde-Bürgermeister)
  • Foto: mum
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Eröffnung ist für den November geplant.

mum. Jesteburg. Das Wetter passte zur Stimmung: Gastgeber und Gäste strahlten am Mittwoch mit der Sonne um die Wette. Auf der "Famila"-Baustelle in der Schützenstraße in Jesteburg wurde die Grundsteinlegung gefeiert. Nach jahrelangem Ringen um den Standort geht es nun mit großen Schritten voran.
Die Grundsteinlegung ist der erste Meilenstein für den Neubau. "Anfang 2011 haben wir nach der Ausschreibung der Gemeinde mit der Projektentwicklung begonnen", so "Famila"-Geschäftsführer Christian Lahrtz. Damals hätte es 14 Mitbewerber um die Fläche, auf der sich die Festhalle des Jesteburger Schützenvereins befand, gegeben. Am Ende musste sogar ein Bürgerentscheid bemüht werden. "Die Teilnahme war höher als bei so mancher Kommunalwahl", so Lahrtz. Schließlich gab es ein deutliches Votum für "Famila". "Deshalb haben wir viel Energie in diesen Standort investiert und freuen uns jetzt umso mehr, dass wir nach acht Jahren im Herbst endlich eröffnen können. Wir werden mit viel Herzblut dabei sein, um den Jesteburger das zu geben, was sie verdienen - einen richtig guten Supermarkt." Die Eröffnung ist für November dieses Jahres geplant.
Eine aktuelle WOCHENBLATT-Ausgabe, der positive Ratsbeschluss von 2011 sowie der abschließende Rechtskraftbeschluss des B-Plans wurden feierlich in die seitlichen Röhren des wuchtigen Grundsteins gesteckt. Eingemauert in der Wand des Windfangs wird die Vorderseite des Grundsteins für Kunden sichtbar sein, die Unterlagen bleiben auf ewig darin verwahrt. Bei der Auswahl der Dokumente hatte Lahrtz die gesamten Unterlagen durchgeblättert. "Sie füllen eine ganze Schrankwand", so der Unternehmer. Das dürfte vor allem daran gelegen haben, dass das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Genehmigung des ersten B-Plans gestoppt und ihn für unwirksam erklärt hatte. Der B-Plan hatte gegen das Raumordnungsprogramm verstoßen: Großflächiger Einzelhandel durfte in Jesteburg nur in der Ortsmitte ansiedeln, zudem war die geplante Verkaufsfläche von 3.220 Quadratmetern zu groß. Die Nachbargemeinde Hanstedt hatte gegen die Ansiedlung des Marktes in Jesteburg geklagt und gewonnen.
Dass es jetzt doch grünes Licht für den Supermarkt gab, ist einer Novelle des Raumordnungsprogramms zu verdanken. Denn mit der Änderung können neue Lebensmittelmärkte auch außerhalb des Ortszentrums entstehen, wenn eine Ansiedlung im Ortskern nicht möglich ist. Entscheidend ist auch, dass der Markt mit einer Verkaufsfläche von 2.420 Quadratmetern deutlich kleiner wird als ursprünglich geplant.
Dort, wo bereits die ersten Stützen für das Gebäude stehen, werden schon in wenigen Monaten mit Ware gefüllte Regale, Kassentische und Bedienungstresen stehen. "Die Bauarbeiten gehen gut voran", so Lahrtz. Im hinteren Teil wird das Gebäude zweigeschossig gebaut. Im ersten Stock werden Verwaltungs- und Technikräume eingerichtet, im Erdgeschoss die Fleischerei. Im Eingangsbereich ziehen ein Bäcker und ein Zeitschriftenladen mit Lottoannahmestelle und Postdienstleistungen ein. Vor dem Gebäude entstehen rund 160 Pkw-Stellplätze.
"Famila" errichtet den Markt nach aktuellen Erkenntnissen einer ökologischen und modernen Bauweise. Etwa die Hälfte der Dachfläche wird begrünt. Beim Ladenbau kommen verglaste Kühlmöbel und LED-Leuchtmittel zum Einsatz. Eine Anlage für Wärmerückgewinnung verwertet die Abwärme von den Kühlanlagen. Zudem gibt es ein Blockheizkraftwerk.
Das "Famila"-Sortiment umfasst rund 40.000 Artikel. Der Schwerpunkt liegt auf den Frischebereichen. Ob exotisch oder aus der Region, pur oder in den Convenience-Truhen küchenfertig zum Mitnehmen - die Auswahl an Obst und Gemüse ist groß. Ein weiterer Höhepunkt im Frischeangebot sind die Bedientresen. "Wir führen etwa 400 Fleisch- und Wurstwaren, darunter exklusiv Rindfleisch der Marke Block House und Leckereien der Hausfleischerei", sagt der Geschäftsführer. Am Käsetresen können die Kunden aus etwa 400 Käse-Sorten aus aller Welt wählen.
Außer den kulinarischen Leckereien bietet "Famila" auch eine Auswahl an Drogerieprodukten, Haushalts- und Schreibwaren, Printmedien, CDs/DVDs, Auto- und Fahrradzubehör sowie Spielwaren und Elektroartikel.
"Famila" wurde 1974 in Kiel gegründet und gehört zur Bartels-Langness-Unternehmensgruppe. "Famila"-Nordost betreibt 87 Warenhäuser im norddeutschen Raum. Mit rund 7.000 Mitarbeitern zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern der Region. In den Standort Jesteburg investiert "Famila" nach eigenen Angaben neun Millionen Euro - 60 Arbeitsplätze sollen entstehen.

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