Fußball-Profis pflücken im Alten Land

Engagieren sich für einen guten Zweck (v.l.): Initiator Jan Schierhorn, Pauli-Trainer Ewald Lienen und Udo Feindt von Obsthof Feindt
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  • Engagieren sich für einen guten Zweck (v.l.): Initiator Jan Schierhorn, Pauli-Trainer Ewald Lienen und Udo Feindt von Obsthof Feindt
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FC St. Pauli unterstützt durch Ernteeinsatz gemeinnützigen Safthersteller aus Hamburg
ab. Jork/Hinterdeich. Ein ungewohntes Bild bot sich am vergangenen Mittwochnachmittag dem aufmerksamen Betrachter: Statt mit dem runden Leder auf Tore zu ballern, tummelten sich die Profi-Fußballer des FC St. Pauli um Trainer Ewald Lienen zwischen Apfelbäumen im Alten Land. Auf dem Obsthof Feindt in Interndeich pflückten die Jungs vom Millerntor gut zwei Stunden lang das reife Obst. Mit einem beachtlichen Ergebnis: Insgesamt gut fünf Tonnen Äpfel der Frühsorte Delbar Estival kamen bei diesem Einsatz zusammen. Damit "erwirtschaften" die Kicker rund 10.000 Euro für den gemeinnützigen Hamburger Safthersteller "Das Geld hängt an den Bäumen".
"Das war nicht nur Arm- sondern auch Beinarbeit", scherzte Mittelfeldspieler Marc Rzatkowski im Anschluss. Die vollen Eimer mussten schließlich über die Plantagen bis zum Hof gebracht werden.
Von Betreuern und Fans über Raumpflegerin und Vorstand - insgesamt 150 Mann waren mit den Profi-Fußballern auf dem Obsthof angereist. Initiiert hatte die Ernte-Aktion Jan Schierhorn, Geschäftsführer des gemeinnützigen Saftherstellers. Er hatte die Kiezkicker und den Obsthof zusammengebracht.
Auch Udo Feindt von Obsthof Feindt war von der Aktion begeistert. "Als vor vier Wochen bei uns angefragt wurde, haben wir sofort zugesagt", sagt er.
Die "Kiezhelden" engagieren sich für soziale Zwecke und konnten an ihrem sogenannten Social Day mit der Pflück-Aktion Gutes tun. Bereits einen Tag zuvor hatten sich die Profi-Kicker unter dem Motto "Refugees welcome" mit einer Partie gegen Borussia Dortmund in Hamburg für Flüchtlinge eingesetzt.
Über die Verpflegung konnten die Hamburger nicht klagen: Sie stärkten sich nach getaner Arbeit bei einem "Apple-Crumble" aus dem Laurens-Janssen-Haus aus Wilhelmsburg.
Bei "Das Geld hängt an den Bäumen" sorgen Menschen mit Handicap dafür, dass gespendetes Obst gesammelt, zu Saft gepresst und verkauft wird. Der gesamte Erlös fließt wieder in das Projekt zurück und finanziert so die vorhandenen Arbeitsplätze.
Übrigens: Die Flaschen mit den gepflückten Äpfeln der Sankt-Paulianer wird es bald im Fanshop des Vereins zu kaufen geben - oder bei einem der kommenden Heimspiele.
Weitere Infos zu dem gemeinnützigen Apfelsaft-Hersteller unter www.dasgeldhaengtandenbaeumen.de. Mehr über die "Kiezhelden" unter www.fcstpauli.com.

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