Der Altländer Dirk Köpke wird mit der "Schwalben willkommen"-Plakette ausgezeichnet
Jork: Bei ihm sind Schwalben zu Hause

Seit Kurzem hängt an Dirk Köpkes Hauswand die Plakette vom NABU, "Hier sind Schwalben willkommen"
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ab. Jork. Von Dirk Köpke aus Jork-Wisch kann man sagen, dass er mit Schwalben quasi aufgewachsen ist. "Schwalben haben hier schon immer genistet", erzählt der 66-Jährige, der in seinem Elternhaus lebt. In diesem Jahr waren es insgesamt 29 Paare, darunter auch Mauersegler. Für sein Artenschutzengagement wurde der Altländer jetzt vom NABU Stade und dem Landkreis mit der "Schwalben willkommen"-Plakette ausgezeichnet. 
Drei Schafe, Hühner, ein vor dem Schlachten geretteter Ziegenbock, ein Nymphensittich, zwei Hunde und drei Katzen - dass Dirk Köpke ein Herz für Tiere hat, lässt sich kaum leugnen. Auch wenn ein paar von ihnen durch seine beiden Töchter in seine Obhut gelangten - bei ihm finden sie ein schönes Zuhause in artgerechter Haltung. 

Auch Rauch- und Mehlschwalben sowie Mauersegler haben bei dem gelernten Schachtmeister im Landschaftsbau genügend Platz zum Brüten: Zahlreiche Nester wurden am Haupthaus, an den Scheunen und im Scheuneninneren gebaut. "Früher waren die Nester der Rauchschwalben in der Diele", erinnert sich der Jorker. Nach einem Umbau des Gebäudes seien die Vögel dann zum Nisten in die Scheune umgezogen.

Während die Schwalben ihre Nester selbst bauen - zum Teil an skurrilen Orten wie auf einem von der Scheunendecke hängenden Haken -, hat Dirk Köpke den Mauerseglern diverse Nisthilfen gezimmert und mithilfe einer langen Leiter außen unter dem Dach angebracht. "Wenn alle Eltern zur Futterjagd losgeflogen sind, war im Hof richtig viel los." Wie es dazu kam, dass Dirk Köpke die Schwalben-Plakette verliehen wurde, lag an einem Aufruf des NABU in Hannover, den seine Tochter in der Zeitung gesehen hatte. Es ging darum, die Schwalbennester am eigenen Haus zu zählen und dem NABU zu melden. "Im nächsten Jahr werde ich das wohl wieder machen", sagt Köpke. Denn die Zahl der Nester variiere von Jahr zu Jahr.

Doch nicht nur die Zweibeiner im Hause Köpke mögen die fröhlichen Vögel - auch die zweijährige altdeutsche Schäferhündin Luna scheint sie zu mögen. Der Tierfreund berichtet, dass seine Hündin ihm kürzlich mit ihrem Verhalten gezeigt hatte, dass im Rosenstrauch unter dem Dachfirst etwas lag. "Tatsächlich war ein Mauersegler-Vogelküken aus dem Nistkasten gefallen. Ohne Luna hätte ich das nicht bemerkt." Dirk Köpke holte seine lange Leiter und setzte das Vogeljunge zurück in den Kasten. Er konnte beobachten, dass dem Küken nichts passiert war. "Die Eltern haben es sofort wieder angenommen und gefüttert."

Derzeit nisten noch sechs Vogelpärchen bei dem Altländer. Erfahrungsgemäß ziehen die letzten Ende September davon. Einige wird Dirk Köpke in diesem Jahr wohl wiedersehen: Zwischen seinen Scheunen hat er einen Draht gespannt - damit sich die Tiere vor ihrem Abflug in ihre afrikanischen Winterquartiere dort sammeln können.

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