"Kaputte Boards sind kostbar"

Christoph Reimers' Geschäftsidee ist so einfach wie genial: aus ausrangierten Skateboards werden allerhand neue Produkte
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Panorama

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

os. Winsen. Das sind traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldete am heutigen Donnerstag, 26. November, gleich fünf weitere Menschen, die am oder mit dem Coronavirus gestorben sind! Damit steigt die Gesamtzahl der Toten seit Ausbruch der Pandemie von 33 auf 38. Nach Angaben von Kreissprecher Andres Wulfes wohnten zwei der jetzt Verstorbenen im Alten- und Pflegeheim Heidehaus in Jesteburg. Zudem wurden zwei Personen nachgemeldet, die im Landkreis Harburg wohnten, aber in Krankenhäusern in...

Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
Abgründe im Tostedter Jugendzentrum

bim. Tostedt. Der Tatvorwurf liest sich laut Aktenlage recht "nüchtern": sexuelle Nötigung und Vergewaltigung zwischen Dezember 2015 und September 2016. Doch die jetzige Verhandlung am Amtsgericht Tostedt offenbarte Abgründe im Tostedter Jugendzentrum (JUZ) - egal, was sich damals wirklich zugetragen hat. Ein ehemaliger JUZ-Leiter (40) soll eine pädagogische Kraft (46) bei zwei Gelegenheiten gewaltsam an die Wand gedrückt, sie an Brust und Scheide angefasst und vor ihr onaniert haben und ein...

Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
Stader ergattert 50.000 Euro durch Soforthilfe-Programme

wei. Stade. Der 40-jährige Hauptangeklagte G. und sein 51-jähriger mutmaßlicher Komplize K. standen am Montag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade. In Handschellen wurde G. in den Saal geführt. K. ist dagegen auf freiem Fuß und kam verspätet mit der Bahn an. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, durch Betrug einen fünfstelligen Betrag aus den Corona-Soforthilfe-Programmen erhalten zu haben. Dazu machte er bewusst falsche Angaben. K. stellte dafür seine Ausweisbilder zur...

bc. Jork-Moorende. Ideen muss man haben. Als Christoph Reimers noch selbst auf dem Skateboard stand, hat er sich aufs Fahren und Tricksen konzentriert. Heute interessieren ihn ausrangierte Decks. Der 28-jährige studierte Landwirt aus Jork-Moorende recycelt zusammen mit seinem Freund Tim Müller (29) alte Skateboards und wandelt sie in kreative neue Produkte um. Der Renner sind Topfuntersetzer für 18 Euro das Stück. Von denen verkauft die junge Firma "207" mittlerweile mehr als 100 im Monat. Und das junge Duo will das Geschäft weiter ausbauen. "Mich hat es fasziniert, die Form des Skateboards zu abstrahieren", sagt Christoph Reimers.

Die Geschäftsidee ist so einfach wie genial: "Kaputte Skateboards sind kostbar." Der Geistesblitz traf den Jungunternehmer im Winter 2008, als er zum ersten Mal die Stichsäge in der heimischen Werkstatt in die Hand nahm und aus alten Boards Topfuntersetzer zurechtsägte. "Den ersten habe ich an meine Oma verschenkt. Die fand ihn toll", erzählt Christoph Reimers. Fahrt nahm die ganze Geschichte drei Jahre später auf, als ihn auf einem Kunsthandwerkermarkt in Hamburg eine Ladenbesitzerin aus St. Pauli ansprach, die begeistert war von der Kreativität der Altländer. Sukzessive baute Reimers ein Verkaufsnetz auf. Schnell waren weitere Artikel erfunden: Armreifen, Ohrstecker, Eierbecher, Serviettenringe, Weihnachtsdeko, etc.

35 Läden in ganz Deutschland und den Niederlanden verkaufen derzeit die recycelten Skateboards von "207". "Eine richtige Zielgruppe gibt es nicht", sagt Christoph Reimers. Vor allem Designaffine und Ästheten haben Lust auf die individuellen, handgefertigten Einzelstücke aus dem Alten Land.

Knackpunkt ist der Materialnachschub. Anfangs sammelten die Jungunternehmer die alten Decks der Kumpels ein, jetzt kaufen sie Ausschussware auf und arbeiten mit Skateshops und Skatehallen zusammen. "Wir haben an die 40 Recycling-Partner gewinnen können", sagt Christoph Reimers. Der Clou ist auch gut für Umwelt: In Zusammenarbeit mit der Plattform "rideforearth.com" pflanzt "207" pro fünf wiederverwerteten Boards einen Baum in den Alpen.

Das Potenzial ist riesig. Weit mehr als 100.000 Skateboards werden pro Jahr in Deutschland verkauft. Ob Christoph Reimers und sein Geschäftspartner irgendwann hauptberuflich ins Skateboard-Recycling einsteigen, ist ungewiss: "Eigentlich soll das Ganze für uns ein Nebenerwerb bleiben." Einen Namen haben sich die Jungs in der Szene schon jetzt gemacht.

www.zweihundertsieben.de

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

Service

Maskenpflicht!!! Inzidenzwert liegt am 27.11. bei 71,4
Landkreis Stade: 1.000er-Marke bei Corona-Infizierten überschritten

jd. Stade. Die Gesamtzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Stade hat am Freitag, 27. November, die 1.000er-Marke überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind kreisweit bisher 1.007 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit kommt laut der offiziellen Statistik auf etwas mehr als 200 Landkreis-Bewohner ein Corona-Infizierter. Die Dunkelziffer der Corona-Infizierten dürfte um einiges höher liegen, da viele Fälle gar nicht erkannt werden. Mit dem Verhältnis von 200 zu 1...

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