Nachbargemeinden wollen gemeinsam mehr erreichen
Über Kreisgrenze hinweg: Kooperation von Jork und Neu Wulmstorf
- Mit den unterzeichneten Projektsteckbriefen (v.li.): Partho Banerjea und Tobias Handtke (Neu Wulmstorf) sowie Matthias Riel und Sandra Cordes (Jork)
- Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wer kennt es nicht? Jenseits der Kreisgrenze ist manches anders. Die Mülleimer haben eine andere Form und Farbe, die Straßen sind mit einem anderen Fahrbahnbelag versehen und selbst die Blitzer sehen unterschiedlich aus. Zuständigkeiten wechseln, als würde ein unsichtbarer Zaun den Alltag der Bürgerinnen und Bürger teilen.
Dass es auch anders geht, zeigen nun die Gemeinden Neu Wulmstorf (Landkreis Harburg) und Jork (Landkreis Stade). Beide Kommunen haben eine Vereinbarung zur interkommunalen Zusammenarbeit unterzeichnet – und damit bewusst ein Signal gesetzt: Zusammenarbeit funktioniert auch über Kreisgrenzen hinweg.
Erste Projektsteckbriefe unterzeichnet
„Die kommunale Ebene steht vor vielfältigen Herausforderungen, die sich gemeinsam besser bewältigen lassen“, betonen die Verantwortlichen. Insbesondere Sandra Cordes (Jork) und Partho Banerjea (Neu Wulmstorf) haben die Initiative ergriffen und erste Kooperationsfelder ausgelotet. Kürzlich unterzeichneten Neu Wulmstorfs Bürgermeister Tobias Handtke und sein Jorker Amtskollege Matthias Riel gemeinsam mit ihren Teams die ersten Projektsteckbriefe für den Start in die interkommunale Zusammenarbeit unterzeichnet.
- Bei der gemeinsamen Projektbesprechung im Rathaus von Neu Wulmstorf erfolgte die Unterzeichnung der Vereinbarungen zur Interkommunalen Zusammenarbeit
- Foto: Gemeinde Neu Wulmstorf
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Voneinander lernen und sich unterstützen
Dabei geht es zunächst um ganz praktische Dinge: Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit, gemeinsame Lösungen im Sitzungsmanagement, Kooperation bei Digitalisierungsthemen – und sogar den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. „Uns geht es vor allem darum, Kompetenzen und Ideen gegenseitig zu nutzen, voneinander zu lernen und unseren Kolleginnen und Kollegen bedarfsgerechte Unterstützung zu geben“, heißt es aus den Verwaltungen.
Rathäuser sollen sich ergänzen
Die Vereinbarung ist als freiwillige, offene Zusammenarbeit gedacht. Niemand will Doppelstrukturen schaffen, vielmehr sollen sich die Rathäuser ergänzen. Schon bestehende Projekte mit anderen Partnerkommunen sollen durch diese neue Achse zwischen Jork und Neu Wulmstorf gestärkt werden. Die beiden Bürgermeister betonen die Win-Win-Situation: „Wir möchten aus der Zusammenarbeit nicht nur lernen, sondern auch neue Projekte entwickeln.“
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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