Lydia Freienberg leistet Präventivarbeit
Cybergrooming kann überall passieren

Lydia Freienberg leistet Präventivarbeit zum Thema Cybergrooming | Foto: Freienberg / Polizei
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Tödlicher Verkehrsunfall in Ahlerstedt
Motorradfahrer stirbt nach Zusammenstoß

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Ahlerstedt ist am Montagmittag ein 40 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Seine 27-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich gegen 12.20 Uhr auf der Straße Großer Damm. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 40-Jährige aus der Region Hannover mit einer Harley-Davidson aus dem Ortskern von Ahlerstedt in Richtung Ahrensmoor unterwegs. Auf dem Motorrad...

Blaulicht

Buchholz
Einbruch in ein Einfamilienhaus

Während der Abwesenheit der Hauseigentümer begaben sich in der Buchholzer Märchenstraße im Zeitraum von Freitagmorgen bis Samstagvormittag, 18./19. September bislang unbekannte Täter auf die Rückseite eines Grundstückes. Hier drangen sie durch Gewalteinwirkung auf die Terrassentür in das Einfamilienhaus ein. Die Räume des Hauses wurden betreten und durchsucht, anschließend flohen die Täter in unbekannte Richtung. Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, wendet sich bitte an die...

Blaulicht

Seevetal
Tesla ohne Strom stehengeblieben, Fahrer unter "Strom" gefahren

Am frühen Morgen des 20. Septembers erhielt die Polizei der Gemeinde Seevetal eine Mitteilung über einen liegengebliebenen Pkw. Bei dem besagten Pkw handelte es sich um einen Tesla, welcher aufgrund mangelnder Stromversorgung an der Hanstedter Straße zum Stehen gekommen war und nicht mehr weiterfahren konnte. Vor Ort stellen die Polizisten ebenfalls den Fahrer des Teslas fest, bei diesem ist ein deutlicher Alkoholgeruch wahrzunehmen. Die männliche Person räumt gegenüber der Polizei den...

Blaulicht

Welle
Nach tödlichem Unfall auf der B3 - Anwohner fordern mehr Sicherheit

Der tödliche Verkehrsunfall am 18. September 2026 an der B3 in Höhe der Straße Am Kamp in Welle hat nicht nur bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für große Bestürzung gesorgt. Rund 65 von ihnen versammelten sich jetzt, um gemeinsam ihres verstorbenen Nachbarn zu gedenken, Geschlossenheit zu zeigen und ihre Forderung nach mehr Verkehrssicherheit zu unterstreichen.  Wie berichtet, war an dem Freitag gegen 15.15 Uhr ein 67-jähriger Mann beim Überqueren der B3 von einem Pkw erfasst worden und noch...

Blaulicht

Buchholz
Alkoholisiert: Erst gestürzt, dann mit Pkw losgefahren

Durch andere Verkehrsteilnehmer wurde am Freitagmittag, 18. September, ein Fahrzeugführer gemeldet, der zuvor auf einem Parkplatz gestürzt und dann mit einem PKW weggefahren sei. An einer Haltelinie treffen die eingesetzten Polizeibeamten auf den Fahrzeugführer und können eine Alkoholisierung und weitere, körperliche Einschränkungen als Ursache für den Sturz feststellen. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert von 2,45 Promille. Es wird ein Strafverfahren eingeleitet, eine Blutprobe entnommen und...

Blaulicht

Feuerwehrübung in Tostedt
Keine Sorge, wenn etliche Feuerwehrfahrzeuge durch die Gemeinde fahren

Nicht wundern und besorgt sein, wenn am Samstag, 26. September 2026, im Bereich Tostedts viele Feuerwehrfahreuge zu sehen sind, Dabei handelt es sich um eine größere Feuerwehrübung, an der die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd des Heidekreises beteiligt ist. Zwischen 10 und etwa 15 Uhr werden vom Schützenplatz in Tostedt aus zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge auf den Straßen im Bereich Tostedt unterwegs sein und von dort den Übungsort anfahren. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft bittet...

Blaulicht

Bei Herz-Stillstand entscheiden die ersten Minuten
Lebensretter in Gräpel: Neue AED-Gruppe der Feuerwehr ist einsatzbereit

Wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt jede Minute. In Gräpel gibt es deshalb jetzt zusätzliche Hilfe: Seit Kurzem ist die neue AED-Gruppe der Ortsfeuerwehr offiziell einsatzbereit. Speziell geschulte Feuerwehrleute können bei medizinischen Notfällen mit der Wiederbelebung beginnen und einen Defibrillator einsetzen, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Eine Besonderheit: Die Gräpeler Einheit ist bereits die 50. Feuerwehr-AED-Gruppe im Landkreis Stade. Mehr als ein Jahr Arbeit steckt in...

Blaulicht

Welle
Tödlicher Unfall auf der B3 in Welle: Fußgänger von Auto erfasst

Ein Mann wollte in Welle eine Straße überqueren. Dabei wurde er von einem Pkw  von einem Autofahrer erfasst und tödlich verletzt worden. Nach ersten Polizeiangaben wollte der Mann gegen 15.15 Uhr die Bundesstraße 3 in Höhe der Straße "Am Kamp" überqueren. In diesem Bereich führt der Fußgängerweg über die Straße. Auf der Bundesstraße gilt dort Tempo 70. Dashcam zeigt tödlichen Unfall  Beim Überqueren der Straße wurde der Mann von einem Fahrzeug erfasst, der in Richtung Welle fuhr. Der Passant...

Blaulicht
Die Polizei griff bei den Streitereien der Jugendlichen ein | Foto: André Welle
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Stadtfest Buchholz
Polizeieinsatz - Vandalismus und Gruppenschlägerei

Mit Ausnahme einer größeren Schlägerei, die sich aber erst nach dem späten Stadtfestende zu Samstag zwischen zwei streitenden Personengruppen ereignet hatte und keine Unbeteiligten traf, verlief das alle Tage sehr gut besuchte Stadtfest aus polizeilicher Bewertung insgesamt friedlich. Dennoch kam es zu einigen Einzelfällen körperlicher Auseinandersetzungen oder Sachbeschädigungen: In der Nacht von Samstag auf Freitag wurden einige Stände und umliegende Geschäfte an den Fenstern beschädigt. Am...

Blaulicht

Neu Wulmstorf
Stretch-Limousine ohne Versicherungsschutz - auch lange Anzeigenliste

Eine Kontrolle einer Stretch-Limousine auf dem Autohof Rade an der BAB1 endet am späten Samstagnachmittag (19. September) mit diversen Strafanzeigen. Der Versicherungsschutz des fast neun Meter langen Fahrzeugs ist erloschen und das Fahrzeug seit Anfang des Monats außer Betrieb gesetzt. Gegen den Fahrzeugführer sowie den Halter der Stretch-Limousine werden Strafverfahren u.a. wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet. Die Weiterfahrt mit der...

Das Zeitalter der Digitalisierung eröffnet unendlichen Zugang an Wissen und ermöglicht es, in Kontakt mit Menschen auf der ganzen Welt zu treten. Doch das birgt auch ein gewisses Risiko, denn gerade für Kinder kann dieser Zugang zur Gefahr werden: Cybergrooming nennt man die Anbahnung von sexuellem Kontakt mit Minderjährigen im Internet. Das englische Wort "grooming" heißt übersetzt soviel wie "striegeln" und soll das perfide und subtile Herantreten von Täterinnen und Tätern an ihre Opfer verdeutlichen.
Hauptkommissarin und Beauftragte für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Harburg Lydia Freienberg (Foto unten) ist regelmäßig im Auftrag der Prävention, unter anderem für Cybergrooming, unterwegs. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wird sie am Donnerstag, 13. April, ab 19 Uhr auch in der Gemeinde Neu Wulmstorf (Familienzentrum, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 14) ein. Eltern, Kinder und Interessierte aufklären. Mehr Infos unter www.neu-wulmstorf.de.

"Das Thema ist mir sehr wichtig, da das Dunkelfeld sehr hoch ist", so Freienberg. Experimente hätten gezeigt, dass Kinder online extrem häufig von Erwachsenen mit der Absicht des sexuellen Missbrauchs angeschrieben werden. Denn das ist Cybergrooming: sexueller Missbrauch. Dabei ist es egal, ob der Täter oder die Täterin das Nacktbild eines Kindes einfordert oder ein Nacktbild an das Kind verschickt. Bei beidem ist schon der Versuch strafbar. Seltener, aber umso schlimmer ist es, wenn es zu einem Treffen in der realen Welt kommt. Lydia Freienberg will deshalb nicht nur Eltern und Erwachsene informieren, sondern auch Kinder für das Thema sensibilisieren.

Eltern sollten bei der Internetnutzung des Kindes auf Offenheit und Kommunikation setzen | Foto: Pexels / Julia M. Cameron
  • Eltern sollten bei der Internetnutzung des Kindes auf Offenheit und Kommunikation setzen
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Kindern rät sie, auf ihr Bauchgefühl zu hören und misstrauisch zu sein. Nicht jeder gibt online sein wahres Alter oder seinen wahren Namen an. "Es ist besonders perfide, wenn Täterinnen und Täter sich das Vertrauen ihrer Opfer erschleichen. Sie geben sich als gleichaltrig aus und schaffen so eine gemeinsame Basis mit dem Kind", erklärt die Hauptkommissarin. Das dann richtig einzuschätzen, sei besonders schwer für Minderjährige. Wichtig sei es für die Jungen und Mädchen auch, darauf zu achten, wie die Person schreibt. Passt alles zu gut zusammen, vermeidet der Chatpartner Video- oder Telefonanrufe oder möchte das Gegenüber sofort in einen privaten Chat wechseln? Dann ist Vorsicht geboten. Auch sei es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass sie immer ablehnen dürfen, egal was von ihnen verlangt wird, und dass sie im Notfall mit den Eltern reden können. "Eltern sollten bei der Internetnutzung ihres Kindes stetig in Kontakt bleiben und kommunizieren", sagt Lydia Freienberg. "Kinder heutzutage kennen die Welt nur mit Internet, es hilft nicht, nur Verbote auszusprechen." Dabei helfe beispielsweise der Mediennutzungsvertrag, der Familien beim Aufstellen von Regeln unterstützt (https://www.mediennutzungsvertrag.de/).

Wichtig sei es auch, zu wissen, dass Cybergrooming auf jeder Plattform stattfinden kann, die eine Chatfunktion hat. Selbst wenn ein Spiel für Kinder ab sechs Jahren ist, bedeute das nicht, dass das Kind dort sicher ist. Pädosexuelle Täterinnen und Täter stünden nicht mehr am Schulhof, sie lauern in den Tiefen des Internets. Nur durch die strafrechtliche Verfolgung können sie aus der Anonymität geholt werden, verdeutlicht Lydia Freienberg. Deshalb ist es extrem wichtig, eine Straftat oder den Versuch sofort zur Anzeige zu bringen.

Mehr Hilfe zum Thema Internetnutzung Minderjähriger unter www.klicksafe.de/. Lydia Freienberg informiert auch über ihre Instagramseite unter www.instagram.com/polizei.lkharburg.lf/.

Lydia Freienberg leistet Präventivarbeit zum Thema Cybergrooming | Foto: Freienberg / Polizei
Eltern sollten bei der Internetnutzung des Kindes auf Offenheit und Kommunikation setzen | Foto: Pexels / Julia M. Cameron
Redakteur:

Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf

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