Neu Wulmstorfs Lutherkirchengemeinde nimmt zu Bauplänen Stellung
Diakonischer Fußabdruck für neues Baugebiet in Neu Wulmstorf gewünscht

Am Kirchberg südlich der Lutherkirche soll bezahlbarer Wohnraum entstehen
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sla. Neu Wulmstorf. Weil einige Ratsmitglieder im Einvernehmen mit der Kirche das geplante Bauvorhaben am Kirchberg umsetzen wollen, hat der Kirchenvorstand der Lutherkirche jetzt nochmal konkret erläutert, wie er sich das neue Wohngebiet südlich der Lutherkirche vorstellt. Grundsätzlich begrüßt die Lutherkirchengemeinde die Baupläne. "Durch die bauliche Erschließung des an das Kirchengelände angrenzenden Grundstücks rücken wir wieder dichter ans Zentrum", sagt der Vorsitzende des Kirchenvorstands Wilfried Hochfeld. Unbedingt erstrebenswert sei es allerdings, dass bei diesem Baugebiet direkt neben der Kirche der "diakonische Fußabdruck" berücksichtigt wird. Konkret bedeutet das, dass dort Wohneinheiten entstehen sollen, die zu besonderen Bedingungen vermietet werden.
Für das Etikett „bezahlbarer Wohnraum“ seien genaue rechtliche Bestimmungen zielführend: Einige Wohneinheiten werden Mietern zu einem Mietzins überlassen, der – um Sozialverträglichkeit wirklich zu fixieren – angelehnt ist an die vom Landkreis Harburg definierten angemessenen Unterkunftskosten. Die Angemessenheit von Unterkunftskosten orientiert sich im Landkreis Harburg mangels anderer möglicher Kriterien an den äußersten Grenzen der Wohngeldtabelle.
Aufgrund dieser Voraussetzung gelten für Neu Wulmstorf die folgenden Mietobergrenzen als angemessen. Die Werte beziehen sich auf die Bruttokaltmieten, das heißt, dass die Kaltmiete inklusive der Betriebskosten, aber ohne Heizkosten dargestellt ist: Wohnungen mit einer Grundfläche bis 50 Quadratmetern werden für maximal 578 Euro vermietet, aber so, dass der Quadratmeterpreis nicht 11,56 Euro übersteigt.
Wohnungen mit einer Grundfläche bis Quadratmeter werden für maximal 700 Euro vermietet, aber so, dass der Quadratmeterpreis nicht 11,66 Euro übersteigt. Wohnungen mit einer Grundfläche bis 75 Quadratmetern werden für höchstens 833 Euro vermietet, aber so, dass der Quadratmeterpreis nicht 11,10 Euro übersteigt. Wohnungen mit einer Grundfläche bis 90 Quadratmetern werden für 972 Euro vermietet, aber so, dass der Quadratmeterpreis nicht 10,80 Euro übersteigt.
Wohnungen mit einer Grundfläche bis 100 qm werden für max. 1.111 Euro vermietet, aber so, dass der Quadratmeterpreis nicht 11,11 Euro übersteigt.
Es sei unbedingt erstrebenswert, dass die Verpflichtung zu dieser Mietobergrenze auf einen längeren Zeitraum (beispielsweise 20 Jahre) terminiert und juristisch festgeschrieben werde. Definiert der Landkreis Harburg neue Mietobergrenzen, so sind sie bei Neuvermietungen bindend.
Damit der Wohnraum mit Recht als sozial deklariert werden kann, sei bei den Wohnungen neben der Mietobergrenze auch auf die Größe der Grundfläche zu achten. In Anbindung an diese Auflage sollen 1-Personen-Wohnungen maximal 50 qm haben, 2-Personen-Wohnungen 60 qm, 3-Personen-Wohnungen 75 qm, 4-Personen-Wohnungen 90 qm und 5-Personen-Wohnungen bis zu 100 qm groß sein.
"Der diakonische Fußabdruck bedeutet für uns weiterhin, das soziale Profil des neuen Wohngebietes muss signifikant sein. Es ist unbedingt erstrebenswert, dass dort auch bis zu 50 Prozent Mehrfamilienhäuser errichtet werden", so Hochfeld. Die Lutherkirchengemeinde sei lediglich Nachbar des Grundstücks. Der Kirchenvorstand habe daher keine Forderungen zu stellen. Doch die diakonische Einflussnahme sei auf dem Wohnungsmarkt bitter nötig. "In Neu Wulmstorf ist bezahlbarer oder gar sozialer Wohnraum Mangelware."
Würde dort ohne diakonischen Fußabdruck gebaut oder mit dem Stichwort bezahlbarer Wohnraum Etikettenschwindel betrieben, wären wir keine Unterstützer eines solchen Projektes", sagt der Vorsitzende. "Wir sehen in unseren Forderungen einen wichtigen Impuls."

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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