Neu Wulmstorf: "Mit 18 Vorsitzende? Schräg"

Hat sich gut "eingefuchst": die jüngste Ratsfrau der Region, Timea Alicia Baars (SPD)
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

Ein Jahr Ratsfrau in Neu Wulmstorf: Timea Alicia Baars (SPD) blickt zurück

ab. Neu Wulmstorf. Vor einem Jahr zog Timea Alicia Baars (19, SPD) nach den Kommunalwahlen in den Neu Wulmstorfer Rat ein. Damit war sie jüngstes Ratsmitglied im Landkreis Harburg. Wie waren die ersten zwölf Monate im Amt? Das WOCHENBLATT hat nachgefragt.

Das erste Amtsjahr sei sehr schnell rumgegangen, stellt Timea Baars fest und erinnert sich an den aufregenden Start. „Als ich angefangen habe, gingen gerade die Haushaltsberatungen los. Da musste ich mich ziemlich schnell einarbeiten, was ganz schön aufwendig war“, sagt die junge Politikerin. „Außerdem wurde ich gleich Vorsitzende und habe den Jugendausschuss geführt - mit 18 Jahren eine Art Vorgesetzte alteingesessener Politiker? Das war ganz schön schräg.“

Sie selbst fand sich am Anfang furchtbar“, doch alles habe sich prima eingespielt. Was das Duzen betrifft - unter den Genossen der SPD ein Automatismus - müsse sie inzwischen aufpassen, dass sie nicht auch andere Politiker versehentlich so anspreche. „Aber die politische Arbeit macht mir großen Spaß“, resümiert Timea Baars.

Wofür sie sich in den vergangenen Monaten verstärkt eingesetzt habe, sei die Verbesserung der Busverbindungen mit dem Resultat, dass seit Ende August mehr Busse fahren als vorher: In der Woche gibt es jetzt zwischen 15 und 20 Uhr einen 20-Minuten-Takt der beiden Kernortlinien 440 (Freibadlinie) und der Ringlinie (540). Nun müsse man sehen, ob die Veränderung gut angenommen werde. Denn in diesem Bereich habe sie einiges gelernt: „Zum einen muss die Auslastung stimmen, es macht keinen Sinn, wenn nur drei Menschen in einem Bus sitzen. Zum anderen lassen sich nicht einfach so neue Fahrzeiten einführen, da fließen viele Faktoren mit ein“, sagt Baars. Doch auch mit der Rufbuslinie gebe es zusätzlich eine gute Alternative.

Außerdem sei sie froh über den Fortgang des Masterplans, der die Ortsentwicklung Elstorfs behandelt. „Fraktionsübergreifend haben wir einen guten Blick darauf, dass die Planungen zur B3neu in Elstorf nicht gefährdet werden.“

Ihr erstes Jahr habe sie ebenfalls dazu genutzt, tiefer in die Materie einzusteigen. „Bevor ich etwas Größeres anstoße, möchte ich einen besseren Überblick in die Abläufe bekommen und mehr Wissen erlangen“, so die 19-jährige Jurastudentin.

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