S-Bahn pendelte nur zwischen Buxtehude und Stade
Polizei ermittelt: Brandanschlag stoppte Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag pendelt seit Dienstagmittag zumindest wieder die S5 zwischen Buxtehude und Stade | Foto: bc/msr
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+++ UPDATE: Die Sperrung der Bahnstrecke Hamburg - Cuxhaven ist am heutigen Mittwochmorgen aufgehoben. Es fahren wieder Züge der S-Bahn und des Regionalexpress RE 5 (START Unterelbe). Allerdings müssen Fahrgäste noch mit Verspätungen rechnen. Die Bahn rät Reisenden, auf jeden Fall mehr Zeit einzuplanen.

Für tausende Pendler aus dem Landkreis Stade und aus Neu Wulmstorf (Landkreis Harburg) begann der Dienstagmorgen (14. Juli) mit einer bösen Überraschung: Es fuhren weder S-Bahn noch Regionalexpress (START). Der S-Bahn-Verkehr auf der Strecke zwischen Neugraben und Stade kam komplett zum Erliegen, gleichzeitig stellte auch der Regionalexpress RE5 zwischen Hamburg und Cuxhaven seinen Betrieb ein. 

Auslöser ist nach bisherigen Erkenntnissen ein mutmaßlicher Brandanschlag auf einen Strom- bzw. Verteilerkasten an der Bahnstrecke in Höhe von Neu Wulmstorf. Bei dem Brand wurden Signalleitungen beschädigt. "Die Polizei geht derzeit von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus", erklärte der Pressesprecher der Polizeiinspektion Harburg, Polizeihauptkommissar Jan Krüger. Entsprechende Spuren sollen gesichert worden sein. Weiter unklar ist, ob es sich um Vandalismus oder gezielte Sabotage gehandelt hat. Die Ermittlungen werden jetzt von der Generalstaatsanwaltschaft Celle geführt, die bei mutmaßlichen Terroranschlägen zuständig ist. 

Bereits im November brannte es an der Bahnstrecke in Höhe von Neu Wulmstorf, wobei die bisherigen Ermittlungen dazu im Sande verliefen:
 

Zugausfälle zwischen Neugraben und Buxtehude: Es war wohl Sabotage

"Aktuell fährt keine S5 zwischen Hamburg-Neugraben und Stade", hieß es den gesamten Dienstag auf der Internetseite der Hamburger S-Bahn. Als Grund wurde angegeben: "Dringende Instandsetzungsarbeiten an der Strecke nach einem Feuerwehreinsatz." Die Bahn bat Zugreisende,  "alternativ den eingerichteten Ersatzverkehr mit Bussen" zu nutzen. Wie lange die Reparatur der beschädigten Leitungen dauert, ist offenbar unklar: „Eine Prognose zur Dauer der Streckensperrung ist aktuell nicht möglich“, teilt die S-Bahn mit. Damit war den ganzen Tag über völlig offen, wann der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden kann.

Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung

Nach Angaben der Polizei wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag gegen 1.15 Uhr zunächst Feuerschein an einem Technikgebäude am Bahnübergang Elstorfer Heuweg gemeldet. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war dieses Feuer nahezu erloschen. Etwa 50 Meter entfernt entdeckten die Einsatzkräfte jedoch einen brennenden Verteilerkasten. Durch das Feuer wurden Signalleitungen zerstört, sodass der Bahnverkehr eingestellt werden musste. Inzwischen geht die Polizei von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen übernommen.

Zeugen, die in der Nacht im Bereich des Bahnübergangs am Elstorfer Heuweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. 04181 - 2850 bei der Polizei zu melden.

Ein Stromkasten – und der gesamte Bahnverkehr steht
Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit der Bahninfrastruktur auf. Offenbar reicht es aus, einen einzigen Stromkasten anzuzünden, um den Bahnverkehr auf einer kompletten Strecke lahmzulegen. 

Einschränkungen bleiben weiter bestehen
Pendlern bleibt deshalb derzeit nur, die aktuellen Informationen auf den Internetseiten von Start Unterelbe sowie der S-Bahn Hamburg regelmäßig zu verfolgen und deutlich mehr Zeit für ihre Fahrten einzuplanen. Besonders für Berufspendler aus dem Landkreis Stade dürfte der Ausfall der S5 und des RE5 auch im weiteren Tagesverlauf erhebliche Einschränkungen mit sich bringen.

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Jörg Dammann aus Stade

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