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Olympia in Tokio - Pro und Kontra
Sinnvolles Fest des Sports oder Seuchenspiele?

Heftig umstritten: Die Olympischen Spiele, die derzeit in der japanischen Hauptstadt Tokio stattfinden | Foto: Bryan Turner/unsplash
  • Heftig umstritten: Die Olympischen Spiele, die derzeit in der japanischen Hauptstadt Tokio stattfinden
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Sport
Tizian Backhaus (links), hier im Spiel gegen Ahlerstedt/Ottendorf, erzielte im Spiel gegen Drochtersen/Assel II den Ehrentreffer | Foto: ks
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1:3 beim SV Drochtersen/Assel II
Buchholz verliert die Generalprobe

ks. Buchholz. Die Generalprobe vor dem Oberliga-Saisonstart ging verloren. Die Fußballer des TSV Buchholz 08 verloren das letzte Testspiel, vor dem Saisonstart, beim niedersächsischen Oberliga-Aufsteiger SV Drochtersen/Assel II mit 1:3. Zunächst fiel es dem TSV schwer, Zugriff auf das Spiel zu finden. „Drochtersen war frischer, schneller im Kopf und deutlich präsenter“, sah TSV-Trainer Marco Spangenberg in der ersten Halbzeit. Jakob Schulz sorgte mit einem Eigentor für die Führung der...

Sport
Nach der Proklamation: Schützenkönigin Elsbeth Arnold (2. v. re.) mit (v. re.) ihren Adjutantinnen Yvonne Schröder und Birgit Schröder sowie dem ersten Kommandeur Thomas Lohff | Foto: Schützenverein Hanstedt
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Historische Proklamation
Elsbeth Arnold ist erste Hanstedter Schützenkönigin

Mit einer historischen Proklamation der neuen Majestäten endete jetzt das Hanstedter Schützenfest. Für Präsident Peter Ehrhorn, den ersten Kommandeur Thomas Lohff und den ersten Schießwart Andreas Kleemann war es das letzte Fest in ihren jeweiligen Positionen. Als Premiere durften diesmal auch die Damen auf den Vogel schießen, und so sicherte sich Elsbeth Arnold (76) als erste Frau in der 76-jährigen Geschichte des Schützenvereins Hanstedt den Königstitel. Sie behauptete sich dabei erfolgreich...

Sport
Eimil mit seinem Motocross-Bike auf "seinem" Übungsplatz | Foto: sts
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Vollgas mit sechs Jahren
Emil aus Ahlerstedt erobert die Motocross-Strecke

In einem Alter, in dem andere Kinder noch Fahrradfahren lernen, saß Emil Siedler aus Ahlerstedt bereits auf einem kleinen Motorrad. Heute ist der Sechsjährige Nachwuchsfahrer beim MSC Elstorf und nimmt an ersten Motocross-Rennen teil. Hinter seinen Erfolgen stehen Talent und Ehrgeiz, aber auch viel Training, hohe Kosten und eine Familie, die den Sport gemeinsam trägt. Die Leidenschaft begann mit vier Jahren Mit vier Jahren bekam Emil sein erstes Pocketbike, ein kleines Motorrad für Kinder. Helm...

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Bianca und Andreas Krause sind das neue Tostedter Königspaar | Foto: sh
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Traditionsreiches Königshaus Krause
Andreas Krause "der Zielstrebige" regiert die Tostedter Schützen

"Ich habe meinem Schwiegervater versprochen, seine Tochter einmal zur Königin zu machen," erklärte Andreas Krause in seiner Antrittsrede. Der gebürtige Rheinländer kam nach Norddeutschland und kannte das Schützenwesen nicht, lernte es erst durch seine Frau Bianca und ihre Eltern Bernd und Susi kennen. Der 33-jährige Bundeswehrsoldat ist erst seit zwei Jahren im Tostedter Schützenverein und für ihn war es trotzdem schon jetzt genau der richtige Zeitpunkt, auf den Vogel zu schießen. Um 16.43 Uhr...

Sport
Susann Dau, Jörg David, Ramona und Patrick Hassa, Kerstin und Stefan Kubbe | Foto: Anika Werner
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Schützenfest Luhdorf-Roydorf 2026
Schützenkameradschaft lädt zum großen Festprogramm ein

Wenn in Luhdorf die Schützen marschieren, Musik durch den Ort klingt und auf dem Festplatz die Fahrgeschäfte ihre Runden drehen, steht einer der Höhepunkte des Jahres bevor: Die Schützenkameradschaft Luhdorf-Roydorf lädt zu ihrem Schützenfest 2026 ein. Von Sonntag, 2. August, bis Sonntag, 16. August, erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm aus Schießwettbewerben, traditionellen Festakten, Umzügen, Musik, Tanz und zahlreichen Angeboten für Kinder und Familien. Den Auftakt bildet...

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Der Schützenkönig 2025, Jürgen Meyer, entledigte sich seiner Orden  | Foto: Silke König
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Vahrendorf feierte 107. Schützenfest
Gut Schuß, aber kein König

Trotz einer enormen Schussbeteiligung bleibt der 1919 gegründete Schützenverein Vahrendorf und Umgebung am Ende des diesjährigen Schützenfestes ohne Königspaar. Der Vogel musste am Sonntagabend symbolisch beerdigt werden. Ein Zustand, den es in dieser Art zuletzt vor 14 Jahren, im Schützenjahr 2012/13, gegeben hat und über das sich der 1. Schriftführer Hans-Herbert Hain „überhaupt nicht glücklich“ zeigte. „Es hat in diesem Jahr keiner den Mut, die Lust, die Verantwortung übernehmen wollen“...

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Ein „wilder Haufen“ regiert jetzt in Brobergen

Zwei Tage lang wurde in Brobergen Schützenfest gefeiert – und das bei bester Stimmung. Trotz durchwachsener Wetterprognosen blieben die Umzüge trocken, sodass gemeinsam gesungen, getanzt und geschunkelt werden konnte. Höhepunkt des Schützenfestes war die ebenso spannende wie unterhaltsame Proklamation, bei der der Erste Vorsitzende Jörg Elfers die neuen Würdenträger augenzwinkernd als "einen wilden Haufen" bezeichnete. Für eine Überraschung sorgte die neue Königswürde: Jan Tiedemann ist neuer...

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Von Buchholz bis in den Harz
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"Tour de Klapp" - mit dem Klapprad auf Tour: Den Anfang machten vor einigen Jahren ein paar Freunde, die sich in den Kopf setzten, mit einem DDR-Klapprad (keine Annehmlichkeiten und nur ein Gang) von Buchholz bis nach Amsterdam zu radeln. Die Freunde waren so begeistert von ihrer Tour, dass sie das Ganze wiederholen möchten. Am Samstag, 25. Juli, geht es los: Diesmal geht es aber nicht nach Amsterdam, sondern in den Harz. Ganz ohne digitale Hilfe, nur mit Landkarten. Jeden Tag gibt es dabei...

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Schützenkönig Sven Neumann von Krenski "Der Loyale" | Foto: Schützenverein Neu Wulmstorf
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72. Neu Wulmstorfer Schützenfest
Königswürde geht an Sven Neumann von Krenski "Der Loyale"

Der neue Schützenkönig von Neu Wulmstorf heißt Sven Neumann von Krenski "Der Loyale." Der 47jährige Versicherungskaufmann hatte früh geschossen und gewann nach einer nervenaufreibenden Wartezeit den Wettstreit um die Königswürde. Seinen Beinamen erhielt Neumann von Krenski, weil er dem Schützenverein  stets treu zur Seite stehe und sich als Schützenbruder durch seine Zuverlässigkeit und seinen beständigen Einsatz für den Verein auszeichne. An seiner Seite regiert seine Ehefrau, Königin...

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Das neu formierte Oberliga-Team des TSV Buchholz 08 mit (obere Reihe v.l.)  Manager Julian Kühn , Simon Keisef, David Mrozek, Benedikt Georgiou, Niklas Schulz, Patrick Böhmker, Samed Skrijeli, Mahmoud Haidar, Torben Rembacz, Physio Sven Clausen, sowie (mittlere Reihe v.l.):Trainer Marco Spangenberg, Co-Trainer Torben Bellmann, Co-Trainer Christoph Behrens, Ben Bachorz, Robin Tzinevrakis, Lukas Kremer, Torwarttrainer Baktasch Popal, Physio Leonie Petersen, Betreuer Yannik Bade und (vordere Reihe v.l.): Alexander Borck, John Cassel, Jakob Schulz, Tim Burgemeister, Michel Dorow, Leon Löffke, Phil Wyludda, Kilian Labott. Es fehlen: Milaim Buzhala, Arnaud Bosselmann, Jonas Fritz, Yekang Jin, Luca Heinbockel, Tizian Backhaus, Rico Stahl, Benjamin Brodehl, Luca Vollmert | Foto: ks
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Anpfiff 2026/27: TSV Buchholz 08
Weniger Gegentore - Stabiler werden

(ks). Im Jahr 2006 feierten die Kicker des TSV Buchholz 08 die Meisterschaft in der Landesliga Hammonia und gleichzeitig den Aufstieg. Seitdem sind die Nordheider fester Bestandteil der höchsten Amateurspielklasse in Hamburg. Zu Beginn der neuen dieser Saison steht mit Marco Spangenberg ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Der 43-Jährige wechselte von der SG Estetal – die er während fünf Jahren dort zweimal in die Bezirksliga führte – an die Otto-Koch-Kampfbahn. Sein Vorgänger Christoph...

(lm/os). Es ist ein Thema, das derzeit polarisiert - und das vollkommen zu Recht. Die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio, die am gestrigen Freitag offiziell begonnen haben, steht unter keinem guten Stern. Nachdem die Spiele bereits im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie verschoben wurden, ließ das Internationale Olympische Komitee (IOC) unter Leitung von Thomas Bach schnell durchblicken: Eine weitere Verschiebung sei nicht denkbar. Bereits im Mai appellierte ein Zusammenschluss von knapp 6.000 Ärzten an die Verantwortlichen in der japanischen Hauptstadt, die Spiele nicht stattfinden zu lassen, zu groß sei das Risiko angesichts der noch immer allgegenwärtigen Pandemie. Allerdings gibt es trotz allem auch Argumente, die durchaus für eine Austragung der Olympischen Spiele sprechen. Die WOCHENBLATT-Redakteure Oliver Sander und Lennart Möller haben sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was für oder gegen Olympia in Tokio spricht.

Pro - Die Spiele als Signalwirkung

Auch wenn die Pandemie das derzeit stärkste Argument gegen die Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt ist, so gibt es auch durchaus gute Gründe für die Austragung. Dabei muss auch mal ganz pragmatisch gedacht werden: Eine erneute Verschiebung oder gar eine Absage würde sowohl für die Organisatoren der Spiele als auch für die Athleten mit hohen finanziellen Einbußen einhergehen. Beträge in Milliardenhöhe hängen an Fernsehen und Sponsoren. Sollten diese Gelder nicht fließen, würden auch nationale Verbände diese Auswirkungen zu spüren bekommen, da sie anteilig von den Einnahmen des Olympischen Komitees profitieren.

Und dabei sollte nicht vergessen werden, dass viele Athleten auf diesem hohen sportlichen Niveau viele Jahre darauf hinarbeiten, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Eine weitere Absage könnte den Traum für viele endgültig zerplatzen lassen. Ebenfalls für eine Austragung sprechen die guten Erfahrungen aus den Testwettkämpfen. Der Aufwand, den das Hygienekonzept erfordert, ist enorm - die Athleten, Funktionäre und Medienvertreter sind für den Zeitraum der Spiele vollkommen von der Außenwelt abgeschottet und leben sozusagen in ihrer eigenen Blase. Ausländische Besucher sind komplett von den Spielen ausgeschlossen.

Zum Schluss darf nicht vergessen werden, dass die erfolgreiche Durchführung der Spiele eine Signalwirkung hätte. Von Seiten des Olympischen Komitees war in den vergangenen Monaten immer wieder die Rede von einer "Fackel der Hoffnung" und einem "Licht am Ende des Tunnels". Eine weitere Verschiebung oder Absage würde dagegen eher ein negatives Signal senden.
[b]Lennart Möller

Kontra - Leben in unnatürlicher Blase

[/b]
Hand aufs Herz: Freuen Sie sich auf die Olympischen Spiele? Werden Sie sich morgens die TV-Übertragungen anschauen? Ich nicht!

Ich halte es für unverantwortlich, in der jetzigen Situation mit einer noch lange nicht überstandenen Pandemie ein sportliches Großereignis mit mehr als 11.000 Athleten aus aller Welt - plus Schiedsrichter und Trainer - auf engstem Raum durchzuführen. Angesichts steigender Corona-Zahlen mit der Ausrichtung der Olympischen Spiele eine Art Normalität vorzugaukeln, halte ich vor allem mit Blick auf kleine Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers, die sich bereits wieder vor erneuten Schließungen fürchten, für geradezu zynisch.

Dass bereits vor dem ersten Wettkampf die ersten Sportler positiv auf das Coronavirus getestet wurden, überrascht mich nicht. Es werden viele weitere Fälle dazukommen. Auch wenn die Olympioniken während der Spiele in einer unnatürlichen Blase leben, wird es sich nicht vermeiden lassen, dass Sportler das Virus mit nach Hause bringen. Mit Mühe und vielen Restriktionen wurden die Fallzahlen in vielen Ländern nach unten gedrückt. Das darf man nicht mit dem Hinweis auf die ach so teuren Spiele kaputt machen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Sportler auch die japanischen Bürger und das Gesundheitssystem in Gefahr bringen.

Kein Wunder, dass kaum ein Japaner positiv über die Olympischen Spiele im eigenen Land denkt.
Dass - zu Recht - keine Zuschauer bei den Wettkämpfen zugelassen sind, ist für mich ein weiteres Argument gegen die Spiele. Es gibt keine Atmosphäre, die das Ereignis in der Vergangenheit besonders ausmachte. Applaus kommt vom Band. Darauf kann ich verzichten. Olympia findet dieses Mal ohne mich statt.
Oliver Sander

Redakteur:

Lennart Möller aus Rosengarten

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