Im Heimat- und Schulmuseum Himmelpforten auf digitale Entdeckungstour gehen
Heimatgeschichte hautnah erleben

Volker Jago (li.) und Paul Schrader zeigen die virtuelle Entdeckerzone
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Himmelpforten. Das Heimat- und Schulmuseum in Himmelpforten birgt den ein oder anderen Schatz aus vergangenen Zeiten. Die aktuellen Neuerungen zeigen aber, dass ein Museum nicht langweilig und eingestaubt ist, sondern durch den Einzug der Digitalisierung für jedes Alter etwas zu bieten hat.

Die ehrenamtlichen Helfer sorgen in dem ehemaligen Schulgebäude von 1872 für ein echtes Zeitreise-Erlebnis. Zudem haben sie viel Wissenswertes im Repertoire, das sie gern an die Besucher weitergeben. Einer von ihnen ist Kurt Thomsen, der als Lehrer Unterricht wie vor 100 Jahren im Klassenzimmer des Museums gibt. Auch der Vorsitzende Paul Schrader kann zu den meisten Exponaten eine Geschichte erzählen. Volker Jago kennt sich ebenfalls sehr gut aus, gibt aber zu, dass er immer noch viel dazulernen muss.

Dafür weiß Jago aber umso besser über die Neuerungen im Museum zu berichten. Das Logo und die Hinweisschilder zum Museum erhielten eine neue Optik und sorgen nun für den Wiedererkennungseffekt. Im Gebäude hat sich auch einiges getan. "Es ist nun übersichtlicher und die Räume wurden teilweise neu gestaltet. Das haben aber Profis übernommen", so Jago. Nun hängen in jedem Raum Schilder, auf denen Besucher beispielsweise etwas über das dort dargestellte Handwerk lesen können. Auch für Technikfreunde bietet das Museum etwas Tolles an. Besucher können in einem tragbaren Audioguide Nummern, die an verschiedenen Stellen angebracht sind, eingeben und sich anhören, was es zum Beispiel über das Weben zu erfahren gibt - und das auf Deutsch oder sogar Plattdeutsch. Ganz neu ist auch der Bildschirm im Erdgeschoss, auf dem Videos zu Handwerk und Unterricht der Vergangenheit abgespielt werden. Da das Obergeschoss nicht für Gehbehinderte erreichbar ist, gibt es einen digitalen Rundgang mit Fotos und Erklärungen. Im Obergeschoss befindet sich ein weiterer Bildschirm, an dem Kinder und Junggebliebene Spiele wie Memory oder ein Quiz spielen können. Auch hier gibt es weitere Erläuterungen zum Leben und den Gegenständen des vergangenen Jahrhunderts.

Gekostet haben der Umbau und die Neuerungen rund 50.000 Euro. Bezuschusst wurde das Projekt mit 35.000 Euro durch das Land Niedersachsen. Durch Stiftungsgelder kamen noch einmal rund 6.000 Euro hinzu. Die übrige Summe steuerte die Gemeinde Himmelpforten dazu.

• Geöffnet hat das Heimat- und Schulmuseum, Poststraße 6a, sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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