Kleines Naturparadies auf dem Friedhof in Himmelpforten
Mehr als ein Ort der Trauer

Heike Hellwege und Andreas Müller zeigen: Die Sträucher sind gut angewachsen
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sb. Himmelpforten. Ein Friedhof sollte mehr sein als ein Ort der Trauer mit akkurat gemähter Rasenfläche, geharkten Wegen und Gräbern mit einjährigen Sommerpflanzen. Vielmehr kann die Grünanlage ein Ort des Lebens sein - für Menschen und auch für Tiere. In Himmelpforten hat deshalb das Projekt "umweltfreundlicher Friedhof" begonnen.

Bereits im vergangenen November hat eine Gruppe Freiwilliger mit Friedhofsgärtner Andreas Müller mit der Umgestaltung der Anlage im Ortszentrum begonnen. Gemeinsam wurde eine breite Insektenschutzhecke aus Weißdorn, Hundsrose, Vogelbeere, Liguster, Holzapfel und Salweide gepflanzt. Finanziell unterstützt wurde dieser Teil des Projekts von der Umweltstiftung der Kreissparkasse Stade und LIONS Naturschutz-Stiftung Stade. Zudem wurden auf dem Friedhofsgelände verteilt Zierapfelbäume sowie weitere Sträucher und Bäume gepflanzt, die zu unterschiedlichen Zeiten Blüten und Früchte tragen und so Tieren, insbesondere Insekten, über lange Zeit Nahrung bieten sollen.

Und es soll noch weiter gehen. Für weitere naturnahe Maßnahmen hoffen die Naturfreunde auf Geld von der BINGO-Umweltstiftung. "Unter anderem wollen wir zwei Mustergräber anlegen, von denen eins in der Sonne und eins im Halbschatten liegt", sagen Heike Hellwege vom Kirchenvorstand und Friedhofsgärtner Andreas Müller. "Damit wollen wir zeigen, wie sich Gräber mit Stauden und Zwiebelblumen gestalten lassen. Diese bieten Insekten deutlich mehr Nahrung als Saisonware, die oft sogar pestizidbelastet ist." Geplant ist ferner, einen Totholzhaufen zu errichten und gemeinsam mit Kindergärten und Schulen Nisthilfen und ein Insektenhotel zu bauen und auf dem Friedhof zu installieren.

Die geplanten Maßnahmen werden mit knapp 3.000 Euro zu Buche schlagen und sollen im Herbst ausgeführt werden. "Die Gestaltung eines für Menschen, Tiere und Pflanzen wertvollen Friedhofes lässt sich nicht innerhalb einer kurzen Zeitspanne bewerkstelligen", sagt Heike Hellwege. "Vielmehr ist es ein Langstreckenlauf, da aufgrund der unterschiedlichen Ruhezeiten der einzelnen Grabstellen immer nur einzelne Abschnitte geplant werden können. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten, kleinen Schritt."

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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