Von der Schließung bedroht

Ulrike Bütikofer am Therapiebecken, das derzeit nicht voll ausgelastet ist
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"Mit der Therapie-Abteilung übernommen": Kampf um Erhalt des Bades in Oldendorf

tp. Oldendorf. Dem Therapiebad in Oldendorf droht - nur wenige Monate nach der Eröffnung - die Schließung. Betreiberin Ulrike Bütikofer (47) mobilisiert alle Kräfte, um das Aus abzuwenden.

"Ich habe mich mit der Physiotherapie-Abteilung übernommen", gibt Ulrike Bütikofer zu. Wie berichtet, hatte die Unternehmerin im Frühjahr nach fünf Jahren das Therapiebad im Keller des "Ärztehauses" Harsefeld geschlossen, nachdem die Kreissparkasse - aus Bütikofers Warte "überraschend" - das Mietverhältnis beendet hatte. Im ehemaligen Oste-Physiotherapiezentrum in Oldendorf wagte sie einen Neuanfang. Anders als in Harsefeld, vermietete sie am neuen Standort in Oldendorf nicht nur das Therapiebecken, das sie für 40.000 Euro modernisierte. Sie betrieb zusätzlich eine Physiotherapie-Abteilung, die sie vom Vorbetreiber übernahm.

"Damit habe ich mir zu viel zugemutet", sagt Bütikofer. Sie habe die Bürokratie, insbesondere die komplizierte Abrechnungspraxis mit den Krankenkassen, unterschätzt. Die Abteilung arbeitete nicht kostendeckend. Hinzu kamen Personalprobleme: Drei der vier festangestellten Therapeutinnen kündigten. Am Freitag, 15. August, musste Bütikofer die Abteilung schweren Herzens schließen.

Seitdem konzentriert sich Bütikofer auf ihr Kerngeschäft: die Vermietung des Therapiebeckens an Vereine wie der Rheumaliga. Und sie gibt eigene Kurse. Derzeit ist das Becken nur etwa zur Hälfte ausgelastet. Um die Verluste aus der geschlossenen Physiotherapie aufzufangen, bietet sie mit geschrumpftem Team neue Kurse von Baby- und Kinderschwimmen bis zur Aquafitness an. Die Rheumaliga Stade ergänzt das Angebot unter anderem mit Wassergymnastik.
Hilfe gibt es auch von der Physiotherapie-Praxis Reinecke in Himmelpforten. Das Unternehmen will Bütikofers ehemalige Physiotherapie-Patienten übernehmen.

Zudem sucht Ulrike Bütikofer Untermieter für den Gymnastikraum, für eine Einzimmerwohnung und Räume für Selbstständige wie Kosmetiker oder Fußpfleger.
Bütikofer gibt sich selbst bis Jahresende Zeit, das sinkende Schiff wieder auf Kurs zu bringen und das kleine Schwimmbad zu erhalten. Andernfalls bleibt der verheirateten Mutter von drei Kindern nur, ihre Selbstständigkeit zu beenden.

• Tel. 04164 - 1366.

Ulrike Bütikofer am Therapiebecken, das derzeit nicht voll ausgelastet ist
Ulrike Bütikofer hat Sorge um ihr Unternehmen
Dem Therapiebad in Oldendorf droht die Schließung
Redakteur:

Thorsten Penz aus Stade

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