Weitermachen in Corona-Krise zu riskant
Lübberstedter Schüttenhof-Besitzer schließen Gastronomie

Auf dem Schüttenhof: die Besitzer Carola und Peter Schulz vor dem ehemaligen Stallgebäude, in dem bislang die Gastronomie untergebracht war
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  • Auf dem Schüttenhof: die Besitzer Carola und Peter Schulz vor dem ehemaligen Stallgebäude, in dem bislang die Gastronomie untergebracht war
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ce. Lübberstedt. An den Wänden der Tenne des Schüttenhofes in Lübberstedt hängen Fotos, die von Promi-Besuchen und verschiedensten Festivitäten und damit von der Erlebnisgastronomie "erzählen", die in den vergangenen gut 35 Jahren begeisterte Besucherscharen aus ganz Deutschland auf das Anwesen gelockt hat. Schluss, aus, vorbei: "Corona hat uns die Augen geöffnet, dass es besser ist, wenn wir die Gastronomie schließen. Es war kein leichter Entschluss, aber die Alternative wäre für uns in diesen Zeiten wirtschaftlich zu riskant und unberechenbar", erklären die Hof-Inhaber Peter Schulz (50) und Ehefrau Carola (51).
In 2015 hatte das Ehepaar den Schüttenhof von Hermann und Marlene Maack übernommen und die Tradition der Maacks mit dem jeweils am 1. Mai ausgerichteten Schüttenhof-Tag und weiteren Events bis Anfang dieses Jahres erfolgreich fortgesetzt. "Insgesamt 40 private Feiern und andere Veranstaltungen waren ursprünglich bei uns gebucht. Aufgrund der Pandemie mussten alle abgesagt werden und wir dadurch auf einen hohen fünfstelligen Betrag an Einnahmen verzichten. Selbst jetzt, wo wieder mit begrenzter Personenzahl gefeiert werden darf, trauen sich viele Menschen aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht wieder", beschreibt Peter Schulz die aktuelle Situation.
"Nachdem wir im März Corona-bedingt schließen mussten, haben wir vor allem unser Stallgebäude umfangreich renoviert. Je länger wir geschlossen hatten, desto öfter haben wir uns überlegt, ob wir unter diesen unsicheren Bedingungen die Gastronomie überhaupt weiter betreiben wollen", ergänzt Carola Schulz. "Am Ende waren wir uns einig, dass wir auch so ganz gut zurechtkommen würden."
Erleichtert wurde die Entscheidung durch die Tatsache, dass die Eheleute nicht zwingend auf die Gastronomie angewiesen sind, da Peter Schulz gutes Geld als Oberkommissar bei der Hamburger Wasserschutzpolizei verdient. Seine Frau kümmert sich derweil um die vier Kinder zwischen 18 und zwölf Jahren sowie um die auf dem Hof lebenden Ponys, Schweine, Schafe und Hühner.
Auch um die Mitarbeiter, die zuletzt am vergangenen Wochenende die Gäste zweier Feiern auf dem Schüttenhof versorgten, müssen sich Peter und Carola Schulz nun nach dem Ende der Gastronomie keine Sorgen machen. "Es waren Nebenjobber, die alle einen Hauptberuf haben. Wir sind froh, dass keiner von ihnen plötzlich arbeitslos auf der Straße steht."
Was in Zukunft aus der Tenne, einem etwa 400 Quadratmeter großen Stallgebäude, werden soll, steht noch in den Sternen. "Irgend etwas Schönes wird uns schon einfallen", so Carola Schulz. "Aber wir sind auch offen für Ideen von draußen, die jedoch mit Gastronomie nichts zu tun haben dürfen."

Auf dem Schüttenhof: die Besitzer Carola und Peter Schulz vor dem ehemaligen Stallgebäude, in dem bislang die Gastronomie untergebracht war
Rückblick auf 2015 (v. li.): Die frischgebackenen Schüttenhof-Inhaber Peter und Carola Schulz mit dem vorherigen Besitzer Hermann Maack und dem inzwischen verstorbenen "XXL-Ostfriesen" Tamme Hanken, der in dem Jahr Stargast beim Schüttenhof-Tag war
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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