Eilentscheidung des Oberlandesgerichts
Tochter des mutmaßlichen Stader Todesschützen: Mutter bekommt Sorgerecht nicht zurück

Sechs Menschen wurden am 29. Juni in Stade erschossen. Tatmotiv war offenbar ein Sorgerechtsstreit um ein Baby. Die Mutter des Kindes erhält das Sorgerecht vorerst nicht zurück | Foto: jd
2Bilder
  • Sechs Menschen wurden am 29. Juni in Stade erschossen. Tatmotiv war offenbar ein Sorgerechtsstreit um ein Baby. Die Mutter des Kindes erhält das Sorgerecht vorerst nicht zurück
  • Foto: jd
  • hochgeladen von Jörg Dammann

Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Unfallflucht in Buchholz
Autofahrer fährt bei Rot in Kreuzung und flüchtet – Polizei sucht Zeugen

Nach einer Unfallflucht auf der Bendestorfer Straße sucht die Polizei Buchholz nach Zeugen. Ein unbekannter Autofahrer fuhr am Mittwoch gegen 11.40 Uhr trotz Rotlichts aus der Straße Radeland nach links in die Bendestorfer Straße ein. Dabei touchierte er den Fiat 500 einer 20-Jährigen, die in Richtung Bendestorf unterwegs war. Anschließend setzte der Mann seine Fahrt in Richtung Innenstadt fort. Ein etwa 50 bis 60 Jahre alter Mann hatte der 20-Jährigen gegenüber angegeben, den Unfall beobachtet...

Blaulicht

Messerangriff in Winsen
24-Jähriger verletzt - Polizei sucht Zeugen

Bei einer Auseinandersetzung in Winsen (Straßburger Straße) ist am Freitagabend ein 24 Jahre alter Mann mit einem Messer verletzt worden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 22.40 Uhr im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses. Im Anschluss sollen sich ein oder zwei Fahrzeuge mit aufheulenden Motoren in unbekannte Richtung vom Tatort entfernt haben. Der 24-Jährige wurde zur Behandlung...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Schüsse auf Friseurgeschäft - Spürhunde im Einsatz

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch mehrere Schüsse auf ein Friseurgeschäft in der Winsener Bahnhofstraße abgegeben. Dabei wurden zwei Schaufensterscheiben sowie die Inneneinrichtung beschädigt. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. Nach bisherigen Erkenntnissen fielen die Schüsse gegen 1.30 Uhr. Zeugen hatten zu dieser Zeit zwar entsprechende Geräusche gehört, diese jedoch aufgrund des Gewitters zunächst nicht als Schüsse wahrgenommen. Die Beschädigungen wurden deshalb erst am Morgen...

Blaulicht

Autobahn A7 / Elbtunnel
Vollsperrung ab Freitag, 25. September

Eine 55-Stunden Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen (AS) HH-Stellingen und HH-Heimfeld - auch der Elbtunnel ist davon betroffen - steht den Verkehrsteilnehmern bevor. Ab Freitag, 25. September, 22 Uhr, bis Montag, 28. September, 5 Uhr, wird die A7 zwischen den Anschlussstellen (AS) HH-Stellingen (26) und HH-Heimfeld (32) komplett gesperrt. Grund hierfür sind die Restarbeiten auf der K20 Hochstraße Elbmarsch zur Verkehrsfreigabe und Bauarbeiten am Deckel Altona. Gleichzeitig wird die...

Blaulicht

Polizei Tostedt bittet um Hinweise
14-Jährige bei Unfall in Otter verletzt: Autofahrer fährt weiter

Nach einem Verkehrsunfall in Otter mit einer 14-jährigen Radfahrerin sucht die Polizei Tostedt nach Zeugen. Der Unfall ereignete sich am Dienstag kurz vor 16 Uhr auf der Straße Kiebitzmoor. Die Jugendliche war von Riepshof in Richtung Otter unterwegs und wollte kurz vor der Einmündung Schillingsbostel nach links abbiegen. In diesem Moment passierte sie ein Mann mit einem hellen Auto und beschimpfte sie. Nach Angaben der 14-Jährigen kam es anschließend zu einer Berührung zwischen Auto und...

Blaulicht
Foto: @ Gemeinde Neu Wulmstorf
2 Bilder

Neu Wulmstorf
Vollsperrung Am Soodhof und Drift 16. bis 19. September 2026

Wegen Fahrbahninstandsetzungsarbeiten kommt es vom 16. bis zum 19. September 2026 zu einer Vollsperrung in den Straßen "Am Soodhof" und "Drift" in Neu Wulmstorf. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr über eine Umleitungsstrecke geführt, wobei Fußgänger weiterhin sicher an der Baustelle zu ihren Grundstücken vorbeigeführt werden. In der Zeit vom 16. September bis zum 19. September 2026 kommt es zu einer Vollsperrung in den Straßen "Am Soodhof" und "Drift". Im Zuge von...

Blaulicht

Polizeimeldungen vom 18. September
Einbrüche, Bedrohung von Autofahrer und Unfall beschäftigten Polizei

- Zwei benachbarte Lebensmittelgeschäfte an der Hauptstraße in Heidenau wurden in der Nacht zu Donnerstag von Dieben heimgesucht. In der Zeit zwischen 0.20 Uhr und 2.15 Uhr hebelten die Täter jeweils ein Fenster der aneinander angrenzenden Geschäfte auf und gelangten so in die Verkaufsräume. In beiden Fällen entwendeten sie Bargeld. Allein der verursachte Sachschaden wird insgesamt auf rund 6.000 Euro geschätzt. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt die Polizei in...

Blaulicht

Rettung über Leiter, vier Verletzte im Krankenhaus
Wohnung in Flammen in Buxtehude

In der Buxtehuder Sagekuhle stand am gestrigen Mittwochabend eine Wohnung in Flammen. Mehrere Menschen wurden verletzt. Warum das Feuer gegen 21.08 Uhr in dem Obergeschoss des zweistöckigen Hauses ausbrach ist bisher unklar.  Nachbar rettet Mann vom Balkon Die 29-jährige Bewohnerin der betroffenen Wohnung konnte sich mit ihren beiden Kindern und dem Hund über das Treppenhaus ins Freie retten. Ihr 26-jähriger Lebensgefährte schaffte es nur noch auf den Balkon. Ein 35-jähriger Nachbar hörte seine...

Blaulicht
Freuen sich über das neue Fahrzeug (v. li.)
Fachbereichsleiter der Samtgemeinde Thorsten Liebeck
stellvertretender Abschnittsleiter Nord Danny Waltersdorf
stellvertretender Gemeindebrandmeister Thorsten Raap
stellvertretender Gemeindebrandmeister Rolf Jarck
Samtgemeindebürgermeister Holger Falckestellvertretender Ortsbrandmeister Michael WickOrtsbrandmeister Kristoph DieckmannVorsitzender des Feuerschutzausschusses Frank Wassermann
Bürgermeister der Gemeinde Engelschoff Sven Frisch | Foto: FFW / Stefan Braun
5 Bilder

Neues Feuerwehrfahrzeug in Neuland

Die Feuerwehr Neuland hat ein neues Einsatzfahrzeug. In einer kleinen Feierstunde wurde das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) übergeben und damit offiziell in Dienst gestellt. Ortsbrandmeister Kristoph Dieckmann begrüßte alle Anwesenden und stellte das neue Fahrzeug – ein Iveco Automatik mit 6,5t Gewicht, 176 PS und einem Aufbau der Firma BTG aus Görlitz – kurz vor. Vier Atemschutzgeräte und Beleuchtungskomponenten an Bord und mehr Platz für Gerätschaften als auf dem 29 Jahre alten Vorgänger...

Einen Monat nach der tödlichen Gewalttat in einer Stader Mutter-Kind-Einrichtung hat das Oberlandesgericht (OLG) Celle eine erste Entscheidung im Streit um das Sorgerecht für die kleine Tochter des mutmaßlichen Täters getroffen. Die Richter wiesen eine Beschwerde der Mutter des wenige Monate alten Babys gegen einen vorherigen Beschluss des Amtsgerichts ab. Die Beschwerde war noch vor der Bluttat von beiden Elternteilen eingelegt worden. Der Vater des Kindes, der 45-jährige Fatih G., beging vor zehn Tagen in der Untersuchungshaft Suizid. Daher wirkt sich die Gerichtsentscheidung nur noch auf die 34-jährige Mutter aus.

Sie darf vorerst weiterhin nicht bestimmen, wo ihr Kind lebt und wie es medizinisch betreut wird. Damit kann sie beispielsweise nicht eigenständig über ärztliche Behandlungen entscheiden. Ferner darf die Mutter ihr Kind nicht in behördlichen Angelegenheiten vertreten. Das Mädchen ist inzwischen nicht mehr gemeinsam mit seiner Mutter untergebracht, sondern lebt in einer anderen betreuten Einrichtung.

Mutmaßlicher Stader Sechsfachmörder begeht Suizid

Entscheidung im Eilverfahren
Bei dem Beschluss des OLG handelt es sich um eine vorläufige Entscheidung im Rahmen eines Eilverfahrens. Der familienrechtliche Konflikt ist damit noch nicht endgültig abgeschlossen. In einem weiteren Verfahren soll der Sachverhalt umfassender geprüft werden. Ausgangspunkt war eine Entscheidung des Amtsgerichts Neustadt am Rübenberge. Das Gericht hatte beiden Eltern das Sorgerecht weitgehend entzogen. Zugleich war angeordnet worden, Mutter und Kind gemeinsam in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade, dem späteren Tatort, unterzubringen. Beide Elternteile hatten sich dagegen juristisch zur Wehr gesetzt.

Bereits kurz nach der Bluttat in Stade wurden zum Gedenken an die sechs Opfer Blumen abgelegt und Kerzen angezündet | Foto: jd
  • Bereits kurz nach der Bluttat in Stade wurden zum Gedenken an die sechs Opfer Blumen abgelegt und Kerzen angezündet
  • Foto: jd
  • hochgeladen von Jörg Dammann

Streit um das Sorgerecht gilt als Tatmotiv
Die Einrichtung an der Dankersstraße wurde am 29. Juni zum Schauplatz einer beispiellosen Gewalttat. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll der 45-jährige Vater des Babys während eines Hilfeplangesprächs eine Pistole gezogen und sechs Menschen erschossen haben. Bei den Opfern handelte es sich um drei Beschäftigte der Jugendhilfeeinrichtung und drei Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover. Fünf Menschen starben noch am Tatort, ein weiteres Opfer später im Krankenhaus.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Konflikt um die Unterbringung und Betreuung des Kindes eine wesentliche Rolle für die Tat spielte. Das Gespräch in der Einrichtung sollte klären, wie es für die Familie und insbesondere für das Baby weitergehen sollte.

Bluttat in Stade: Gericht erlässt Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes

Der mutmaßliche Täter wurde nach den Schüssen auf der Flucht festgenommen. Am folgenden Tag erließ das Amtsgericht Stade Haftbefehl wegen des Verdachts des sechsfachen Mordes. Wenige Wochen später wurde der Beschuldigte leblos in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Bremervörde gefunden. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Behörden nahm er sich das Leben. Hinweise auf ein Fremdverschulden sollen nicht vorliegen.

Das Strafverfahren gegen den 45-Jährigen wird aufgrund seines Todes eingestellt. Die weitere Aufarbeitung der Ereignisse ist damit jedoch nicht beendet. Die Ermittlungen gegen die Mutter des Kindes und eine 65-jährige Frau, die nach der Tat das Fluchtfahrzeug gesteuert haben soll, dauern an. 

Nach Suizid: Strafverfahren gegen mutmaßlichen Stader Sechsfachmörder Fatih G. wird eingestellt

Verletzung des Babys wird weiter untersucht
Bereits vor der Bluttat war das Baby wegen einer schweren Hirnverletzung medizinisch behandelt worden. Anschließend hatte das Jugendamt das Kind in Obhut genommen. Die genauen Umstände der Verletzung werden weiterhin untersucht. Ein medizinisches Gutachten soll dazu beitragen, die Ursache der Hirnblutung zu klären.

Sechs Menschen wurden am 29. Juni in Stade erschossen. Tatmotiv war offenbar ein Sorgerechtsstreit um ein Baby. Die Mutter des Kindes erhält das Sorgerecht vorerst nicht zurück | Foto: jd
Bereits kurz nach der Bluttat in Stade wurden zum Gedenken an die sechs Opfer Blumen abgelegt und Kerzen angezündet | Foto: jd
Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

Webseite von Jörg Dammann
Jörg Dammann auf Facebook
Jörg Dammann auf Instagram

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

16 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ