Salzhäuser Schüler und Lehrer zum Abitur nach 13 Jahren
"Nur Vorteile durch G9"

Nahmen Stellung zum Übergang von G8 auf G9: (vorne, v. li.) Swenja Peick, Charlotte Panzer und Cora Schierenbeck von der Schülervertretung sowie (hi., v. li.) Oberstufenkoordinatorin Karen Holzhausen, Vize-Schulleiter Jens Peter und Schulleiterin Dorit von Hoerschelmann
  • Nahmen Stellung zum Übergang von G8 auf G9: (vorne, v. li.) Swenja Peick, Charlotte Panzer und Cora Schierenbeck von der Schülervertretung sowie (hi., v. li.) Oberstufenkoordinatorin Karen Holzhausen, Vize-Schulleiter Jens Peter und Schulleiterin Dorit von Hoerschelmann
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Salzhausen. "Ausnahmezustand" am Gymnasium Salzhausen: Erstmals finden dort im nächsten Jahr keine Abiturprüfungen statt. Ursache ist der vom Kultusministerium beschlossene Übergang vom Abitur am Ende der 12. Klasse nach acht Jahren (G8) zum Abschluss nach neun Jahren (G9). Und den können die Schülerinnen und Schüler erst in der 13. Klasse in 2021 machen.
"G9 statt G8 hat nur Vorteile. Gymnasialschüler haben bislang wegen der vielen Unterrichtsstunden beispielsweise in Sportvereinen oder in der Feuerwehr gefehlt. Nun können sie dort aktiv sein", nennt der stellvertretende Schulleiter Jens Peter einen Vorzug der Neuregelung. Schulintern sei eine leicht erhöhte Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften und mehr Engagement bei Förderprojekten zu beobachten. "Die Zahl der Gesamt-Unterrichtsstunden am Gymnasium bis zum Abitur ist vorgeschrieben. Sie werden bei den G9-Schülern ab der 5. Klasse über neun Jahre verteilt. So kamen sie ab der 7. Klasse immer mit bis zu zwei Wochenstunden weniger aus als die G8-Schüler", erklärt Jens Peter.
"Meine beiden Brüder waren G8-Schüler. Es ist sehr gut, dass ich nach neun Jahren Abi mache, weil ich die Schule so ganz entspannt finde", sagt Zwölftklässlerin Charlotte Panzer. Diese Ansicht teilen auch ihre Jahrgangskolleginnen Swenja Peick und Cora Schierenbeck, die sich wie Charlotte seit vielen Jahren in der Schülervertretung (SV) engagieren. "Ich freue mich, dass ich noch ein Jahr mehr Zeit habe, mir darüber klar zu werden, was ich nach dem Abi machen möchte", zeigt sich Cora zufrieden. Und Swenja ergänzt: "Die G8-Schüler hatten in der 11. Klasse etwa viermal pro Woche bis zur achten Stunde Unterricht. Da bin ich froh, dass wir etwas mehr Freizeit haben."
Der Übergang zu G9 kommt den Mädchen auch bei ihrer Arbeit in der SV zugute. "Wir haben uns inzwischen ein paar jüngere Aktive dazugeholt, damit wir sie anlernen können und sie vielleicht mal unsere Nachfolger werden", so Swenja.
Schulleiterin Dorit von Hoerschelmann steht dem Übergang grundsätzlich positiv gegenüber. "Das Lehrerpersonal reicht in diesem Schuljahr dafür noch aus. Im nächsten Jahr wird es aber eng, dann muss gegengesteuert werden", räumt sie ein. "Wir standen auch vor einem Raumproblem, denn wir bekommen einen kompletten Jahrgang mit vier zusätzlichen Klassen", gibt Oberstufenkoordinatorin Karen Holzhausen zu bedenken. "Der Landkreis Harburg hat aber reagiert und mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Gymnasiums begonnen."

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