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Vielschichtige Aufgabe: Johannes Mantzel betreut rund 100 Flüchtlinge

Hilft bei Behördengängen, Anträgen und vielem mehr: Johannes Mantzel
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(kb). Sie sind geflohen, aus dem Sudan, der Elfenbeinküste oder aus Syrien. Viele von ihnen wohnen nun in Bendestorf, Jesteburg, Buchholz, Seppensen oder Appel und haben es schwer, sich in der Fremde zurechtzufinden. Den Flüchtlingen, die dezentral im Landkreis Harburg untergebracht sind, etwa in kommunalen Wohnungen, Gasthöfen oder Ferienheimen, hilft Johannes Mantzel (39). Seit März ist der Diplom-Sozialpädagoge in der Flüchtlingssozialarbeit beim Diakonischen Werk der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen angestellt.
„Viele der Flüchtlinge sprechen neben ihrer Muttersprache nur wenig Französisch oder Englisch, oft verständigen wir uns mit Händen und Füßen“, erzählt Johannes Mantzel. Regelmäßig bietet er Beratung und Betreuung in Sprechstunden vor Ort an, derzeit betreut er etwa 100 Flüchtlinge. Sobald alle Unterkünfte belegt sind, werden es etwa 140 Menschen sein. Johannes Mantzel hilft ihnen, Bescheide zum Asylantrag zu verstehen, berät zu Rechtsmitteln und rechtsanwaltlicher Unterstützung, hilft bei Anträgen auf Unterhaltszahlungen und Krankenscheinen für Arztbesuche.
„Meist geht es in der Sprechstunde um den Asylantrag und die Angst der Menschen vor der Abschiebung“, sagt Mantzel. Bei psychischer Belastung der Menschen durch die Flucht, die „nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist“, vermittelt Mantzel an Psychotherapeuten weiter.
Die Flüchtlinge erlebt er als ausgesprochen offen und interessiert. Sie wollen vor allen Dingen die deutsche Sprache lernen. „Die Nachfrage ist groß, sodass die Kreisvolkshochschule mit ihren Angeboten nicht nachkommen kann. Es gibt einfach nicht genug Deutsch-Kurse“, weiß Johannes Mantzel. Oft würden in solchen Fällen Ehrenamtliche einspringen, aber einen qualifizierten Deutsch-Kurs der Volkshochschule könne dieses gut gemeinte Angebot nicht ersetzen.
Mantzel arbeitet auf Landesebene in Gremien mit, stimmt sich mit anderen Organisationen ab und informiert in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen über die Situation der Flüchtlinge. Seine Stelle wird vom Landkreis Harburg finanziert und ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Der Sozialpädagoge lebt in Harburg und hat an der Evangelischen Fachhochschule in Hamburg studiert.
„Es ist spannend, Menschen aus allen Winkeln der Welt zu begegnen", so Mantzel zu seiner Arbeit. "Durch die Arbeit bekomme ich ein Gespür für die Probleme der Menschen. Es ist gut, dass Diakonie und Kirche sich so deutlich für die Flüchtlinge einsetzen.“
• Wer Interesse hat, Johannes Mantzel in der Flüchtlingsarbeit ehrenamtlich zu unterstützen oder arabisch, persisch oder französisch spricht und bei Übersetzungen helfen kann, meldet sich bei ihm unter Tel. 0151 - 70188974 oder per Mail an mantzel@diakonie-hittfeld-winsen.de.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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