Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
Vom Hobby zur Rennstrecke
- Marvin Larsen aus Hittfeld möchte den Sprung zu den Profis schaffen
- Foto: Mathias "MAZZE" Schmid
- hochgeladen von Sven Rathert
Mit 28 Jahren lebt Marvin Larsen aus Hittfeld - fast - seinen Traum vom Motorsport. Der Projektleiter im Hochbau hat sich mit Leidenschaft, Können und einer großen Portion Einsatz in die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) vorgekämpft. In der Nachwuchs- und Sprungbrettklasse „Twin Cup“ misst er sich mit Fahrern aus ganz Europa.
"Das Motorradfahren liegt ein bisschen in der Familie“, erzählt Larsen, der schon als Kind von seinem Vater zu Rennen mitgenommen wurde. Seit zwölf Jahren fährt der Hittfelder Motorrad, vor acht Jahren wagte er sich das erste Mal auf die Rennstrecke. Doch richtig intensiv wurde es erst vor zwei Jahren. „Nach dem ersten Rennen war klar: Das möchte ich weiter machen.“
Ein kostspieliges Hobby
Der Weg in den Motorsport ist teuer. Zwischen 15.000 und 20.000 Euro kostet eine Saison im "Twin Cup". „Nenngebühren, Reifen, Reisen - das alles summiert sich schnell“, erklärt Larsen. Ein Satz Reifen kostet 300 bis 400 Euro, und bis zu zehn Sätze werden pro Jahr benötigt.
Die Rennserie umfasst fünf bis sechs Wochenenden von Mai bis September, wobei an jedem Wochenende zwei Rennen ausgetragen werden. Dabei geht es auf Strecken in Deutschland, den Niederlanden, Tschechien und Luxemburg zur Sache.
Sponsoren sind essenziell: „Viele bieten Rabatte auf Ausrüstung, wie Lederkombis, stellen Material zur Verfügung oder beteiligen sich an den Reisen und Nenngeldern. Ich bin momentan auch noch auf der Suche nach weiteren Sponsoren“, sagt der begeisterte Motorsportler. Preisgelder gibt es beim "Twin Cup" keine, dafür jedoch Pokale, Ruhm und manchmal attraktive Sponsorenpakete.
„Der Sport ist für mich mehr als nur ein Wettbewerb. Das Umfeld im Cup ist wie eine große Familie. Auf der Strecke fahren wir gegeneinander, aber wenn jemand stürzt, helfen anschließend alle. Es ist ein tolles Miteinander“, erzählt der Seevetaler. Doch der Wettkampf bleibt hart: „Das Niveau ist hoch, und man lernt viel voneinander.“ Besonders beeindruckend war für ihn das Rennen in Schleiz bei Chemnitz, wo fast 60.000 Zuschauer mitfieberten: „Das Umfeld war unglaublich. Nach dem Rennen standen Fans auf der Strecke und holten sich Autogramme. Es fühlte sich an wie ein Profi-Event.“
In der vergangenen Saison erreichte Larsen einen beeindruckenden sechsten Platz. Sein Ziel für die kommende Saison ist klar: „Ich möchte wieder in die Top Ten fahren und mich weiter verbessern.“ Besonders bei Regenrennen zeigt er seine Stärke: „Im Regen konnte ich mich schon einmal auf Platz zwei vorarbeiten – ein unglaubliches Gefühl.“
Verantwortung für den Sport
Der Ehrgeizige Hittfelder betont auch die Verantwortung, die mit dem Motorsport einhergeht: „Straßenrennen sind gefährlich und dumm. Das gefährdet nicht nur andere, sondern macht auch unseren Ruf kaputt. Der einzige richtige Ort für Rennen ist die Rennstrecke.“
Marvin investiert nicht nur Zeit und Geld, sondern auch viel Herz in den Motorsport. „Es ist nicht nur das Fahren selbst, sondern auch das Umfeld. Ich habe eine großartige Truppe aus dem Raum Stade. Einer von ihnen fährt auch im Cup mit mir.“
Ob Training in der Bispinger Kart-Halle oder Sommerrennen auf europäischen Strecken - Marvin Larsen lebt jetzt schon den Traum vieler Motorsportfans. „Für mich ist der Sport die perfekte Mischung aus Adrenalin, Fairness und Gemeinschaft.“ Mehr von Larsen in der Bildergalerie und bei Instagram: @marv.415
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Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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