Aus für Bücherei-Zweigstellen?

Zu wenig Nutzer in den Zweigstellen - das Bücherei-Angebot in Seevetal soll optimiert werden
  • Zu wenig Nutzer in den Zweigstellen - das Bücherei-Angebot in Seevetal soll optimiert werden
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Neues Konzept wird vorgestellt / Angebot soll an Nutzerverhalten angepasst werden

kb. Seevetal. Immer weniger Leser nutzen die Zweigstellen der Seevetaler Bücherei - deshalb sollen die Büchereien in Fleestedt, Maschen und Hittfeld zum 1. Mai geschlossen und mit den dortigen Schulbüchereien zusammengeführt werden. Das empfiehlt ein Arbeitskreis aus Vertretern der Fraktionen, der Ortsbürgermeister der drei Orte, Vertretern der Verwaltung sowie beratenden Vertretern der Schulen dem Ausschuss für Schule und Familie. Das Thema steht auf einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schule und Familie und der betroffenen Ortsräte am Mittwoch, 28. Februar, um 17 Uhr im „Fleester Hoff“ (Winsener Landstr. 52) auf der Tagesordnung.
Fakt ist: Sowohl die Nutzer- als auch die Ausleihzahlen der Bücherei-Zweigstellen gehen seit Jahren zurück. Wurden z.B. in Hittfeld im Jahr 2006 noch über 24.000 Medien ausgeliehen, waren es im vergangenen Jahr gerade mal 10.833. Auch wenn der Rückgang im selben Zeitraum in Maschen (rund 7.000 Ausleihen weniger) und Fleestedt (minus 4.000 Ausleihen) etwas weniger extrem ausfällt - auch hier nutzen immer weniger Leser die Zweigstellen. Fleestedt verzeichnet beispielsweise 57 erwachsene Benutzer. Über 80 Prozent aller Ausleihen finden bereits jetzt in der Zentralbücherei Meckelfeld statt. Um die Zentralbücherei noch weiter zu stärken, sieht das nun vorliegende Konzept eine Erweiterung der dortigen Öffnungszeiten vor, auch das Angebot für die Bücherei-Nutzer soll erweitert werden.
Bei den Schulen stoße die Zusammenführung der Zweigestellen mit den Schulbüchereien auf durchweg positives Echo, heißt es in der Sitzungsvorlage. Hier erweitert sich nicht nur der Medienbestand, die Bücherei werde künftig die Bücher für die Schulen auch zentral einkaufen und ausleihfertig bearbeiten. Direkt in den Schulen sollen Büchereimitarbeiter künftig zudem pädagogische Projekte und Angebote zur Förderung der Sprach- und Lesekompetenz durchführen. Kindergärten sollen künftig regelmäßig von einem Büchereimitarbeiter besucht werden, um die Kitas mit ausreichend Lesestoff zu versorgen, vorzulesen oder andere sprachfördernde Projekte durchzuführen.
In Ramelsloh bleibt die Bücherei-Zweigstelle wie gehabt - sie befindet sich bereits in der dortigen Grundschule und hält ein speziell auf Kinder zugeschnittenes Angebot an Büchern und Medien bereit.
Der Zeitplan im Konzeptentwurf sieht vor, die Zweigstellen zum 1. Mai zu schließen und im Anschluss daran nach und nach in die Schulbüchereien zu überführen. Geplant ist, die Öffnungszeiten in Meckelfeld zunächst nur um den jeweils ersten Samstag im Monat zu erweitern, ab 2019 ist angedacht, die Zentralbücherei jeden Samstag und auch am Dienstagvormittag zu öffnen. Ab 2020 soll u.a. das Veranstaltungsangebot der Bücherei erweitert und der digitale Bereich ausgebaut werden.
Für die Arbeitsgruppe hat die Umstrukturierung der Seevetaler Bücherei gleich mehrere Vorteile. Zum einen würden die Kosten für die Zweigstellen wegfallen, die Räume könnten anderweitig genutzt, vermietet oder verkauft werden. Die Erreichbarkeit der Bücherei werde durch die Ausweitung der Öffnungszeiten verbessert und das Angebot dort gezielt erweitert, wo die stärkste Nutzergruppe sei. Durch Absprachen mit Lehrer und Erziehern könne der Bildungsauftrag der Bücherei zudem noch besser wahrgenommen werden.
Das nun vorliegende Konzept wird am kommenden Mittwoch im Ausschuss diskutiert, die endgültige Entscheidung, ob die Bücherei-Zweigstellen tatsächlich geschlossen werden, wird der Gemeinderat auf einer seiner kommenden Sitzungen fällen.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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