Ganztagsangebote wirken sich auf Musikschule aus / Gemeinde will Zuschuss um 30.000 Euro erhöhen

Michael Ränger vor dem Gebäude der Musikschule in Meckelfeld. Die Räumlichkeiten sind etwas in die Jahre gekommen, "aber wir sind unglaublich froh, sie zu haben", so Ränger
  • Michael Ränger vor dem Gebäude der Musikschule in Meckelfeld. Die Räumlichkeiten sind etwas in die Jahre gekommen, "aber wir sind unglaublich froh, sie zu haben", so Ränger
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kb. Seevetal. Gute Nachrichten gab es kürzlich für die Musikschule Seevetal: Der Schul- und Kulturausschuss sprach sich dafür aus, den jährlichen Zuschuss von der Gemeinde an die Schule um 30.000 Euro auf 140.000 Euro anzuheben. In der kommenden Woche muss noch der Gemeinderat zustimmen. Das Geld wird dringend benötigt: "Wir haben in diesem Jahr ein sattes Minus von rund 27.000 Euro", sagt Michael Ränger, Leiter der Musikschule. Dabei wirtschaftet die Musikschule vorbildlich: Nicht einmal drei Prozent der Einnahmen gehen für die Verwaltung drauf, nur rund vier Prozent für sonstige Kosten wie Versicherungen oder Reparaturen, der Rest der Einnahmen fließt in die Honorare für die Lehrer.
Doch warum fehlt so viel Geld? "Wir haben seit 2009 eine Steigerung bei der Schülerbelegung von über 60 Prozent, viele Angebote, die es jetzt im Rahmen des Ganztagsangebotes durch Kooperationen mit Schulen gibt, gab es vor Jahren einfach nicht", erklärt Ränger. Träger der Musikschule ist ein gemeinnütziger Verein, über 50 Lehrer geben Unterricht in Gesang, Instrumentalfächern und Tanz, bieten Workshops und musiktherapeutische Kurse an. Durch die Ganztagsangebote in vielen Schulen hat sich die Unterrichtsstruktur an der Musikschule verändert. "Noch vor ein paar Jahren sind wir ab 13 Uhr in die Schulen gegangen und haben in den Räumen Unterricht gegeben. Jetzt sind viele Schüler auch nachmittags eingebunden", erzählt Michael Ränger. Im Gegenzug hätten sich gemeindeweit Kooperationen mit Schulen u.a. im Rahmen von Projekten wie "Wir machen die Musik" oder "Kultur macht stark" gebildet, innerhalb derer die Musikschule rund 800 Schüler unterrichtet. Diese Angebote werden u.a. durch Fördergelder getragen, doch diese reichen nicht aus, um kostendeckend zu wirtschaften.
Anders als die meisten Musikschulen in Niedersachsen finanziert sich die Musikschule Seevetal größtenteils über Unterrichtsgebühren. 76,5 Prozent der Einnahmen werden so in Seevetal erzielt, der Landesdurchschnitt liegt bei nicht einmal 50 Prozent. Nur rund 16 Prozent der Einnahmen werden durch kommunale Zuschüsse erzielt, der Durchschnitt in Niedersachsen liegt bei rund 42 Prozent. "Diese Zahlen haben wohl auch die Politik überzeugt", ist sich Michael Ränger sicher, der sich über die lobenden Worte aus allen Fraktionen freute. Ohne die Erhöhung der Zuschüsse gebe es für die Musikschule letztlich nur zwei Stellschrauben: "Wir können entweder das Angebot zurückfahren oder die Gebühren erhöhen, beides wollen wir nicht", so Ränger.
Der Erfolg der Musikschule, die neben Kindern und Jugendlichen natürlich auch Erwachsene unterrichtet, liegt für ihn vor allem in der großen Vielfalt und an den gut ausgebildeten Lehrern. Fortbildungen, auch im pädagogischen Bereich, seien hier unerlässlich. Neue Angebot wie das Projekt "Bewegtes Lernen" würden das Angebot der Musikschule immer wieder erweitern. Und auch digitalen Trends verschließt sich die Musikschule nicht. "Egal ob YouTube oder Apps - alles was Lust auf Musik macht, ist willkommen", sagt Ränger.
• Wer sich für das Angebot der Musikschule interessiert: Alle Informationen gibt es unter http://www.musikschule-seevetal.de. Die Mitarbeiter beraten auch gern zu Fördermöglichkeiten.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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