Gewerbeflächen gemeinsam entwickeln

Gemeinsames Konzept für die Metropolregion Hamburg vorgestellt

(kb). Eine optimierte gemeinsame Vermarktung von Gewerbeflächen ist das Ziel eines Leitprojektes zur Zusammenarbeit in der Gewerbeflächenentwicklung in der gesamten Metropolregion Hamburg. In der Hansestadt wurde am Donnerstag das Konzept für die Metropolregion vorgestellt. Bundesweit einmalig ist dabei ein regionsweites Monitoring, das Planer bei der Flächenentwicklung unterstützt. Grundlage für das Projekt war das Gewerbeflächenkonzept aus dem Jahr 2011, das aktualisiert, inhaltlich erweitert und auf die vergrößerte Metropolregion ausgeweitet wurde.
Bei der vorliegenden Untersuchung wurden die geplanten Gewerbeflächen in der Metropolregion erfasst. Diese belaufen sich auf rund 4.300 Hektar und verteilen sich auf 222 Gewerbegebiete. Außerdem wurden 29 baurechtlich gesicherte sowie zehn weitere in Planung befindliche Premiumflächen mit besonderen Standortqualitäten identifiziert. Sie eignen sich sowohl zur nationalen als auch internationalen Vermarktung. Anhand von festgelegten Kriterien findet zukünftig regelmäßig eine Prüfung und Aktualisierung der Premiumflächen statt. 
Im Landkreis Stade gibt es derzeit zwei Premiumflächen ("Nördlich des Alten Postweges" in Buxtehude und "Weißenfelde" in Harsefeld) sowie mit dem Gebiet "Steinbeck" bei Stade eine potenzielle Premiumfläche. Im Landkreis Harburg hat es keine Fläche in diese Kategorie geschafft. "Wir konnten bei den Flächen einzelne Kriterien wie z.B. die direkte zeitliche Verfügbarkeit, die Größe der freien Fläche oder existierendes Planungsrecht nicht erfüllen", so Alexander Stark, Leiter Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg. Weitere Kriterien, die für die Beurteilung zählten, waren u.a. auch die Nähe zur Autobahn und die Verfügung von Breitband.
Potenziellen Investoren wird durch das Gewerbeflächeninformationssystems GEFIS die Online-Suche nach einem passenden Standort im Norden ermöglicht. Interessenten werden dabei flächenbezogen direkt an Ansprechpartner vor Ort weitergeleitet. Durch die Erweiterung des GEFIS wird es Planern und Wirtschaftsförderern außerdem ermöglicht, die Entwicklung des Bestandes sowie des Verkaufs von Gewerbeflächen laufend zu beobachten und Prognosen über die künftige Nachfrage nach Gewerbeflächen ableiten.
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, hat ein Finanzvolumen von 345.000 Euro und wird zu 80 Prozent durch die Metropolregion Hamburg getragen. Kooperationspartner sind die Kreise und Städte der Metropolregion, alle tragen einen finanziellen Eigenanteil. Der Kreis Ostholstein hat die Federführung.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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