SPD-Ratsherr fragte nach belasteten Produkten
Wilke-Wurstwaren auch in Stader Kitas

jd. Stade. Der Skandal um mit Bakterien belastete Produkte des hessischen Fleisch- und Wurstwarenherstellers Wilke sorgte Anfang Oktober bundesweit für Schlagzeilen. Weil der Genuss der mit Listerien-Keimen verseuchten Waren heftige Durchfallerkrankungen mit zum Teil tödlichen Verlauf hervorrufen kann, wurde eine bundesweite Rückrufaktion gestartet, von der auch der Kreis Stade betroffen war. Nach Angaben des Landkreises wurden 280 Lieferungen zurückgerufen. Kreisweit 14 Betriebe, darunter vor allem Großküchen, bezogen Wilke-Erzeugnisse, so auch die Qualifizierungsküche der Berufsbildungswerks (BBW) im Altländer Viertel, wie jetzt aus der Antwort der Stadt auf eine Anfrage des SPD-Ratsherrn Oliver Kellmer hervorgeht.

Die Qualifizierungsküche beliefert städtische Einrichtungen, darunter Kitas und Schulen, mit Essen. Kellmer wollte nun wissen, ob bei der Zubereitung der Mahlzeiten Wilke-Produkte verwendet worden sind und ob die Stadt überhaupt die Eltern informiert hat. Kellmer fragte auch nach möglichen Regressansprüchen.
Die Stadt verweist in ihrer Antwort auf eine Mitteilung des BBW-Geschäftsführers Udo Heinsohn, die bereits am 10. Oktober in den städtischen Kitas ausgehängt worden sein soll. Darin schreibt Heinsohn, dass die Lieferkette unmittelbar nach Bekanntwerden des Fleischskandals überprüft worden sei. "Unsere Zulieferer haben uns versichert, dass seit dem 1. Oktober keine Fleischwaren von der Firma Wilke mehr ausgeliefert wurden", so Heinsohn. Gelagerte Vorräte seien zurückgerufen worden.

Er hoffe, mit seinem Schreiben "zu mehr Transparenz in dieser misslichen Situation" beigetragen zu haben, so Heinsohn. Nach Angaben der Stadt soll Heinsohn aber bereits am 8. Oktober um eine Stellungnahme gebeten worden sein. Da am Tag darauf noch keine Antwort vorlag, nahm die Verwaltung telefonischen Kontakt mit Heinsohn auf.

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