Jubiläum mit Technik, Teamgeist und Tatkraft
THW Stelle-Winsen begeistert mit Familienfest und starken Einblicken
- Auch dank der Unterstützung des WOCHENBLATTS wurde das von Christian Rohlfs organisierte Jubiläumsfest ein voller Erfolg
- Foto: Anika Werner
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Mit einem bunten Programm, echten Einsatzszenarien und viel Herzblut hat der Ortsverband Stelle-Winsen das 75-jährige Bestehen des Technischen Hilfswerks gefeiert. Mehr als 1.000 Besucher kamen auf das Gelände und erlebten aus nächster Nähe, was das THW ausmacht.
Christian Rohlfs hatte ein Ziel: Das Jubiläum des Technischen Hilfswerks sollte in Stelle nicht still über die Bühne gehen. Als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Ortsverband Stelle-Winsen nahm er sich vor, ein Fest zu organisieren, das Eindruck hinterlässt. Er hatte es nicht leicht. "In der Vergangenheit haben wir Tage der offenen Tür veranstaltet, zu denen kaum jemand kam. Aber ich habe gesagt: Wir machen das jetzt richtig", so Rohlfs. Sein Plan ging auf. Mehr als 1.000 Menschen kamen auf das Gelände an der Alten Lüneburger Straße. Die Versorgungsteams hatten gut zu tun, an der Riesenrutsche bildeten sich Schlangen, und auf den Stationen herrschte reger Betrieb.
Auf dem Gelände präsentierte sich das THW von seiner stärksten Seite. Die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung hatte eine Notunterkunft aufgebaut, in der Besucher erleben konnten, wie bis zu 16 Personen während eines Einsatzes untergebracht werden können. Die Fachgruppe Wasserschaden zeigte eine ihrer großen Pumpen. "Diese Maschine kann 5.000 Liter pro Minute bewegen", erklärte Christian Rohlfs. "Natürlich haben wir das hier nicht voll ausgeschöpft, sonst wäre alles unter Wasser gestanden."
Michael Grundmeyer vom Zugtrupp erklärte interessierten Gästen die Einsatztaktik. "Wir arbeiten nach dem Baukastenprinzip", sagte er. "Das bedeutet, wir stellen die Einsatzkräfte je nach Lage individuell zusammen. Der Zugtrupp leitet den Einsatz, übernimmt die Personalplanung und achtet darauf, dass alle ihr taktisches Ziel erreichen."
Groß war auch das Interesse am Kinderprogramm. Fünf Stationen gab es für die jungen Besucher. Wer sie alle absolvierte, bekam Stempel auf einem Laufzettel und am Ende eine kleine Belohnung. Besonders beliebt war das Deichspiel, bei dem Kinder mit kleinen Sandsäcken echte Deichmodelle bauten. Anschließend wurde Wasser eingelassen. Hielt der Deich, war die Freude groß. Wenn nicht, wurde gemeinsam mit einem THW-Helfer überlegt, woran es gelegen haben könnte. Die Kinderfeuerwehr aus Handorf war ebenfalls vor Ort und beteiligte sich begeistert am Deichbau.
Eine weitere Mitmachstation war ein Geschicklichkeitsspiel mit dem hydraulischen Spreizer. Ein Tennisball sollte von einer Pylone zur nächsten transportiert werden. Jakob, fünf Jahre alt und aus Stelle, meisterte diese Aufgabe mit großem Eifer. Seine Mutter Julia Häußer schaute begeistert zu. "Ich finde es toll, wie das THW hier Technik vermittelt. Mein Sohn soll auf jeden Fall in die Minigruppe. Man sieht, wie viel Teamarbeit und Verantwortung dahinter steckt", sagte sie.
Auch die THW-Jugend war aktiv. Sie hatte ein Bastelzelt vorbereitet und unterstützte viele Stationen. Immer wieder nutzten Gäste die Gelegenheit, mit den Helfern ins Gespräch zu kommen. Wer wollte, konnte sich gleich vor Ort über die Mitmachmöglichkeiten informieren.
Das Jubiläum war für den Ortsverband nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Ausblick. Das Interesse war groß, die Stimmung positiv, die Technik beeindruckend. Christian Rohlfs zeigte sich am Ende des Tages überwältigt. "So viele Menschen auf unserem Gelände, das gab es noch nie. Ich bin unglaublich stolz auf unser Team und auf das, was wir hier auf die Beine gestellt haben."
Wer das THW näher kennenlernen oder sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich jederzeit beim Ortsverband melden. Ansprechpartner ist Christian Rohlfs, erreichbar unter Christian.Rohlfs@thwsw.de. Weitere Informationen gibt es unter www.thw-stelle-winsen.de.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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