Schießstand wird umgebaut
Das Zielscheiben-Ziehen hat beim Schützenverein Heidenau bald ausgedient

Zehn Vereinsmitglieder packten kürzlich beim ersten Arbeitseinsatz nach der Corona-Zwangspause vor und im Schützenhaus Heidenau mit an
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Bereits im vergangenen November hatten die Arbeiten begonnen, die seit März ruhen mussten. Rund 40 Schützen brachten und bringen sich in den aufwendigen Umbau des Schießstandes ein.
Umgerüstet werden sowohl die Kleinkaliber- als auch die Luftgewehranlage. "Es wird nach wie vor mit Munition geschossen, nur die Zielauswertung erfolgt elektronisch", erläutert Sportleiter Hans-Jürgen Wichern. Der gelernte Elektriker hat bereits rund 300 Meter Strom- und Datenkabel verlegt - unter den Bahnen entlang, über die Decke oder verborgen hinter einer neu gezogenen Wand.
Mit der neuen Anlage werden die Schüsse über in mehreren Reihen angeordneten Infrarot-Lichtschranken gemessen. Jeder Schütze hat später einen kleinen Monitor, auf dem das Schießergebnis angezeigt wird. Dafür müssen dann keine Scheiben mehr hin- und hergezogen werden. Im Schießleiterbüro läuft die Technik zusammen. Dort werden die Ergebnisse künftig an vier Computern statt wie bisher an einem PC ausgewertet. "Das ist jetzt ein Mordsaufriss, aber später eine große Erleichterung", sagt Wichern. Denn die Auswertung erfolge später auf Knopfdruck. Und bei rund 50 Mannschaften mit je drei bis vier Schützen, die der Heidenauer Verein regulär beim Pokalschießen empfängt, spart das eine Menge Zeit.
Weitere Neuerung: "Wir richten jetzt einen Kleinkaliber-Pistolenstand ein", berichtet der Sportleiter. Der ist für das Training der Jugendlichen, die an Landes- und Deutschen Meisterschaften teilnehmen, und die bisher u.a. nach Buxtehude zum Training fahren mussten, unerlässlich. "Außerdem haben wir mit dem Umbau jetzt die Möglichkeit, Lichtpunktgewehrschießen für Kinder unter zwölf Jahren anzubieten", so Wichern. "Man muss mit der Zeit gehen. Schließlich schießen wir auf Kreisebene schon seit Jahren mit elektronischer Auswertung."
Eine Zuganlage soll aber erhalten werden - fürs Einschießen der Gewehre und das Schießen auf Bildscheiben zur Ermittlung des Königs der Könige.
Bis der erste Schuss in der neuen Anlage abgegeben werde, würden sicherlich noch rund fünf Wochen vergehen, schätzt Hans-Jürgen Wichern. Dann folge die Testphase. Der Hersteller der elektronischen Schießanlagen führt zuvor eine Schulung durch und steht anschließend für Fragen zur Verfügung.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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