"Tag der Partnerschaften" in Tostedt
Den Austausch weiter beleben

Sie engagieren sich in Tostedt für die Städtepartnerschaften: Karin Troeder (von links), Sabine Behrens-Hintz, Anke Gühne, Gerhard Netzel, Alexandra Brockmann, Frédéric Aumaître, Dr. Harry Kalinowsky, Dr. Peter Dörsam und Klaus-Dieter Feindt
  • Sie engagieren sich in Tostedt für die Städtepartnerschaften: Karin Troeder (von links), Sabine Behrens-Hintz, Anke Gühne, Gerhard Netzel, Alexandra Brockmann, Frédéric Aumaître, Dr. Harry Kalinowsky, Dr. Peter Dörsam und Klaus-Dieter Feindt
  • Foto: Marion Wenner
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Um europäisch orientiertes bürgerliches Engagement zu fördern, hat die Gemeinde Tostedt einen "Tag der Partnerschaften" initiiert, der ab jetzt jedes Jahr gefeiert wird. Das hatte der Rat der Gemeinde Tostedt im vergangenen Dezember beschlossen. Die erste Auflage fand kürzlich im Jugendzentrum Tostedt statt mit rund 60 geladenen Gästen aus Schulen, Vereinen und den beiden im Bereich Städtepartnerschaft besonders engagierten Gruppen.
Die Gründung des Europarats vor 70 Jahren sei in Tostedt zum Anlass genommen worden, einen Tag der Städtepartnerschaften zu feiern, erklärte Tostedts Bürgermeister Gerhard Netzel. Die Kontakte zu Tostedts Partnerstädten Morlaàs (Frankreich) und Lubaczów (Polen) bestehen seit nunmehr 30 bzw. 27 Jahren. "Aber das Engagement droht einzuschlafen und muss wiederbelebt werden, sowohl bei der Jugend als auch besonders bei der Generation von 30 bis 60 Jahren", mahnte Gerhard Netzel.
Zunächst stellte Vorsitzender Klaus-Dieter Feindt die Deutsch-Polnische Gesellschaft (DPG) Tostedt vor, die ihren Anfang 1986 mit Kontakten zu einer Volkstanzgruppe in Kattowice hatte und 1993 zu einem Vertrag mit der nahe der ukrainischen Grenze gelegenen Stadt Lubaczów führte. 2006 wurde die Partnerschaft erweitert auf den Kreis Harburg und den Landkreis Lubaczów. Zweck des besonders durch Ruth Zuther (1926 - 2015) und Klaus-Dieter Feindt maßgeblich geprägten Vereins ist die Verständigung zwischen den Völkern und die Vertiefung der zwischenmenschlichen Beziehungen. Dazu tragen viele Aktionen, wie Sprachkurse, Studienreisen, Sachspenden und vieles mehr, bei.
Mit Fotos und Videos vermittelte Dr. Harry Kalinowsky Impressionen aus der 30-jährigen Geschichte des Freundeskreises Morlaás, der sich aktiv um die Beziehungen von Tostedter Bürgern zu Jugendlichen und Erwachsenen der in Südfrankreich nahe Toulouse gelegenen Stadt kümmert. Über den jeweils alle zwei Jahre durchgeführten, erfolgreichen Jugendaustausch und dessen Fortführung referierten Sabine Behrens-Hintz, Alexandra Brockmann und Frédéric Aumaître. Auch einen Lehreraustausch gibt es bereits, wie Anke Gühne berichtete.
In der Runde wurden weitere Vorschläge für die Fortführung der Partnerschaften gemacht. Ratsfrau Tamara Boos-Wagner schlug ein Boule-Turnier vor. Renate Preuß, Vorsitzendes des Todtglüsinger Sportvereins (TSV), bot an, dass im Austausch in Tostedt weilende Bürger aus Morlaàs und Lubaczów kostenlos beim TSV trainieren dürften. Und Bettina Brenning, Vorsitzende des Landfrauenvereins Tostedt, sagte eine aktive Beteiligung der Tostedter Landfrauen bei der Organisation und Durchführung von Aktionen zu. Weiterhin denkbar seien Lesungen und Filmabenden sowie der Austausch von Chören und Musikgruppen.

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