In Tostedt
Extra-Zone für Elterntaxis

Setzen sich für mehr Sicherheit der Grundschüler an der Bushaltestelle ein (v. re.):  Schulleiterin Gudrun Brinkmann, Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam und 
Ordnungsamtsmitarbeiterin Sabine Bostelmann
  • Setzen sich für mehr Sicherheit der Grundschüler an der Bushaltestelle ein (v. re.): Schulleiterin Gudrun Brinkmann, Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam und
    Ordnungsamtsmitarbeiterin Sabine Bostelmann
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bim. Tostedt. Elterntaxis sind inzwischen in ganz Deutschland ein Problem: Immer mehr Mütter und Väter setzten ihre Kinder direkt an der Schule ab und gefährden damit andere Mädchen und Jungen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule oder von dort nach Hause wollen oder in den Bus ein- oder aussteigen. In Oyten (Kreis Verden) hat man den Elterntaxis nun den Kampf angesagt: Damit Eltern ihre Kinder nicht länger mit dem Auto zur Schule bringen, sperrt die Gemeinde noch bis Ende dieser Woche täglich vor Schulbeginn und nach Unterrichtsschluss die einzige Zufahrt. An einer Grundschule in Magdeburg gibt es nun ein Fahrradverbot für Erstklässler, weil sie sonst vom motorisierten Verkehr gefährdet würden. Mit solch rigorosen Maßnahmen will man an der Grundschule in der Poststraße in Tostedt nicht vorgehen. Gleichwohl gibt es auch dort Handlungsbedarf.
An der Grundschule in der Poststraße kommt es wegen der teilweise in bis zu drei Reihen auf der Bushaltestelle parkenden Elterntaxis häufiger zu brenzligen Situationen, insbesondere am Freitag, wenn zusätzliche Busse die Schwimmkinder an der Schule absetzen. "Die Schwimmbusse müssen häufig auf der Straße halten, weil schon Elterntaxis auf den Bushaltestellen stehen. Die Kinder müssen sich dann durch die Autos schlängeln", berichtet Schulleiterin Gudrun Brinkmann.
Kurz bevor das WOCHENBLATT im Dezember aufgrund der Zuschrift einer besorgten Mutter über die gefährliche Situation berichtet hatte, hatte die Schulleiterin erneut einen Elternbrief verschickt und wie mehrfach zuvor auf die Parksituation zum Schulanfang und -ende hingewiesen, "da mir die zum Teil chaotischen Verkehrsverhältnisse vor der Schule zunehmend Sorge bereiten. Aber einige wenige sind unbelehrbar", sagt Gudrun Brinkmann.
Ihr Vorschlag: ein "Bus auf Füßen" - ein Erwachsener begleitet eine Kindergruppe auf dem Weg zur Schule und lässt weitere Kinder an vereinbarten Haltestellen "zusteigen".
Außerdem informiert Gudrun Brinkmann die Eltern der angehenden Erstklässler jeweils über die sichere Schulweggestaltung und darüber, wie wichtig es für die soziale und selbstständige Entwicklung eines Kindes ist, den im Schnitt zehnminütigen Weg zur und von der Schule eigenverantwortlich mit Gleichaltrigen zurückzulegen.
Seit mehreren Wochen ist Ordnungsamtsmitarbeiterin Sabine Bostelmann vor Ort und achtet darauf, dass keine Elterntaxis die Busspur blockieren. Wenn sie dort mit ihrer Warnweste steht, drehen die meisten Eltern, die ihr Kind unmittelbar vor der Schultür absetzen oder abholen wollen, gleich wieder um. So wie beim Ortstermin am Freitag, bei dem fast alles so läuft, wie es sein soll.
"Die Schule liegt ja mitten im Ort, damit die Kinder zu Fuß herkommen können", sagt Sabine Bostelmann. Und ab zwei Kilometern Schulweg dürfen die Kinder ohnehin mit dem Bus fahren.
Nach einem Ortstermin mit Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam, Jürgen Lürtzing vom Ordnungsamt und einem Vertreter der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) am vergangenen Donnerstag will die Samtgemeinde Tostedt nun ein paar Meter im vorderen Bereich des Busplatzes in Richtung Baumschulenweg für die Elterntaxis reservieren und entsprechend kennzeichnen - so dass die Busse noch ein- und ausfahren können und nicht behindert werden. Außerdem werde eine Beschilderung von zeitlich begrenzten eingeschränkten Halteverboten und Halteverboten geprüft, berichtet Bürgermeister Dörsam.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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