Wegen freillaufender Hunde
Froschlaich an Feenteichen im Büsenbachtal zerstört
- Durch badende Hunde wurde an den Feenteichen der Froschnachwuchs zerstört.
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Nicola Dultz
Froschlaich im Büsenbachtal zerstört: Landkreis Harburg warnt vor freilaufenden Hunden an den Feenteichen und fordert mehr Rücksicht auf die Natur.
Die Feenteiche im Büsenbachtal sind ein bedeutendes Refugium für Amphibien – und zugleich ein beliebtes Naherholungsgebiet. Doch aktuell sorgt die Missachtung von Schutzregeln für große Schäden: Zahlreiche Laichballen des besonders geschützten Grasfrosches wurden zerstört. Der Landkreis Harburg appelliert eindringlich an Besucher, Wegegebot und Anleinpflicht für Hunde einzuhalten.
Zerstörter Froschlaich durch freilaufende Hunde
Die Feenteiche gelten als „Säuglingsstation“ und „Kinderstube“ für Frösche. Besonders der Grasfrosch, der 2018 als Lurch des Jahres ausgezeichnet wurde, legt hier seine Laichballen ab. Diese bestehen aus 700 bis 4.500 Eiern und befinden sich bevorzugt in flachen, sonnenbeschienenen Uferbereichen, die sich schnell erwärmen und optimale Bedingungen für die Entwicklung der Kaulquappen bieten.
Doch genau diese sensiblen Bereiche sind gefährdet. „Die Folgen sind fatal“, sagt Armin Hirt von der Abteilung Umwelt des Landkreises. Immer wieder würden Hunde unangeleint in die Teiche gelassen. „Leider haben Naturliebhaber immer wieder beobachtet, dass genau hier Besucher ihre Hunde zum Baden in die Teiche springen ließen“, so Hirt.
Die Konsequenzen sind gravierend: Der Laich wird zertreten, auseinandergerissen und ins kalte Wasser verdriftet. Zusätzlich wird Schlamm aufgewirbelt, der den Laich verunreinigt. In vielen Fällen verpilzen die Eier, sodass sich die Kaulquappen nicht entwickeln können und absterben.
Auswirkungen auf das Ökosystem
Die Schäden betreffen nicht nur die Frösche selbst. Auch andere Tierarten sind auf den Nachwuchs angewiesen. Kreuzottern und Ringelnattern benötigen junge Frösche als Nahrung. Der Verlust des Laichs hat somit weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem im Büsenbachtal.
Landkreis appelliert an Besucher
Der Landkreis Harburg weist deshalb ausdrücklich auf die geltenden Regeln hin. „Wir wollen die Menschen sensibilisieren, respektvoll mit der Natur umzugehen, Rücksicht zu nehmen und das mit viel Mühe und Liebe zum Detail entwickelte Biotop zu schützen. Wir möchten, dass die Menschen hier die Natur erleben können und würden es sehr bedauern, wenn wir das einschränken müssen“, mahnt Hirt.
Sollten sich die Verstöße fortsetzen, drohen Konsequenzen. „Für das kommende Jahr muss überlegt werden, Teile des Talgrundes vom Büsenbach bis zum Schlüpfen der Kaulquappen komplett zu sperren. Aber eigentlich wollen wir die vielen Besucher nicht am unmittelbaren Naturerlebnis hindern.“
Der jüngste Vorfall ist kein Einzelfall. Rangerinnen und Ranger berichten regelmäßig von freilaufenden Hunden im Büsenbachtal. „Unkenntnis und Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur nehmen leider weiter zu.“
Beliebtes Natur- und Erholungsgebiet
Die Feenteiche am Fuße des Pferdekopfes sind ein wertvolles Naturgebiet. Der Landkreis Harburg hat die frühere Fischteichanlage zu einem naturnahen Biotop umgestaltet. Heute bieten Rohrkolben und Schwertlilien am Ufer Lebensraum für zahlreiche Arten. Amphibien, Libellen sowie Reptilien wie Ringelnatter und Zauneidechse sind hier heimisch.
Gleichzeitig ist das Gebiet ein attraktives Ziel für Spaziergänger und Wanderer. Mehrere Bänke laden zum Verweilen ein, und auch der Heidschnuckenweg führt durch das Areal. Umso wichtiger ist es laut Landkreis, dass Besucher die Natur schützen und die geltenden Regeln einhalten.
Warum ist der Froschlaich an den Feenteichen gefährdet?
Welche Folgen hat die Zerstörung des Laichs?
Welche Regeln gelten im Büsenbachtal?
Was droht bei weiteren Verstößen?
Warum sind die Feenteiche so wichtig?
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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