Rad vs.Kfz
Gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr ist keine Einbahnstraße
- Radfahrer haben auch im Kreisverkehr die gleichen Rechte und Pflichten wie Autofahrer. Gegenseitige Rücksichtnahme ist unerlässlich
- Foto: archiv bim
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Beim jüngst ADFC-Fahrradklima-Test 2024 erreichten Neu Wulmstorf (4,2), Buchholz (4,3), Winsen (4,2) und Seevetal (4,5) nur schlechte Benotungen. Weitere Orte erreichten die Mindestteilnehmerzahl nicht. Das gab der ADFC-Kreisverband Harburg bekannt. Unzufrieden sind die Radfahrer im Landkreis Harburg laut ADFC vor allem mit dem Miteinander im Verkehr, und hier besonders mit dem oft zu geringen Überholabstand.
Allerdings:
Auf ein Wort: Auch für Zweiradfahrer gelten Verkehrsregeln
Radfahrerinnen und Radfahrer fordern immer wieder ihre Rechte gegenüber dem Pkw- und Lkw-Verkehr ein und plädieren für gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr. Diese Rücksicht ist aber im wahrsten Wortsinn keine Einbahnstraße, denn auch (motorisierte) Zweiradfahrer müssen Verkehrsregeln beachten, vorausschauend fahren und im Verkehr aufmerksam sein, da der Autofahrer mit dauerhaftem 180-Grad-Rundumblick noch nicht erfunden ist.
So müssen selbstverständlich auch fahrende Zweiradfahrer Rechts-vor-Links beachten. Beim Überqueren eines Fußgängerüberwegs (Zebrastreifen) müssen Radfahrer absteigen und - wie der Name schon sagt - zu Fuß die Straße überqueren.
Was überhaupt nicht geht: Kraftfahrzeuge von rechts hinten - bei Pedelecs, E-Bikes und E-Scootern auch gerne mit hohen Geschwindigkeiten - schneiden und/oder Überholen oder fahrend die Fahrbahn kreuzen, ohne sich zu vergewissern, dass der nachfolgende (Kfz-)Verkehr den Querungsvorgang realisiert hat.
Auch immer wieder ein Quell der Freude: Radfahrer, die - je nach Ampelphase - wechselnd mal den Fußweg - häufig beidseitig - und mal die Straße benutzen. Und beim Fahren von Fußweg auf Straße nicht den nachfolgenden Autoverkehr beachten, geschweige denn die Absicht per Arm anzuzeigen. So bringen Radfahrer sich und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Und ja, wenn dann was passiert, ist klar, dass der Radfahrer mangels schützender Karosserie in der schlechteren Situation ist. Jedoch können Auto- und Lkw-Fahrer nicht hellsehen, wann mancher Radler sich spontan zum Ausscheren entschließt.
Mir ist bewusst, dass es - wie in allen Bereichen - "schwarze Schafe" oder unglückliche Verkehrssituationen gibt. Aber immer nur mit dem Finger auf andere zu zeigen und einseitig Rücksicht zu fordern, löst die Konfrontation nicht. Bianca Marquardt
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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