Frust im Homeoffice - Ärger mit Vodafone

Kein Telefon, kein Internet, kein TV - immer mehr Bürger beschweren sich über Störungen bei Vodafone Foto: tk
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Immer mehr Leser beschweren sich über Störungen im Internet und die fehlende Einsicht des Anbieters

(thl/as). Homeoffice oder auch Mobile Office ist das Gebot der Stunde. Dadurch, dass die Arbeitnehmer weder öffentliche Verkehrsmittel benutzen noch mit Kollegen in Kontakt kommen, sondern allein von zuhause aus arbeiten, soll eine Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung in den Betrieben sollte die Heimarbeit doch kein Problem sein - oder? Die Realität sieht jedoch anders aus. Denn es hapert gewaltig an der Infrastruktur. Damit sind nicht nur die Regionen gemeint, in denen auch in 2021 noch kein Breitbandanschluss vorhanden ist. Auch dort, wo schnelles Surfen bereits möglich sein sollte, gibt es einige Probleme.
"Sind 80 Prozent des Tages im Off" titelte das WOCHENBLATT kürzlich und berichtete über Onne Hennecke aus Holm-Seppensen, der extreme Probleme mit seinen Vodafone-Leitungen hatte. Die Antwort des Telefonanbieters damals: "Auf Anhieb können wir keine nennenswerte/presserelevante Störung in unserem Kabel- oder DSL-Netz in Holm-Seppensen erkennen", so Sprecherin Heike Koring.
Also alles nur Einbildung bei den Kunden? Wohl eher nicht. Nach dem Bericht erreichte eine Vielzahl an Leserreaktionen das WOCHENBLATT. Hier einige Auszüge:
Birgit Best: "Vielen Dank für den Artikel. Und was für ein Schlag ins Gesicht der Vodafone-Kunden. Das glattzüngige Lügen sollte Frau Koring lieber bleiben lassen. Es liegen bestimmt genug Beschwerden vor. Wir haben in Holm-Seppensen ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten. Seit fast zwei Wochen haben unsere Mieter nur noch sporadisch Internet und Fernsehen. Mehrfach haben wir bei Vodafone angerufen, immer hieß es, es würde keine Störung vorliegen. Der Router wäre defekt. Bei allen Mietern gleichzeitig? Dann wurde uns vorgeworfen, unser Hausanschluss sei wohl kaputt, oder wir hätten die Verkabelung im Haus nicht fachgerecht installiert. Mehrfach haben wir einen Termin gebucht, damit sich ein Vodafone-Techniker das Ganze anschaut und überprüft - diese Termine sind immer wieder abgesagt worden, da eine Störung im Netz wäre."
Roland Jeromin: "In Vahrendorf funktioniert Vodafone mäßig bis gar nicht. Mails kommen nicht an, Anhänge verschwinden, usw. Die Situation ist mittlerweile schlimmer als schlimm. Tageweise funktioniert das Internet gar nicht mehr. Und das Märchen vom Rückwegstörer. Ich weiß nicht, warum Vodafone sich und den Kunden das antut. Die gesamte Republik hat Vodafone-Probleme. Mein Anschluss mit Internet, Telefon und Fernsehen ist eine totale Katastrophe, aber Hauptsache, es wird eine 1.000-Mbit-Leitung angeboten."
Sandra Bufalica: "Uns in Buchholz geht es genauso wie Familie Hennecke. Bei uns fingen die Probleme bereits im April 2020 an und seitdem gab es wenige Phasen, in denen wir stabile Verbindungen hatten. Diesmal haben wir uns die Mühe gemacht, teilweise mehrmals am Tag die Hotline anzurufen und nicht locker zu lassen. Wir sind gut durchgekommen, aber fast schlimmer als das fehlende Internet finde ich die desolate Kommunikationspolitik von Vodafone. Wir hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Mitarbeiter am Telefon, von denen wirklich jeder etwas anderes erzählt hat. Die Aussage über den einen bösen 'Netzwerkstörer' hatten wir zwischendurch auch dabei."
Dennis Landau: "Ich habe den Beitrag zu den Vodafone Kabel Deutschland Störungen in Buchholz gelesen und kann nur bestätigen, dass das Problem immer noch besteht. Und ich kann nur sagen, dass es extrem frustrierend ist, mit Vodafone an diesem Problem zu arbeiten. Ich bin der Meinung, dass wir es hier mit einem Beleg zu tun haben, wie marode unsere Infrastruktur ist. In Zeiten der Krise und des Homeoffice würde ich sagen, dass wir es sogar mit kritischer Infrastruktur zu tun haben. Und diese ist weit unter dem Level, das wir als eine führende Industrienation anstreben sollten."
Auch WOCHENBLATT-Redakteurin Anke Settekorn befand sich diese Woche im Home-Office und hatte mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen:
Die Internetverbindung ist (zum Glück!) stabil. Aber dann kommt das erste Telefonat. Es stellt sich heraus: bei Telefonanrufen ist die Gesprächsannahme stark verzögert. Erst nach mehreren Sekunden (ca. drei Mal "Nordheide Wochenblatt, Settekorn, Guten Tag" sagen), ist der Anrufer zu hören. Bei ausgehenden Anrufen gibt es das gleiche Problem: Während es im Home-Office noch tutet, ist der Andere schon dran und hört - nichts. Im Zweifelsfall wurde bereits aufgelegt. Andere Telefonate werden nach exakt 4,38 Minuten abgebrochen. Am Mittwoch dann der Totalausfall: Als ich in der Redaktion anrufen will, höre ich nach dem Wählen der Nummer nichts. Als ich mich versuchsweise selbst vom Handy aus auf dem Festnetz anrufe, erfahre ich von einer freundlichen Bandansage, dass ich nicht erreichbar bin. Eine Störung wird für meine Region nicht gemeldet. Die Rufumleitung wird kurzerhand von meiner Kollegin aufs Handy umgestellt, das Festnetz ist den gesamten Tag über nicht zu erreichen. Donnerstag funktioniert das Telefon zum Glück wieder, aber die Probleme (Verzögerung, Gesprächsabbruch) sind bis Redaktionsschluss noch da.
Natürlich kann ich die Telefonate auch mit dem Handy führen. Und ich kann problemlos online arbeiten. Aber muss ich dafür schon dankbar sein? Schließlich bezahle ich den Provider dafür, dass er mich mit einem funktionierenden Internet- und Festnetzanschluss versorgt.
Die Zuschriften unserer Leser zeigen: Mit diesem Problem stehe ich nicht allein da. Vorübergehend nicht erreichbar

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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