„Letzte Hilfe“-Kurs beim DRK-Ortsverein Brackel/Thieshope

Die Teilnehmenden des „Letzte Hilfe“-Kurses beim DRK-Ortsverein Brackel/Thieshope zusammen mit den Referentinnen Anja Wunderlich und Ineke Kamps vom ambulanten Hospizdienst Winsen und Anna Holtkamp, 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins (ganz rechts).  | Foto: Hilke Schamlott/DRK-Kreisverband Harburg-Land
  • Die Teilnehmenden des „Letzte Hilfe“-Kurses beim DRK-Ortsverein Brackel/Thieshope zusammen mit den Referentinnen Anja Wunderlich und Ineke Kamps vom ambulanten Hospizdienst Winsen und Anna Holtkamp, 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins (ganz rechts).
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Der DRK-Ortsverein Brackel/Thieshope widmete sich in einem vierstündigen Kurs im Gemeinschaftshaus Brackel nun der „letzten Hilfe“ – dem Umgang mit dem Sterben nahestehender Menschen. Anja Wunderlich und Ineke Kamps vom ambulanten Hospizdienst Winsen vermittelten dabei grundlegendes Wissen und praktische Hilfestellungen für den Umgang mit dem Lebensende. Die Idee dahinter: Das Wissen, wie wir mit Sterbenden umgehen können, ist uns über Generationen verloren gegangen. Der „Letzte Hilfe“-Kurs bot den 12 Teilnehmern einen neuen Zugang zu dem oft verdrängten Thema.

Der Kurs basiert auf dem Konzept von Dr. med. Georg Bollig, einem Arzt aus Schleswig, der das Format entwickelt hat, um das Sterben wieder stärker in den Alltag der Menschen zu integrieren. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Orientierung zu geben und Angehörige zu befähigen, Sterbende würdevoll zu begleiten. Die Teilnehmenden durchliefen die vier Module Sterben als Teil des Lebens, Vorsorgen und Entscheiden, Leiden lindern sowie Abschied nehmen.

Neben medizinischen und psychologischen Grundlagen – etwa den biologischen Prozessen des Sterbens oder den Phasen der Trauer (Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz) – standen auch persönliche Fragen im Mittelpunkt: Was bedeutet Lebensqualität für mich? Wer darf für mich entscheiden? Wie kann ich als Angehörige oder Freund mit dem Sterben eines nahestehenden Menschen umgehen?

Der Kurs bot Raum für Information, Austausch und Übungen. Die Teilnehmenden konnten ihre eigenen Fragen einbringen und erhielten am Ende eine Teilnahmebescheinigung. Das Feedback war durchweg positiv – insbesondere die einfühlsame und kompetente Präsentation des Themas wurde hervorgehoben.

Aufgrund der großen Nachfrage plant der DRK-Ortsverein Brackel-Thieshope einen weiteren Kurs im Herbst. Eine Warteliste besteht bereits.
Interessierte können sich melden bei:
Anna Holtkamp via ov.brackel-thieshope@drk-lkharburg.de

Leserreporter:

DRK Harburg-Land aus Winsen

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