Linedance-Gruppe aus Winsen tanzt in den Alpen
Mit Cowboyhut zum Weltrekord auf 2.000 Metern Höhe
- Die Winsener Gruppe "Western-Flair" tanzte Linedance in 2.000 Metern Höhe und sicherte sich den Rekord
- Foto: Wolfgang Hagen
- hochgeladen von Anika Werner
Ein Meer aus Cowboyhüten, Jeans und Cowboystiefeln bewegte sich im Takt und mittendrin 18 Tänzer aus Winsen. Beim „Line Dance AlpFestival“ in Zell am See-Kaprun nahmen sie an einem offiziellen Weltrekordversuch teil. Auf der Panoramaterrasse der Schmittenhöhe in 1.955 Metern Höhe wurde dort der höchste Country- und Western-Line-Dance-Workshop der Welt abgehalten – zertifiziert vom Rekord-Institut für Deutschland (RID).
Insgesamt 930 Tanzbegeisterte aus zehn Ländern hatten sich in der hochalpinen Kulisse versammelt, um eine eigens entwickelte Choreografie gemeinsam zu lernen und vor den Augen der Rekordrichter vorzuführen. Voraussetzung für die Teilnahme war stilechte Kleidung mit Hut, Jeans und Stiefeln. Unter strahlend blauem Himmel gelang die Formation zur Festival-Hymne „Take Me High“ der Band „Midnight Creek“ – und der bisherige Rekord wurde um 238 Teilnehmer übertroffen.
RID-Rekordrichter Olaf Kuchenbecker war aus Hamburg angereist, um den Versuch zu begleiten. Nach erfolgreicher Zertifizierung überreichte er die offizielle Rekordurkunde an die Veranstalter von der Zell am See-Kaprun Tourismus GmbH. Der Eintrag ins RID-Rekordregister erfolgte noch am selben Tag.
Für die Winsener Gruppe „Western-Flair-Linedance“ war die Reise nach Österreich ein unvergessliches Erlebnis. Gegründet wurde sie vor 15 Jahren von Manuela und Wolfgang Hagen in der frei:kirche in Stelle. Was als kleines Freundschaftsprojekt begann, entwickelte sich rasch zu einer festen Größe in der Region. Der Zulauf war so groß, dass bald größere Trainingsräume in Winsen nötig wurden – erst in Stöckte, dann im Dorfgemeinschaftshaus Borstel.
Zeitweise zählte die Gruppe bis zu 64 aktive Tänzerinnen und Tänzer, verteilt auf drei Gruppen. Auch heute wird dort noch an drei Abenden pro Woche geübt. Besonders beliebt waren in den vergangenen Jahren die Anfängerpartys, unter anderem in Handorf und der Stadthalle Winsen, zu denen bis zu 340 Gäste kamen.
Trotz des anhaltenden Erfolgs stößt die Gruppe organisatorisch an ihre Grenzen. Die fünf ehrenamtlichen Trainerinnen Sylvia, Kerstin, Lisanne, Stephanie und Elke leisten viel, müssen aber immer wieder Interessierte abweisen, da die Räumlichkeiten nicht ausreichen.
In Kaprun waren die Platzprobleme für einen Moment vergessen. Die Atmosphäre, die Begeisterung der Teilnehmenden und der erreichte Weltrekord machten das Festival zu einem Höhepunkt für die ganze Gruppe – und zu einem weiteren Kapitel in ihrer besonderen Geschichte.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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